Donnerstag, 23. November 2017
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Klookschieter: Dementi von Gossow – „Futsal-Verbot“ bei T05

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer wöchentlichen Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Das Dementi von Cordi-Trainer Florian Gossow und das Futsal-Verbot bei T05.

Das war ein klassisches Eigentor und diese tun bekanntlich immer noch doller weh: Am Samstag, auf der Pressekonferenz am Curslacker Gramkowweg, dementierte Cordi-Coach Florian Gossow seine Beleidigung („Du kleiner Wichser“) vom vergangenen Wochenende gegen den Niendorfer Spieler Pascal Ehrenberg. Laut Gossow wären die Artikel von mir und den Kollegen von „FussiFreunde“ falsch dargestellt worden. Auch deshalb wurde dieses Thema unter der Woche nicht in der Mannschaftsbesprechung angesprochen. So jedenfalls die Begründung von Gossow. Dumm nur, dass es Tonaufnahmen gibt, wo Herr Gossow seine Beleidigung sogar bestätigt. Dumm nur, dass Herr Gossow bereits am vergangenen Sonntag seine Aussage verteidigt hat. Dumm nur, dass es mindestens zehn Leute an der Seitenlinie auch gehört haben. Warum Herr Gossow dann öffentlich weiter Lügen verbreitet, wird wohl sein eigenes Geheimnis bleiben. Aber vielleicht sucht man gerade einen Sündenbock für die eigenen Fehler, die man sich selbst nicht einmal eingestehen kann. Man könnte nun natürlich spekulieren, warum es kein Gespräch mit der Mannschaft über so eine unrühmliche Aussage gab. Vielleicht, weil Herr Gossow zurecht Angst um seinen Job hat, den nahezu jeder andere Oberliga-Trainer nach so einer Aussage mit Sicherheit los gewesen wäre. Ich kann nur mutmaßen, eine offizielle Stellungnahme des Vereins lässt nämlich bis heute auf sich warten. Und auch die Rückendeckung aus dem eigenen Verein geht immer mehr flöten, auch wenn man sich sportlich inzwischen (drei Siege in Folge) gefangen hat. Wessen Verdienst das ist, sei an dieser Stelle einfach mal dahin gestellt. Es bleibt also abzuwarten, ob in den kommenden Tagen doch Konsequenzen folgen, die eigentlich schon letzte Woche hätten getroffen werden müssen. Ich glaube es jedenfalls nicht.

Genauso unglaublich scheint die nächste Geschichte. Denn: Teutonia 05 hat seinen eigenen Spielern ein Futsal-Verbot aufgelegt. 24 Stunden vor einem eigenen Oberligaspiel dürfen die Oberliga-Kicker von der Kreuzkirche nun nicht mehr für ihren Futsal-Klub spielen. Der Grund? Den konnte auch T05-Coach Sören Titze am Sonntagmorgen auf der Pressekonferenz, nach dem Spiel gegen TuS Osdorf, nicht erklären. Nach meinen Informationen soll Coach Titze in einer Besprechung dem Team mitgeteilt haben, dass ein T05-Sponsor (Name der Red. bekannt) diese Einsätze nicht mehr wünscht. Dabei hatte eben genau dieser Sponsor nur wenige Woche zuvor seine Begeisterung über die neue Sportart, nach einem Spiel der HSV Panthers, verkündet. Was jetzt richtig ist? Im Endeffekt weiß es nur Trainer Titze selbst. Interessant ist allerdings der Umstand, dass besagte 24-Stunden-Sperre nicht bereits seit Saisonbeginn zählt, sondern erst seit den letzten – nicht unbedingt so erfolgreichen – Wochen in Ottensen. Böse Zungen behaupten zudem, dass Coach Titze den sportlichen Misserfolg in der Oberliga auch mit den Futsal-Aktivitäten seiner Kicker in Verbindung bringt. Ob das nicht etwas weit her geholt ist? So oder so: In erster Linie fördert Futsal das kreative Denken der Spieler auf dem Feld, zudem verbessert sich die Raumaufteilung der Akteure. Aber es scheint an der Kreuzkirche aktuell ein Sündenbock her zu müssen. Da kommt der ungebliebe Futsal natürlich gerade recht. Am bitteresten ist diese Situation natürlich für die zahlreichen T05-Kicker, denen nun die Chance auf ihr größstes Hobby genommen wird. Aber anscheinend auch nicht allen. Kurios: Stefan Winkel durfte am Samstagabend in der Sporthalle Wandsbek für die HSV Panthers ran. Wollte man da auch eine Konfrontation mit dem DFB vermeiden? Wieder kann man nur mutmaßen.

(Der Autor vertritt seine Meinung unabhängig von der Redaktion!)

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.