Dienstag, 24. April 2018
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Effektive Gossow-Elf schlägt Süderelbe

2:0 für Concordia gegen den FC Süderelbe! Während die Gäste den ersten Abschnitt dominieren und mehrere Hochkaräter liegen lassen, zeigt sich die Truppe vom Bekkamp gnadenlos effektiv. Benjamin Bambur avanciert zum Mann Tages und besiegelt einen letztendlich souveränen Erfolg.

„So einen Gegner muss man schlagen. Gegen so eine passive Mannschaft hatten wir das Zepter komplett in der Hand“, resümierte Süderelbe-Coach Markus Walek ein Spiel, das wie gemalt für altbekannte Fußball-Weisheiten war. Machst du die Dinger vorne nicht, kriegst du sie hinten. Vor allem in der ersten Hälfte traf der Satz nur allzu gut auf den Spielverlauf zu. Bereits in den Anfangsminuten war Concordia die angesprochene Passivität abzuerkennen. Süderelbe-Stürmer Claus zog nach drei Minuten an Verteidiger Kastl vorbei und verzog freistehend vor Keeper Frederic Böse beim Versuch, das Leder in der langen Ecke unterzubringen. In der Folge blieben die Gäste das aktivere Team. Bei der Mannschaft um Rückkehrer Alexander Mucunski lief der Ball gut. Außenverteidiger Golke rückte oftmals mit auf und sorgte über den rechten Flügel für Gefahr. Beide Teams aber, agierten im letzten Angriffsdrittel zu inkonsequent. Über weite Strecken wurde den 67 Zuschauern, die sich bei eisigen Temperaturen an den Bekkamp begeben hatten,  fußballerische Magerkost geboten. Erst ein langer Ball von Simon Keisef sollte nach gut einer halben Stunde wieder für Gefahr sorgen. In der Spitze lauerte Claus, der vor dem herauseilenden Böse einschussbereit gewesen wäre, doch Ricardo Balzis klärte noch im letzten Moment. In Minute 40 hätte es aber endgültig klingeln müssen. Ian-Prescott Claus, der ab Sommer für BU auflaufen wird, kam im Strafraum zentraler Position zum Schuss, doch setzte die Kugel um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei. Genau im Gegenzug gelang Cordi-Stürmer Bambur nach Zuspiel von Oliveira plötzlich der Führungstreffer (43.). Ein Tor aus dem Nichts, was selbst beim Cordi-Anhang ungläubig vernommen wurde. Doch nach dem Seitenwechsel agierte die Truppe von Florian Gossow stabiler und wurde der Führung gerecht.

Direkt nach Wiederanpfiff bediente Zschimmer per Flanke Oliveira, dessen Volley nur am Knapp am Tor vorbei am Außennetz abprallte. Kurz darauf kombinierte sich Zschimmer mit Bambur in den Süderelbe-Strafraum, wo der groß gewachsene Angreifer aber am Ball vorbeischlug. Der mittlerweile verdiente Ausbau der Führung sollte aber dennoch gelingen. Stegmann schickte Zschimmer mit einem langen Ball, wodurch Torhüter Ceylani den Ball klärend, seinen Kasten verließ. Die Kugel fiel vor die Füße von Bambur, der ohne zu fackeln abzog und aus 30 Metern Entfernung das 2:0 eintütete. Beinahe wäre dem Stürmer wenige Minuten später noch der Dreierpack gelungen, doch beim Versuch, Ceylani im Sechzehner zu umkurven, blieb der Oberliga Torschützenkönig von 2016 am Süderelbe-Schlussmann hängen. Von den Gäste war in Hälfte zwei offensiv wenig zu vermelden. Ein Fernschuss von Claus, den Böse mühelos über die Latte lenkte, blieb die gefährlichste  Aktion in den zweiten 45 Minuten. Spektakulär wurde es am Ende nochmal, als der eingewechselte Abou-Khalil zwei Hundertprozentige kläglich liegen ließ. Erst schob er freistehend die Kugel am Tor vorbei, dann traf er vor dem leeren Gäste-Gehäuse nur den Innenpfosten. Letztlich irrelevant für den Heimerfolg, der nach 90 Minuten zu Buche stand. Concordia-Trainer Florian Gossow zeigte sich mit dem Sieg zufrieden, nachdem er in der Pause deutliche Worte fand: „Für mich war Süderelbe eigentlich gar nicht so stark. Mit der Leistung hätte wir gegen stärkere Gegner richtige Probleme bekommen. Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie ihre Chance nutzen sollen, weil das heute reichen würde. Von daher war Süderelbe heute eigentlich der richtige Gegner für uns. “

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Über Johannes Kramer

Johannes Kramer
Redakteur: Seine Fußballbegeisterung hat Johannes mittlerweile auch auf den Amateurbereich ausgeweitet. Sofern der Abiturient nicht die Schulbank drücken muss, verschlägt es ihn häufig auf die Hamburger Fußballplätze, wo er sich bereits bestens auszukennen weiß.