Samstag, 16. Dezember 2017
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HSV II trifft spät – Ambrosius rettet Herbstmeisterschaft

Mission „Herbstmeisterschaft“ gepackt! Vor 450 Fans reichte der Hamburger SV U21 ein 1:1-Remis gegen den SC Weiche Flensburg 08. Dabei sah es nach 90 Minuten gar nicht so rosig für den HSV aus. Stephan Ambrosius drückte die Pille erst in der Nachspielzeit zum Ausgleich über die Linie.

„Unglaubliches Gefühl! Als Verteidiger mache ich nicht so oft Tore“, war Stephan Ambrosius die Erleicht-erung nach dem Abpfiff deutlich anzumerken. Nur wenige Minuten zuvor hatte der Innenverteidiger der Rothosen spät den wichtigen Ausgleich erzielt, die zweite Niederlage in Folge damit abgewendet. „Am Anfang dachte ich sogar, dass ich im Abseits stehe. Es war dann natürlich ein geiles Gefühl, als wir alle zusammen gefeiert haben. Sonst bin ich in der Mannschaft der torungefährlichste Spieler“, grinste Ambrosius weiter. Auf tiefem Geläuf hatten beide Mannschaften zu Beginn ihre Probleme, die erste dickte Gelegenheit hatten die Hausherren aber schon nach fünf Minuten. Nach einem Doppelpass zwischen Mats Köhlert und Leon Mundhenk war letzterer über den Flügel durch und bediente im Fünfer HSV-Stürmer Törles Knöll. Dieser rutsche allerdings aus und verpasste so den Einschlag. Die Schleswig-Holsteiner standen in der Defensive meist sicher, konnten sich eine Viertelstunde später aber bei ihrem Keeper bedanken, dass es weiterhin 0:0 stand. Törles Knöll ließ im Sechzener einen Gegenspieler aussteigen und stand plötzlich frei vor Keeper Florian Kirschke. Doch der Weiche-Schlussmann blieb Sieger, den Nachschuss hämmerte Henrik Giese aus 35 Metern nur gegen den Pfosten (20.). Die beste Chance der Gäste in Abschnitt eins vergab Kevin Schulz, dem nur wenige Zentimeter zur Vollendung der Empen-Hereingabe fehlten (22.). Die dickste HSV-Möglichkeit vor der Pause: Moritz Kwarteng tanzte im Mittelfeld zwei seiner Gegenspieler aus und schickte dann Törles Knöll auf die Reise, der den Ball noch einmal für Köhlert ablegte. Dieser fand in 08-Torwart Kirschke aber seinen Meister (28.). Halbzeit!

Nach einer guten Stunde ließen die Rothosen dann erneut eine dicke Möglichkeit liegen, diesmal scheiterte Ambrosius an Kirschke (59.). Und nur sieben Minuten später hätte es erneut klingeln können. Mortiz Kwarteng ließ an der Sechzehner-kante Jannick Ostermann aussteigen und wollte die Kugel dann ins rechte untere Eck zirkeln. Doch sein Abschluss landete knapp neben dem rechten Pfosten (66.). Eine Viertelstunde vor dem Ende hatten die Hamburger dann großes Glück. Nach einem Eckball von Jonas Walter stieg Kevin Schulz am ersten Pfosten am höchsten, köpfte aber vorbei (74.). Fünf Minuten vor Ultimo zappelte der Ball dann aber doch etwas überraschend im HSV-Netz. Patrick Thomsen drückte die Kugel per Kopf aus kurzer Distanz über die Linie (85.). Die meisten Zuschauer hatten sich bereits mit der zweiten HSV-Pleite in Folge abgefunden, da kam die zweite Minute der Nachspielzeit. Köhlert hämmerte aus 16 Metern drauf, der Ball wird nach halblinks abgefälscht. Dort stand Ambrosius, der aus spitzem Winkel zum Ausgleich einschob. „Alles, was wir bisher abgerufen haben, war top. Mit Ausnahme der Partie in Braunschweig“, so Ambrosius, der scherzend anfügte: „Wo wir nun feiern, weiß ich gar nicht. Ich bin nicht so der Typ, der da nachhakt. Aber morgen ist um neun Uhr Training.“ Sein Coach Christian Titz bilanzierte: „Über die gesamte Spieldauer ist uns ein Sieg heute leider nicht geglückt. Wenn man nur die letzten Szenen betrachtet, dann war der späte Punkt natürlich etwas glücklich für uns. Mir bedeutet aber auch die Herbstmeisterschaft nichts. Abgerechnet wird am Ende der Saison“, so Titz, der abschließend anfügte: „Es freut mich für Stephan umso mehr, weil er seit Wochen konstant gute Leistung bringt.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.