Donnerstag, 17. Mai 2018
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0:4 gegen D/A: Norderstedt nicht mehr Neumann

Der FC Eintracht Norderstedt musste im letzten Heimspiel der Saison eine 0:4-Packung schlucken. Alexander Neumann schoss die SpVgg Drochtersen/Assel mit einem Dreierpack alleine zum Sieg. Bitter: Ein Höcker-Patzer leitete die Pleite ein und der Abschied von Linus Meyer fiel so ins Wasser.

Es war die Szene des Spiels: Sechs Minuten sind im ersten Durchgang noch auf der Uhr, als Eintracht-Keeper Johannes Höcker einen langen Ball unterläuft und so den Weg für Alexander Neumann frei macht. Dieser reagiert blitzartig und schnappt sich die Kugel, muss den Ball nur noch einschieben. Eine Szene, die symbolisch für den Auftritt des FC Eintracht Norderstedt an diesem Sonntagnachmittag war. Dabei sollte es eigentlich eine große Verabschiedungsparty vor den eigenen Fans geben. Denn: Unter anderem verlässt Linus Meyer nach acht Jahren den Verein, spielte sein vorerst letztes Heimspiel für die Eintracht. Vor dem Spiel wurden einige Spieler verabschiedet – allerdings ohne Blumenstrauß und Zeremonie. „Wir haben alle Jungs am Freitag schon verabschiedet. Da war auch unser Präsident Reenald Koch dabei. Warum wir das nicht mit den Fans gemacht haben, kann ich nicht sagen“, erklärte EN-Trainer Dirk Heyne später. Und noch vor der Pause sollte es sogar noch dicker für die Hausherren kommen. Denn gerade einmal eine Minute später trafen die Gäste erneut. Florian Nagel flankte von der rechten Außenbahn in die Box, wo nur Marin Mandic zwei Spieler decken musste. Wieder kam Neumann an die Kugel, diesmal busgierte der SpVgg-Akteur die Pille mit dem Kopf in die Maschen (40.). Die Heyne-Elf wirkte geschockt, bis weit in die zweite Hälfte hinein. Schnell war die Partie mit einem erneuten Doppelschlag entschieden.

Die Gäste blieben eiskalt. Alexander Neumann schnürte seinen Dreierpack (55.), Florian Nagel stellte den 4:0-Endstand zwei Minuten darauf her (57.). „Wir haben die Geschenke auf der falschen Seite verteilt“, ärgerte sich Linus Meyer nach dem Abpfiff. Sein Abschiedsspiel hatte sich der 26-Jährige anders vorgestellt. „Natürlich war das Spiel für mich besonders. Viele sind im Vorfeld auf mich zugekommen und haben gefragt, wie es in mir aussieht. Nach acht Jahren im Eintracht-Trikot wollte ich natürlich gerne das letzte Spiel gewinnen. Leider konnte auch ich mich heute nicht so einbringen“, so Meyer, der anfügte: „Wir waren vorne nicht Durchschlagskräftig und waren hinten löcherig wie ein Schweizer Käse.“ Für Gäste-Trainer Enrico Maaßen war der Dreier gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt, mit dem auch er sich verabschiedet. Denn: Maaßen wechselt, wie Meyer, zur nächsten Saison zum SV Rödinghausen. Maaßen: „Für uns war es ein sehr wichtiges Spiel, weil wir den Klassenerhalt heute schaffen wollten. Man hat der Mannschaft von  Beginn an angesehen, dass sie unbedingt gewinnen wollen. Wir waren klar auf allen Positionen besser“, erklärte Maaßen und sagte zu Linus Meyer: „Linus und ich sind schon länger in Kontakt. Linus ist ein absoluter Gewinner-Typ. Er möchte immer den Ball haben, er ist ein sehr kompletter Spieler. Wenn man etwas gewinnen will, dann braucht man so eine Mentalität. Er ist ein toller Typ.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.