Samstag, 16. Dezember 2017
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2:2-Remis: Hildesheim überrascht Rothosen-U21

So spielt kein Absteiger! Vor 121 Zuschauern musste sich die U21 des Hamburger SV, gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim, mit einem 2:2-Remis begnügen. Die starken Gäste schockten die Rothosen per Konter-Doppelschlag noch vor der Pause. Gouaida und Jatta ließen die Hamburger jubeln.

Der HSV startete gut ins Spiel und wurde seiner Favoritenrolle früh gerecht. Leon Mundhenk flankte den Ball butterweich an den Fünfer, wo Mohamed Gouaida zum 1:0 einköpfte (6.). Die Hamburger drückten weiter aufs Tempo. Yaeyoung Seo tauchte nach einem Pass von Gouaida alleine vor Zumbeel auf, doch der Schlussmann der Hildesheimer blieb Sieger (10.). Doch trotz dieser Überlegenheit stand es plötzlich 1:1. Mame Diouf (Bruder von Stoke-Profi Diouf) schickte seinen Teamkollegen Luis Prior Bautista auf die Reise. HSV-Keeper Morten Behrens hätte die Kugel abfangen können, blieb aber im Kasten und war so beim Abschluss chancenlos (14.). Es kam noch schlimmer für die Hausherren, die sich einen klassischen Doppelschlag einfingen. Marvin Ibekwe steckte die Kugel für Mame Diouf durch, der aus spitzem Winkel ebenfalls allein vor Behrens auftauchte und die Gäste aus Niedersachsen in Führung schoss (17.). Der Torschütze musste wenig später aber vom Platz, weil er sich ohne gegnerische Einwirkung vermutlich schwerer verletzte (Muskelfaserriss) (28.). Ein Schock für die Hildesheimer, die dann auch noch den Ausgleich hinnehmen mussten. Mats Köhlert bediente am ersten Pfosten Jatta, der den Ball an die Torumrandung schoss. Von dort sprang die Kugel gegen den Rücken von VfV-Keeper Zumbeel und überquerte so doch die Torlinie – 2:2 (34.)! Hildesheim war trotz der Diouf-Verletzung weiter gut im Spiel. Der für Diouf eingewechselte Thomas Sonntag scheiterte an einer starken Reaktion des HSV-Torwarts, der auch den Nachschuss von Dirzis entschärfte (40.). Nach dder Pause verflachte die Begegnung weiter.

Erst nach einer knappen Stunde meldete sich der Tabellenführer wieder gefährlich vor dem VfV-Kasten. Der eingewechselte Haut schickte Seo wunderbar auf die Reise, der anschließend Jatta bedienen wollte. Doch dieser rutschte aus und konnte die Kugel im Liegen nicht mehr wirklich drücken. Zwar investierten die Hausherren nun wieder mehr in die Partie, der Ball wollte aber nicht über die Linie. Leon Mundhenk bekam auf dem rechten Flügel zu viel Platz zum Flanken und fand in der Mitte Steinmann. Dessen Kopfball ging nur äußerst knapp vorbei (66.). Und auch nur drei Minuten später blieb den Rothosen der Torerfolg verwehrt, als Matti Steinmann Jatta wunderbar in Szene setzte und dieser an Nils Zumbeel scheiterte (69.). Glück dann zehn Minuten vor Ultimo für den HSV: Eine Kopfballabwehr von Mundhenk landete vor den Füßen von Konstantinos Drizis, der nur wenige Zentimeter neben das Tor zielte. HSV-Capitano Sebastian Haut, der kurzfristig für Profi Vasilije Janjicic aus der Startelf flog, bilanzierte: „Insgesamt ist es für uns ärgerlich und zwei verschenkte Punkte. Aber wir haben gut angefangen und ich dachte, dass wir das auch ausnutzen können“, so Haut, der anfügte: „Mit ein bisschen Glück hätten wir auch gewinnen können. Allerdings war auch der Platz sehr schlecht.“ Sein Trainer Christian Titz fand deutliche Worte für den Auftritt: „Uns hat die Bereitschaft gefehlt, gegen den Ball zu arbeiten. In der zweiten Hälfte haben wir etwas besser gestanden. Insgesamt hat aber die Durchschlagskraft gefehlt.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.