Donnerstag, 17. Mai 2018
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2:5-Pleite: HSV III steigt mit viel Anstand ab

Nach nur einer Saison verabschiedet sich der Hamburger SV III wieder aus der Oberliga Hamburg! Im Heimspiel gegen den TSV Sasel setzte es trotz guter Aufholjagd eine 2:5-Pleite, der Abstieg ist damit besiegelt. Dennoch feierten die Rothosen-Fans die Spieler minutenlang nach dem Abpfiff.

Bünyamin Balat traf nicht nur: Er gewann auch diesen Zweikampf gegen Ostermann. Foto: Heiden

„Wir konnten uns in den letzten Wochen ein bisschen auf diesen Abstieg vorbereiten, auch wenn es immer noch eine Rest-Chance gab“, erklärte HSV-Coach Christian Rahn kurz nach dem Abpfiff. Denn trotz Abstieg schien die Stimmung beim HSV III nicht allzu negativ. Fans feierten die Spieler minutenlang nach dem Abpfiff, das Team bedanke sich für den Support. Dabei hatte die Partie für die Rothosen gar nicht gut begonnen. Keine sieben Minuten waren auf der Uhr, als Bene Neumann-Schirmbeck Bünyamin Balat in Szene setzte und dieser die Kugel über HSV-Keeper Yannick Heuer hinweg in die Maschen hebte (7.). Und die Gäste legten schnell nach. Wieder war es Neumann-Schirmbeck, der diesmal Adem Aydin bediente. Aus kurzer Distanz traf der 21-Jährige zum 2:0 für die Zankl-Elf (15.). Doch kurz vor der Pause drehten die Rothosen plötzlich auf, Sasel verlor komplett den Zugriff auf das Spiel. Ein Doppelschlag den Brüdern Augustinovic (34., 36.) ließ die 208 Fans wieder hoffen. Doch noch vor dem Pausentee zerschlug der 3:2-Treffer von Timo Adomat alle Träume der HSV-Anhänger. Nach dem Pausentee war es dann ein Doppel-pack von Bene Neumann-Schirmbeck (64., 90.+3), der den Sasel-Sieg perfekt machte. „Die Hinrunde war mit sieben Punkten einfach zu schlecht, dass man sich nochmal berechtigte Hoffnungen machen konnte.“

Nach dem Abpfiff feierten die HSV III-Fans ihr Team und die Spieler mit Pyro. Foto: Heiden

„Ich glaube aber schon, dass wir eine gute Entwicklung in der Rückrunde genommen haben“, bilanzierte Rahn und fügte an: „Gegen einige Teams haben wir uns auch oft selber geschlagen. Wir hätten es durchaus schaffen können, aber da hätte einiges zusammenkommen müssen.“ In der kommenden Landesliga-Saison hofft der 38-Jährige nun weiterhin auf die Unterstützung der Fans. Rahn: „Wir hoffen, dass uns die Fans auch in der Landesliga weiter begleiten. Auch auswärts war der Support immer super. Da haben wir einen Faustpfand für das nächste Jahr.“ Gäste-Trainer Danny Zankl erklärte: „Als Trainer ist man mit so einem Spiel nicht zufrieden. Es ist bei uns aktuell der Schlendrian drin, vieles ist nicht so einfach. Bei einigen Spielern merkt man, dass die Saison nun ihren Tribut zollt“, so Zankl, der sich vor allen Dingen über die Gegentore ärgerte: „Wir haben den HSV in der ersten Hälfte stark gemacht, die sozusagen wachgekitzelt. Zuvor haben wir gut und einfach gespielt. Heute war es nicht immer schön, aber dafür effektiv. Wir sind aktuell in unserem Spiel nicht so stabil.“ Zeitgleich rettete Sasel mit dem 5:2-Sieg auch den SC Condor vor dem möglichen Abstieg. Zankl abschließend: „Wir haben nicht für Condor gewonnen, sondern für uns. Wenn man sich dort darüber freut, dann freuen wir uns natürlich mit. Condor ist verdient drin geblieben.“

Foto: Heiden

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.