Dienstag, 25. April 2017
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Panthers souverän – Fortis-Erfolg gegen FCSP

Am Sonntag treten die Hamburg Panthers, die sich deutlich mit 9:1 gegen Sparta Futsal HSC durchsetzten, gegen den FC Fortis an – diese besiegten den FC Sankt Pauli Futsal in einer packenden Partie mit 7:5. Überraschung: Im Spiel um Platz drei verloren die Kiezkicker dann mit 4:7 gegen Sparta. Trainer Patrikk Ernst fand nach der Begegnung klare Worte zur Ansetzung.

Zeigte mit den Hamburg Panthers eine durchweg solide Leistung: (li.) Michael Meyer. Foto: Heiden
Zeigte mit den Hamburg Panthers eine durchweg solide Leistung: (li.) Michael Meyer. Foto: Heiden

Es war sein vorletztes Spiel mit den Hamburg Panthers: Raubkatzen-Chef Onur Ulusoy konnte sich am Samstagvormittag noch einmal richtig freuen. Im ersten Spiel des Futsal Final Four besiegten seine Panthers Sparta Futsal HSC deutlich mit 9:2 – bereits das Hinspiel hatte die Ulusoy-Equipe deutlich mit 7:1 gewonnen. So war es kaum verwunderlich, dass es ab Anpfiff nur in eine Richtung ging. Ulasch Dogan eröffnete den Torregen in der CU-Halle, gefolgt von Imad Mokaddem, Michael Meyer und Mohamed Labiadh – alles innerhalb von vier Minuten. Zwar gelang Sparta zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ein Treffer, doch die Panthers ließen sich nicht beirren: Saboor Kahili, Michael Meyer und Onur Ulusoy persönlich schraubten das Ergebnis auf 7:1 in die Höhe – Martin Felix Schröder und erneut Michael Meyer legten noch einmal nach. Sparta-Ergebniskosmetik: Karol Tocha verkürzte auf 2:9 aus Harburger-Sicht. „Wir hatten einige Phasen, wo wir etwas zu lässig waren. Aber wir haben uns auch ein bisschen für das morgige Finale geschont“, so Raubkatze Onur Ulusoy, für den es Sonntag das letzte Spiel im Panthers-Trikot sein wird: „Ich freue mich schon auf morgen. Wir wollen noch einmal richtig Spaß haben und attraktiven Futsal spielen. Ich konnte gestern schon nicht schlafen, werde es heute wohl auch nicht können. Es ist ein komisches Gefühl, nicht mehr bei der Mannschaft zu sein“, so Ulusoy, der trotzdem an die Panthers glaubt, auch wenn er nicht mehr dabei ist: “ Ich habe eine tragende Rolle im Team, die Position ist auch nicht so einfach zu spielen. Es ist schwierig, einen Ersatz zu finden. Aber trotzdem haben wir viel Qualität – die auch ausreicht um die Deutsche Meisterschaft zu holen“, so der 30-Jährige.

Konnten sich am Ende über einen 7:5-Erfolg gegen den FCSP freuen: der FC Fortis. Foto: Heiden
Konnten sich am Ende über einen 7:5-Erfolg gegen den FCSP freuen: der FC Fortis. Foto: Heiden

