Donnerstag, 23. November 2017
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5:1: Altona ballert sich ins Viertelfinale

Gegen Dersimspor gerade noch im Elfmeterschießen der Blamage entkommen, setzte sich der Altonaer Fußball-Club am Dienstag deutlich souveräner gegen Landesligist TuS Berne durch. 5:1 vor rund 800 Zuschauern an der Berner Allee. Lob gab es danach von AFC-Coach Berkan Algan.

Die Gäste von der Griegstraße starteten wie die Feuerwehr: Samuel Hosseini bediente mit einem Seitenwechsel Ulas Dogan, der die Pille dann mit einem scharfen Schuss in den Sechzehner drosch. Am zweiten Pfosten verpasste Björn Dohrn den Einschlag nur knapp (4.). Deutlich besser machte es der Regionalligist nach rund zwanzig Minuten. Nick Brisevac hielt aus 18 Metern zentraler Position drauf, TuS-Keeper Latendorf konnte die Pille nur nach vorne klatschen lassen. Dort wartete Jan-Ove Edeling, der eiskalt ins lange Eck vollstreckte (20.). Keine fünf Minuten später zappelte die Pille erneut in den Maschen. Nick Brisevac zog von der Sechzehnerkante ab und hämmerte den Ball so zum 2:0 ins Tor (25.). Und die Gäste ließen noch weitere Chancen liegen. Nach einem Bock von Nico Rosenfeld hatte der Berner Glück, dass Dohrn aus seinem Fehler kein Kapital schlagen konnte (34.). Da aber auch Berne-Keeper Latendorf einen guten Tag erwischte und einen Dohrn-Kopfball nur vier Minuten später, mit einem sensationellen Refelx, entschärfte, blieb es zur Pause beim 2:0 für die Griegstraßler. Keine fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da hatte der AFC das Spiel entschieden. Ulas Dogan legte uneigennützig quer für Dohrn, der den Ball ins leere Tor schob (50.). Doch der Landesligist bäumte sich noch einmal auf. Im Gegenzug schlugen die Gastgeber sofort zurück. Matteo Evers steckte den Ball perfekt durch für Lars Richter, der aus spitzem Winkel zum 1:3 traf – AFC-Schlussmann Du Preez sah dabei nicht wirklich gut aus (52.). Kurz keimte also Hoffnung bei der Neben-Elf auf, doch diese wurde zwölf Minuten vor Ultimo zerschlagen. Nick Brisevac bediente den eingewechselten Marco Schulz, der Latendorf überwand und damit das Weiterkommen des AFC unter Dach und Fach brachte (78.). Der ebenfalls eingewechselte Marc Hinze stellte nur fünf Minuten später den 5:1-Endstand her (83.). Kurz darauf war Schluss in Berne.

Berne-Coach Frank Neben bilanzierte anschließend: „Der Sieg für Altona geht in Ordnung. Nach dem 3:1 haben wir natürlich gehofft, noch einmal das Spiel drehen zu können. Aber nach dem 4:1 war das natürlich der Genickbruch“, so der 57-Jährige, der anfügte: „Wir haben versucht diszipliniert zu stehen, waren aber auch in unseren Möglichkeiten gefangen. Gerade Nick Brisevac konnte alle schwierigen Situationen lösen, sowas fehlt uns einfach. Aber genau so muss man gegen Altona auftreten. Am Ende stimmt zwar das Ergebnis nicht, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung“, so Neben, der seinem Team schon eine Chane ausrechnete. “ Ich bin Berufs-Optimist, aber ich baue auch keine Luftschlösser. Wenn ich denken würde, dass wir verlieren, dann dürfte ich gar nicht ins Spiel gehen. Deswegen haben wir uns auf alles eingestellt. Trotzdem ist man als Fussi nach einer Niederlage immer enttäuscht.“ Sein Trainer-Kollege Berkan Algan erklärte: „Wir haben das heute gegen eine sehr quirlige Mannschaft sehr gut gemacht“, fiel das Fazit kurz und knapp aus. Als Favorit auf den Pokalsieg sieht sich der AFC-Coach aber nicht. „Jede Mannschaft ist nun auf ihre Art und Weise Favorit. Der Pokal ist immer eine sehr schwierige Schlittschuhfahrt, bei der man nicht auf glattes Eis treffen darf. Dafür muss dann die Einstellung stimmen“, so der 40-Jährige, der eine einfache Antwort auf die unterschiedlichen Gegner hatte. „Fußball ist im Moment ein Tempo-Spiel. Und wenn man auf so einem Teppich spielt, wie heute in Berne, dann fällt uns das natürlich leichter, als wenn wir bei Dersimspor in einem Sandkasten kicken. Natürlich kann man im Pokal aber auch auf Gehölz spielen. Das muss nicht sein, kann aber passieren“, ergänzte Algan, der mit Tobias Grubba überraschend einen Torhüter als Feldspieler aufbot. Algan scherzend abschließend: Seine Einsatzchance war natürlich sehr groß. Nein, Spaß! Dann hätte er mich schon brutal bestechen müssen.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.