Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Kwarteng flickflackt HSV II zum Derbysieg

Die Hamburger SV U21 grüßt wieder von ganz oben: Vor 640 Zuschauern gewannen die Rothosen das Derby gegen die U23 des FC Sankt Pauli mit 3:1. Moritz „Momo“ Kwarteng sorgte dabei für einen sehenswerten Torjubel. Zwischenzeitlich schockte Matti Steinmann seine eigenen Fans.

Matti Steinmann (re.) verliert die Kugel an Choi. Kurz darauf ist der Ball drin. Foto: KBS-Picture

Die Rothosen von Coach Christian Titz begannen mit einem Blitzstart: Leon Mundhenk drang auf der rechten Seite in den Strafraum ein und legte die Kugel quer für Mohamed Gouaida. Dieser hatte viel Platz und guckte sich die linke untere Ecke aus, ließ FCSP-Keeper Brodersen keine Abwehrchance (5.). Die frühe Führung für die Hausherren, die aber bereits im Gegenzug wackelte. Dario Kovacic hatte zu viel Freiraum und konnte so Kyoung-Rok Choi auf die Reise schicken. Dieser scheiterte im eins gegen eins an HSV-Keeper Tom Mickel (6.). Die Titz-Truppe verwaltete in der Folge die Führung, Torchancen gab es auf beiden Seiten keine. Bis kurz vor der Halbzeit! Törles Knöll wurde auf die Reise geschickt und Joel Keller konnte nur schwer mithalten. Im Sechzehner ging Knöll zu Boden, Referee Thiemann ließ allerdings weiterspielen (37.). Ein Bock von Matti Steinmann leitete dann noch vor der Pause den Ausgleich ein. Steinmann kann einen Mickel-Pass nicht annehmen und macht so den Weg frei für FCSP-Profi Kyoung-Rok Choi, der aus der Distanz abzog und anschließend den Ausgleich feierte (43.). Doch die Rothosen hatten nach der Pause die passende Antwort parat. Knöll drang über rechts in den Strafraum ein und wollte eigentlich den mitgelaufenen Moritz Kwarteng bedienen. Brian Koglin rutschte in die Kugel und der Ball flog per Bogenlampe direkt unter die Latte (46.). Die Kiezkicker warfen anschließend noch einmal alles nach vorne, kamen allerdings zu keiner größeren Torchance mehr. Fabian Gmeiner setzte drei Minuten vor Ultimo seinen Schuss nur gegen den Außenpfosten, Moritz Kwarteng machte es quasi mit dem Abpfiff besser und vollendete ein schönes Solo mit dem 3:1-Siegtreffer. Umso schöner: Der tolle Flick-Flack im Anschluss.

Moritz „Momo“ Kwarteng schiebt die Kugel zum umjubelten 3:1 über die Linie. Foto: KBS-Picture

„Da ich meine Mutter nicht auf der Tribüne gesehen habe, wollte ich mir das heute einmal erlauben“, verriet der 19-jährige Deutsch-Gahaner im Anschluss, der erst vor der Saison von der TSG Hoffenheim an die Elbe wechselte und bis vergangenen Montag sich sogar mit einer Erkältung herumplagte. Und weiter: „Ich habe die Chance gesehen, ein Tor zu machen. Deshalb bin ich auch in der letzten Minute nochmal los gesprintet. Das hat sich zum Glück ausgezahlt“, so der Deutsch-Ganaher weiter, der schon früh den Flick-Flack beherrschte. „Das kann ich schon, seitdem ich zehn bin. Normalerweise mache ich ja keine Tore. Also dachte ich, dass ich mir das heute mal erlauben kann.“ Von seinem Trainer Christian Titz gibt es trotz dem Profi-Unfall mit Nicolai Müller kein Jubel-Verbot. „Nicolai hat ja anders gejubelt, deshalb war das schon okay. Ich wusste bereits, dass er das kann“, grinste Titz auf der Pressekonferenz und fügte an: „Ab der 25 Minute haben wir angefangen, dass Ergebnis zu verwalten und dann wurde St. Pauli immer stärker. Mit dem schnellen Tor nach der Pause hatten wir dann viel Glück“, bilanzierte der 46-Jährige. FCSP-Zepterschwinger Joachim Philipkowski erklärte: „Es hat schon nicht gut für uns angefangen, dass 0:1 haben wir ganz schlecht verteidigt. Trotzdem haben die Jungs sich nicht aufgegeben und auch verdient den Ausgleich gemacht“, so Philipkowski, der abschließend anfügte: „Das schnelle 1:2 war dann sehr bitter. Trotzdem mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf, auch wenn so eine Niederlage weh tut.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.