Ebenfalls heiß her ging es zwischen dem FC Fortis und dem FC Sankt Pauli Futsal. Nach einem 5:5-Remis im Hinspiel war für beide Mannschaften alles drin, dementsprechend begann auch die Partie. Vincent Boock brachte Fortis zuerst in Front, Ali Yasar legte zwei Minuten später nach. Autsch: Kurz darauf rauschten Wilhelm und Klintwort zusammen – beide mussten behandelt werden, Wilhlem hatte einen Cut unter dem Auge. Während dieser behandelt wurde, markierte Ilyas Afsins den Anschlusstreffer für den FCSP, ehe Lopez den Ausgleich für den Braun-Weißen erzielte. Afsins selbst brachte die Ernst-Equipe anschließend sogar in Front, kassierte aber hinten die Treffer von Danijel Suntic, Jaques Rodrigues de Oliveira und Pascal El-Nemr. Zehn Minuten vor dem Ende ließ Afisin seine Mannen wieder hoffen, doch El-Nemr und Ali Yasar zerstörten alle Träume der Kiezkicker – daran änderte auch der 7:5-Treffer von Ilyas Afsins nichts mehr. „Gerade in der ersten Halbzeit, haben wir das Spiel in der Hand gehabt. Aber gerade kurz vor der Halbzeit hat Sankt Pauli ordentlich Druck gemacht. Da hatten wir dann Glück, dass Pause war“, so Daniel Suntic anschließend. „Aber insgesamt war das wieder Werbung für den Futsal in Hamburg. Wir haben das am Ende verdient gewonnen“, so Suntic weiter, der sich auf das Finale freut: „Wir haben uns das erhofft, dass wir gegen die Panthers spielen. Wir wollen den Zuschauern und Onur ein schönes Abschiedsspiel präsentieren. Und ich hoffe natürlich, dass wir als Sieger den Platz verlassen“, so Suntic abschließend. Der Frust bei dem FC Sankt Pauli saß tief – das war auch im Spiel um Platz drei zu sehen. Denn auch dort lief es für die Braun-Weißen nicht nach Plan. Max Schrader brachte den „Außenseiter“ nach neun Minuten in Führung, drei Minuten später legte Tocha nach. Bei den Boys in Brown lief weiterhin nichts zusammen.

Sparta Futsal HSC überraschte im Spiel um den dritten Rang und schlug den FCSP. Foto: Heiden
Sparta Futsal HSC überraschte im Spiel um den dritten Rang und schlug den FCSP. Foto: Heiden

Ahmed Mhamdi bedankte sich mit einem Doppelpack innerhalb einer Minute. Erst mit dem Anschlusstreffer, durch einen Zehnmeter, von Castor Hector Lopez wurde das Spiel der Ernst-Truppe ergiebiger. Kurz vor der Pause verkürzte Wysokinski auf 2:4. Doch nur kurz nach dem Seitenwechsel zerplatzten erneut alle FCSP-Träume: Manuel Horn stellte den alten Abstand wieder her – Stefan Breitung und Ackermann ließen die Kiezkicker kurz darauf allerdings wieder bis auf einen Treffer heran kommen. Yasar Sahin zerstörte, fünf Minuten vor Ultimo, dann endgültig alle Hoffnungen der Braun-Weißen – zu allem Überfluss handelte sich Ackermann auch noch eine rote Karte ein. Ein Tag zum Vergessen, so sah es auch FCSP-Coach Patrikk Ernst: „Das war ein Katastrophentag vor dem Herrn! Alle drei unsere Keeper haben sich verletzt – vier Spieler kommen noch dazu. Zudem hatten wir 40 harte Minuten gegen den FC Fortis in den Knochen“, befand Ernst, der anfügte: „Sparta konnte hier frei aufspielen, weil sie gegen die Panthers ja sowieso schon draußen waren. Das Verband darf so ein Spiel nicht so ansetzten“, fand Ernst klare Worte und legte nach: „Ich verstehe nicht, warum man nur das Endspiel auf Sonntag legt. Das ist eine Frechheit. Ich gönne Sparta zwar den Sieg, aber unter Normalbedingungen hätten wir gewonnen“, so Ernst, der dann erst richtig loslegte: „Wir hatten nach dem Fortis-Spiel keine Lust, noch einmal anzutreten. Das ist auch zu viel verlangt. Zudem: Warum finden die Spiele am Arsch der Heide in Neugraben statt? Beim Final-Four in Wandsbek waren 700 Zuschauer, hier gefühlt fünf Leute. Der Verband hat da einfach zwei dicke Fehler gemacht. Im ersten Spiel hat der Gegner uns die Grundlage genommen, im zweiten Spiel hat Sparta das Geschenk vom Verband angenommen.“

Fotos: Niklas Heiden

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.