Donnerstag, 23. November 2017
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6:0! Rothosen-U21 deklassiert Oldenburg

Die Hamburger SV U21 baut die Tabellenführung eindrucksvoll aus. Vor 531 Fans deklassierten die Rothosen den VfB Oldenburg auf ganzer Linie. Denn: Bereits vor Pause führten die Hamburger mit 6:0! Erst nach der Halbzeit wurde es ruhiger. HSV-Stürmer Törles Knöll ließ es erneut Tore regnen.

Ein besonderer Torjubel: Zum 2:0 gab’s ein Flick-Flack von Moritz Kwarteng. Foto: KBS-Picture

Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Mohamed Gouaida drang nach vier Minuten in den VfB-Sechzehner ein und ließ zwei Olden-burger stehen. Anschließend musste der 24-Jährige den Ball nur noch für Törles Knöll quer legen, aus aus kurzer Distanz einnetzte (4.). Die frühe Führung für die Hanseaten. Zu diesem Zeitpunkt ahnte allerdings noch niemand, was sich in den noch fehlenden 40 Minuten abspielen würde. Die Gäste aus Niedersachsen schienen komplett von der Rolle. Nur sieben Minuten später: Gouaida schickte Moritz Kwarteng mit einem schönen Pass auf die Reise, der vor VfB-Keeper Hrvoje Bukovski ganz cool blieb und die Kugel über die Linie chipte (11.). Von der Ehlers-Elf kam nicht wirklich viel, bereits nach etwas mehr als zwanzig Minuten vergaben die Hamburger die Entscheidung. Matti Steinmann bediente Bakery Jatta, doch der Gambier überlegte zu lange (23.). 180 Sekunden später war die Partie dann bereits gegessen. Steinmann legte den Ball quer für Gouaida, der einen Haken schlug und dann eiskalt aus sieben Metern vollstreckte (26.). Für die Gäste kam es nur zwei Minuten darauf noch schlimmer. Mundhenk brachte die Kugel von rechts in die Box, wo Jatta seine Chance nutzte und auf 4:0 erhöhte (28.). Oldenburg schien sich aufgegeben zu haben, der HSV kombinierte sich weiter nach vorne. Törles Knöll lief aus spitzem Winkel auf den Kasten zu und blieb eiskalt – machte den fünften Treffer (35.). Quasi mit dem Pausenpfiff machten die Rothosen dann sogar noch das halbe Dutzend voll. Knöll haute den Ball, durch die Beine von VfB-Keeper Bukovski, ins Tor (44.). Nach der Pause passierte nichts mehr.

Könnte sich vorstellen, Torschützenkönig zu werden: HSV-Knipser Knöll. Foto: KBS-Picture

„Wir haben das Spiel dominiert und deshalb auch verdient gewonnen. Mit dem Gegner hatte ich kein Mitleid, gerade weil man für sich selbst immer probiert, das Beste herauszuholen. Als Mannschaft wird man auch an Toren nie statt – auch nicht nach dem 5:0, oder 6:0. Wer da fahrlässig wird, der ist hier fehl am Platz“, erklärte HSV-Knipser Törles Knöll nach dem Abpfiff und fügte an: „Es wäre für mich natürlich sehr schön, Torschützenkönig zu werden. Das wäre optimal“, so der 20-Jährige, der nun auf seinen Einsatz im Profi-Kader wartet. „Ich denke schon, dass das eine Bewerbung für oben ist. Natürlich möchte ich mich gerne für die erste Mannschaft empfehlen. Die Entscheidung dazu habe ich allerdings nicht selber in der Hand“, stellte Knöll deutlich klar. VfB-Coach Stephan Ehlers zeigte sich erschrocken von der Leistung seiner Mannschaft. „Das ist eine maximal bittere Niederlage. In den letzten Spielen schienen wir so gefestigt, dass ich mit so einer Abfuhr nicht gerechnet habe“, erklärte Ehlers und fügte an: „Wir haben den HSV nur begleitet. Und dann ist auch die Taktik egal, weil man so keinen Blumentopf gewinnen kann“, so der 47-Jährige, der sogar noch deutlicher wurde: „Ich muss mich bei den Fans entschuldigen. Der Support war heute das Beste am Spiel von uns.“ HSV-Coach Christian Titz lobte vor allem die Eigeninitiative: „Wir bereiten unsere Mannschaft vor, wollen aber auch, dass die Jungs selber Verantwortung übernehmen. Und das haben heute alle eindrucksvoll gezeigt“, bilanzierte Titz und erklärte abschließend: „Gerade wenn man das Coaching von Steinmann, Haut und Gouaida sieht. Das war unsere stärkste Halbzeit der Saison.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.