Montag, 25. September 2017
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Dassendorf: Louca krönt Traum-Saisonstart

Zwölf Punkte aus vier Spielen: Oberliga-Primus TuS Dassendorf holte sich am Sonntagabend nicht nur die Tabellenführung zurück, sondern drehte auch einen 0:1-Rückstand noch in einen Auswärts-Dreier. Pascal Nägele und Samuel Louca lassen den Dauer-Meister vom Platz an der Sonne grüßen.

Tim Vollmer feierte die zwischenzeitlich verdiente 1:0-Führung des Wedeler TSV. Foto: KBS-Picture
Tim Vollmer feierte die zwischenzeitlich verdiente 1:0-Führung des Wedeler TSV. Foto: KBS-Picture

Die Partie im Elbe-Stadion begann relativ unspektakulär: Beide Mannschaften belauerten sich zuerst einmal, Rinik Carolus prüfte nach neun Minuten zum ersten Mal Stefan Steen im Kasten des Wedeler TSV. Drei Minuten später probierte es Fernando Roesler mit einem Schuss aus der Distanz, der Christian Gruhne aber vor keine Probleme stellte. Die Großkopf-Schützlinge kamen in der Folge mehr und mehr ins Rollen: Nach einer Dassendorf-Ecke kamen die Grün-Weißen zur Konterchance, die Ali Moslehe allerdings schlecht ausspielte. Roesler brachte die Kugel im zweiten Versuch in die Box zu Tim Jeske, dessen Kopfball aber im Seitenaus landete. Die dickste Chance im ersten Abschnitt ließ Samuel Louca für die Wendelwegler liegen, scheiterte aus kurzer Distanz an Wedel-Schlussmann Steen (25.). Kurze Zeit später schepperte es am Aluminium: Nach einem Freistoß von Soner Hayran stieg Tim Vollmer im Fünfmeterraum am höchsten und nickte die Pille nur gegen den Querbalken. Kurz vor der Pause gab es dann die kalte Dusche für „Dasse“. Ein Hayran-Freistoß wurde in erster Instanz geblockt, beim zweiten Versuch stocherte Wedel-Capitano Tim Vollmer die Kugel über die Linie (41.). Nach dem Seitenwechsel drehten die Dassendorfer dann aber auf und entschieden die Partie sogar zu Gunsten des Oberliga-Primus – dank Samuel Louca. Bereits kurz nach Wiederanpfiff verpasste Maximilian Dittrich die große Chance zum Ausgleich, zuvor hatte Steen bereits einen von Walsleben-Schied-Kopfball sensationell aus dem oberen Giebel gefischt. Drei Zeigerumdrehungen später jubelten die Gäste dann doch. Rinik Carolus flankte von der linken Außenbahn, den ersten Kopfball von Pascal Nägele konnte Stefan Steen noch vor der Linie retten.

Entschied die Partie zu Gunsten von „Dasse“: Samuel Louca traf zum 2:1. Foto: KBS-Picture

Beim zweiten Abschluss war der Wedel-Keeper dann aber machtlos (56.). „Beim 1:1 schlafen wir, als eine Flanke über die linke Seite kommt“, erklärte Großkopf anschließend. Fast exakt zehn Minuten später machte „Dasse“ den Sieg perfekt. Samuel Louca ließ seine Farben jubeln und netzte zum 2:1 für die Gäste aus dem Sachsenwald ein. Großkopf: „Das zweite Tor kann man fast gar nicht verteidigen.“ Die Gastgeber warfen zwar noch einmal alles nach vorne, der Lucky-Punch blieb aber aus. Torschütze Samuel Louca strahlte über das gesamte Gesicht: „Das Tor war nicht nur mein Verdienst. Das fing schon hinten beim Torwart an und dann haben wir das gut rausgespielt. Dann war das natürlich ein guter Abschluss. Ich bin einfach glücklich über diesen Sieg“, so der entscheidende Torschütze. „Wenn Dassendorf nicht Meister wird, dann läuft da irgendetwas falsch“, kommentierte Wedel-Coach Jörn Großkopf nach der 1:2-Niederlage. „Von der Leiden-schaft und dem Einsatz hat bei uns heute nichts gefehlt, zudem haben wir verdient das 1:0 gemacht. Dassendorf hat große Ambitionen, dieses Jahr den fünften Titel in Folge zu holen. Die haben auf jeder Position unglaubliche Möglichkeiten“, so Großkopf weiter, der anschließend ergänzte: „Aber wenn man sie so bekämpft wie wir, dann kann man die auch mal ärgern. Ob der Sieg für Dassendorf verdient ist, wage ich mal arg zu bezweifeln.“ TuS-Trainer Peter Martens bilanzierte: „Wir sind nicht richtig ins Pressing gekommen und haben dann viele Freistöße zugelassen. Wedel hatte dann natürlich leichtes Übergewicht an Chancen in der ersten Halbzeit“, befand Martens, der dennoch erklärte: „In der zweiten Halbzeit haben wir dann mehr Fußball gespielt. Wir sind sehr spielstark und haben es dann genutzt. Das waren großartige Angriffe, die wir gefahren haben.“ Trotzdem ruft der Coach zur Besonnenheit auf: „Wir haben trotz des guten Starts noch 30 Spiele vor uns. Das ist ein so langer Weg, bis zur Meisterschaft“, so Martens.

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.