Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Bergmann-Freistoß: Vicky neuer Spitzenreiter

Der SC Victoria Hamburg ist neuer Spitzenreiter in der Oberliga Hamburg! Am Freitagabend drehte die Truppe von Coach Jean-Pierre Richter einen 0:1-Rückstand gegen den Niendorfer TSV noch in einen 2:1-Sieg. Den goldenen Freistoßtreffer für die Blau-Gelben erzielte Kapitän Mirco Bergmann.

Furkan Aydin (li.) im harten Zweikampf mit dem ehemaligen Profi Marvin Karow. Foto: KBS-Picture

„Ich habe die ganze Zeit daran geglaubt, dass wir noch gewinnen“, freute sich Vicky-Trainer Jean-Pierre Richter nach dem Schlusspfiff über den zweiten Dreier im zweiten Oberligaspiel. Denn gerade in der ersten Hälfte hätte man durchaus das Gefühl haben können, dass der Niendorfer TSV den Blau-Gelben die Punkte wegschnappt. Die Hausherren kam deutlich besser in die Partie, hätten nach 20 Minuten bereits führen müssen. Magnus Hartwig hob den Ball über die Vicky-Abwehr in den Sechzehner, wo Pascal Ehrenberg SCV-Keeper Dennis Lohmann überlupfte. Yannick Petzschke konnte in letzter Minute auf der Linie klären (19.). Neun Minuten später konnte die Farhadi-Equipe dann jubeln: Nach einem Abschluss aus spitzem Winkel von Leon Meyer konnte Lohmann die Pille nur klatschen lassen – der ehemalige Blau-Gelbe Tarik Abdalla stand goldrichtig, drückte den Abpraller über die Linie (28.). Die Gastgeber hatten nun Blut geleckt: Über Ehrenberg und Wilhelm landete die Pille bei Hartwig, der von der Sechzehnerkante abzog – Petzschke warf sich im letzten Moment dazwischen. Noch vor der Pause folgte dann die kalte Dusche für den NTSV. Nick Scharkowski wurde im Sechzehner von Tim Krüger gelegt, Referee Pfefferkorn zeigte sofort auf den Punkt. Luca Ernst verwandelte zum 1:1-Ausgleich. „Die erste Halbzeit war echt nicht gut von uns. Da kann man am Ende froh sein, wenn man mit dem 1:1 in die Pause geht“, bilanzierte Richter.

Ernst (re.) hatte beim Ausgleich Glück, Melzer war noch mit den Fingerspitzen dran. Foto: KBS-Picture

Die zweite Hälfte begann mit einem Schock-Moment für die Gastgeber: Nach einem Zweikampf blieb Magnus Hartwig am Boden liegen und krümmte sich vor Schmerzen. Tore Schütt ersetzte den ansonsten auffälligen 24-Jährigen. Keine sechs Minuten später steckte Strömer die Pille wunderbar für Furkan Aydin durch, der aus kurzer Distanz aber in NTSV-Keeper Rene Melzer seinen Meister fand (55.). Zehn Minuten später hatten die Gäste dann Dusel, nachdem Sepeher Nikroo einen Wilhelm-Freistoß abfälschte, dass die Kugel nur den Querbalken touchierte. Sieben Minuten vor dem Ende tüteten die Hoheluftler dann den Dreier ein: Nikroo wurde auf dem rechten Flügel gefoult und bekam einen Freistoß zugesprochen. Diesen führte Mirco Bergmann mit Schnitt auf den zweiten Pfosten aus, die Kugel flog an Freund und Feind vorbei ins lange Eck (83.). Pech für die Gastgeber: Keine 60 Sekunden später rettete Lohmann per Glanztat, eine Minute vor Ultimo traf Ilyas Afsin nur den Außenpfosten. „Die haben am Ende verdient gewonnen. Aber dieser Freistoß darf so nicht reingehen“, ärgerte sich NTSV-Coach Ali Farhadi, der anfügte: „Ansonsten habe ich uns sehr stark gesehen. Es war hier keiner der beiden Teams überlegen. Unterm Strich muss man sich jetzt schütteln und dann im Pokal weitermachen“, so der Deutsch-Iraner weiter. Richter erklärte abschließend: „Es war ein schwerer Sieg. Wir hatten schon etwas Dusel am Ende.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.