Donnerstag, 24. Mai 2018
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Dasse siegt in Niendorf: Noch ein Punkt zum Titel

Nun ist der fünfte Oberliga-Titel in Folge zum Greifen nahe: Beim Niendorfer TSV setzte sich die TuS Dassendorf souverän mit 2:0 durch. Der NTSV hatte einfach keine Chance, wie Dasse-Trainer Martens befand. Zwei Verletzte bereiten dem Spitzenreiter allerdings einen Wermutstropfen.

Der Vicky-Sieg vom vergangenen Freitag trübte etwas die Dassendorf-Feierstimmung. Hätten die Mannen von der Hoheluft gegen Sasel nicht gepunktet, wäre dem Spitzenreiter bereits an diesem Spieltag der Ligatitel möglich gewesen. Umso mehr galt es auswärts beim Niendorfer TSV leistungsmäßig nochmal aus dem Vollem zu schöpfen und entsprechende Feierlichkeiten auf das nächste Wochenende zu verschieben. Den besseren Start erwischten allerdings die Hausherren, die sich gerne noch den Vize-Titel sichern würden. Kutschke versuchte es zweimal zwanzig Meter vor den Tor, doch seine Versuche waren kein Problem für Rückkehrer Christian Gruhne. Den Gästen viel offensiv nicht allzu viel ein. Auf dem holprigen Niendorfer Rasen versprangen viele Bälle. Die Defensivreihe des NTSV machte es zu Beginn sehr diszipliniert. Und auch offensiv setzte die Farhadi-Truppe weiter Akzente. Nach einem Afsin-Freistoß kam Adam Benn an die Kugel. Sein Kopfball ging nur knapp über das TuS-Gehäuse. Einhergehend mit dem bis dato nüchternen Spielverlauf der Gäste ging es für Rinik Carolus nicht mehr weiter. Der Linksverteidiger musste mit Leistenproblemen für Lennart Müller weichen. In der Folge wurde die TuS gefährlicher. Sven Möller brachte einen Freist0ß aus 40 Metern mit einer atemberaubenden Flugkurve vor das Niendorfer Tor. Die Kugel segelte perfekt auf Joe Warmbier, der am zweiten Pfosten stehend, nur einzuköpfen musste. Niendorf-Keeper Metzler war aber zur Stelle und bewahrte das 0:0. Kurz darauf sollte es dennoch zur Dasse-Führung kommen. Sascha Steinfeldt verlagerte zu Pascal Nägele, der zum Strafraum zog und den Ball aus spitzem Winkel in die lange Ecke bugsierte (36.). Die Führung sollte auch in den zweiten Abschnitt hinein bestand halten. Dort gab es aber den nächsten Nackenschlag für das Wendelweg-Team.

Nach Carolus musste auch Henrik Dettmann verletzt raus. Andre Ladendorf rückte neu rein. Das Spiel aber lag nun endgültig in der Hand der Wendelwegler. Niendorf agierte viel zu destruktiv, brachte nach vorne gar nichts mehr zustande. Sven Möller brachte die Kugel in den Strafraum, wo Müller am langen Pfosten per Kopf in die Mitte legte. Marcel von Walsleben-Schied stand in der Mitte richtig und staubte, wie so oft, zum Torerfolg ab (65.). Kurz darauf musste Niendorfs Krüger wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Feld. Laut eigener Aussage hatte er zu Schiedsrichter Gawron gesagt „Schiri, was ist denn los mit dir?“. Eine harte Entscheidung, wie auch Niendorf-Coach Farhadi befand: „Der Schiedsrichter lässt sich vorher von Dassendorf-Spielern belabern und gibt uns dann für sowas die Gelb-Rote Karte. Kein Fingerspitzengefühl, keine klare Linie gehabt. Wie ich fand, ist dem Schiri das Spiel aus der Hand geglitten. Ärgerlich für meine Jungs.“ Ein Aufbäumen suchte man beim NTSV vergeblich. In den Schlussminuten hätten die Gäste sogar auf 3:0 erhöhen können. Kurczynski traf allerdings knapp vorbei, während Sven Möller noch an den Außenpfosten schoss. Drei Punkte am Ende für den Liga-Primus, dem nun nur noch ein Punkt fehlt, um aus eigener Hand Meister zu werden. Dasse-Coach Martens zeigte sich zufrieden: „Wir haben es total souverän erledigt, eine klasse Einstellung gehabt. Das war ein Spiegelbild dessen, was die Mannschaft seit eineinhalb Jahren macht. Immer die Mentalität, das Spiel gewinnen zu wollen. Niendorf hatte einfach keine Chance. Wir haben einen starken Gegner im Zaun gehalten. Das kann man gar nicht anders sagen. Wir wollen jetzt auch nächsten Freitag gewinnen, über ein Unentschieden reden wir gar nicht.“ Das Bier für die Meisterschafts-Feierlickeiten dürfte man dann bereitsschon kalt gestellt haben.

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Über Johannes Kramer

Johannes Kramer
Redakteur: Seine Fußballbegeisterung hat Johannes mittlerweile auch auf den Amateurbereich ausgeweitet. Sofern der Abiturient nicht die Schulbank drücken muss, verschlägt es ihn häufig auf die Hamburger Fußballplätze, wo er sich bereits bestens auszukennen weiß.