Sonntag, 19. August 2018
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Stilles Debakel: Teutonia 0:5 abgeschossen

Bittere Pleite zum Auftakt: Regionalliga-Anwärter Teutonia 05 erlebte beim ersten Aufstiegsspiel ein wahres Fußball-Debakel. Mit 0:5 schickte der VfL Oldenburg die Ottsener zurück in die Heimat. T05-Coach Sören Titze fand nach dem Abpfiff deutlich Worte, blieb während der Partie aber still.

Pascal Steinwender war oftmals deutlich zu schnell für die Defensive von Teutonia. Foto: KBS-Picture

Dabei begannen die Teutonen eigentlich sehr vielversprechend, suchten schon früh den Weg nach vorne. Keine 90 Sekunden waren in Oldenburg gespielt, als Geritt Pressel einen Gillich-Freistoß nur knapp neben den Kasten setzte (2.). Und die Hamburger behielten auch in den folgenden Minuten die Oberhand, einzig und allein die Pille wollte nicht über die Linie. Nick Gutmann wurde sensationell von Vincent Boock freigespielt, doch dem 05er versagten vor Oldenburg-Keeper Jannik Zohrabian die Nerven (7.). Die Gastgeber brauchten über zwanzig Minuten bis zur ersten dicken Chance. Pascal Steinwender schlug die Pille von der linken Seite in die Box und im Sechzehner stand Kaissis völlig blank. Dieser verpasste den Einschlag per Kopf nur knapp (22.). Oldenburg wurde in dieser Phase zwar stärker, brauchte aber dennoch die große Unterstützung eines Teutonen zur Führung. Bei einem Abwurf rollte Mirko Oest die Kugel genau vor die Füße von Steinwender. Der Oldenburger ließ sich nicht zwei Mal bitten und versenkte die Pille in den Maschen (24.). Das was T05-Coach Sören Titze in den folgenden Minuten erlebte, dürfte dem 33-Jährigen überhaupt nicht gefallen haben. Die Hamburger verloren den gänzlich den Zugriff auf die Partie. Neuermann und Siegert verpassten dabei die VfL-Führung (27., 31.). Nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren die Ottenser dann eiskalt und sorgten für die Vorentscheidung.

Werder-Ikone Willy Lemke schaute sich das Spiel von der kleinen Tribüne aus an. Foto: KBS-Picture

Drei Minuten war der zweite Durchgang alt, als Siegert Steinwender die Pille perfekt in den Fuß spielte und der künftige VfB-Kicker das Leder zum 2:0 in den Maschen versenkte. Der Pfostenschuss von Michael Meyer sollte nach der Pause die einzige T05-Möglichkeit bleiben (56.). Denn: In den letzten zwanzig Minuten erlebten die Kreuzkirchler ein wahres Debakel. Innerhalb von drei Minuten ließen Hannes Hillerns (75.) und Marvin Osei (77., 78.) das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe schießen – die Gäste waren löcherig wie ein Schweizer Käse. „Ich finde, dass wir gar nicht so schlecht in die Partie gekommen sind. Die ersten 20 Minuten haben wir das ganz gut gemacht“. bilanzierte T05-Trainer Sören Titze nach dem Abpfiff, fügte allerdings auch deutlich an: „Dann bekommt man durch einen katastrophalen Fehler das 0:1. Das hat man der ganzen Mannschaft angemerkt“, fügte Titze an, der für die zweite Halbzeit deutliche Worte fand: „Man nimmt sich dann für die zweite Halbzeit viel vor und bekommt direkt das zweite Gegentor. Das ist dann natürlich sehr schwer“, erklärte der 33-Jährige weiter und ergänzte: „Wir haben dann überhaupt keine Paroli mehr geboten, haben zu viel zugelassen. Am Ende haben wir zurecht verloren.“ Seinem Keeper gibt Titze aber dennoch keine Schuld an der Niederlage. Titze abschließend: „So eine Ausrede lasse ich nicht gelten. Keiner findet so ein Gegentor gut. Wir haben uns am Ende einfach unserem Schicksal ergeben.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.