Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Tapferer NTSV – „Duselstedt“ mogelt sich weiter

Der FC Eintracht Norderstedt steht nach einem 6:4-Dusel-Sieg im Achtelfinale des Oddset-Pokals. Am Sachsenweg zeigte der Niendorfer TSV dem Regionalligisten mehrfach deutlich seine Grenzen auf. In der Verlängerung schrammte die Farhadi-Elf nur knapp an der großen Sensation vorbei.

2:0: Die Niendorfer Spieler feiern den Torschützen Magnus Hartwig nach dessen Treffer. Foto: Heiden

„Schwein gehabt, schwer gemacht“, bilanzierte Norderstedt-Trainer Dirk Heyne nach dem Abpfiff. Dem 59-Jährigen war die Erleichterung dabei deutlich an zu sehen. Denn in den 120 Minuten zuvor hatte seine Mannschaft nur mit äußerst viel Dusel das Pokal-Viertelfinale erreicht. Die Gastgeber aus Niendorf zeigten sich von Beginn an kein Deut schlechter als der Regionalligist und ging nach etwas mehr als einer Viertelstunde auch in Front. Nach einem Doppelpass zwischen Malte Wilhelm und Pascal Ehrenberg war dieser frei durch und legte die Pille im Sechzehner quer. Kevin Trenel stand goldrichtig und knipste die NTSV-Führung. Doppelt Glück hatten die Garstedter dann knappe zehn Minuten vor der Pause. Keeper Lars Oliver Huxsohl konnte eine flache Ehrenberg-Hereingabe nur klatschen lassen, Hamajak Bojadgian warf sich in letzter Sekunde in den Schuss von Kevein Trenel (36.). Und die Gastgeber machten weiter: Malte Wilhelm schickte Magnus Hartwig mit einem langen Ball auf die Reise, EN-Keeper Huxsohl verschätzte sich und machte so den Weg frei. Hartwig setzte den Ball aus spitzem Winkel aber gegen den Außenpfosten (42.). Die Hausherren begannen nach dem Seitenwechsel mit einem Blitzstart: Trenel ließ Jan-Philipp Rose stehen und flankt anschließend ins Leere. Doch Ehrenberg schnappte sich den Ball und macht diesen erneut scharf. Magnus Hartwig stocherte die Kugel am Ende über die Linie (47.) – 2:0 für den Oberligisten! Doch im Gegenzug schlugen die Gäste zurück. Marxen flankte von rechts flach herein, Kindler konnte den ersten Lüneburg-Schuss noch parieren. Den Abpraller köpfte der Stürmer dann aber eiskalt rein (49.).

Hamajak Bojadgian feiert mit Kicker Philipp Koch zusammen den 2:2-Ausgleich. Foto: Heiden

Zwanzig Minuten vor Ultimo meldete sich der Favorit dann endgültig zurück: Nach einer Koch-Ecke stieg Hamajak Bojadgian am höchsten und nickte die Kugel ins lange Eck ein (69.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – mit Torchancen auf beiden Seiten. Pech hatten die Niendorfer dann in der Schlussphase der Verlängerung, dass der eingewechselte Hunu Jeong einen Abschluss nur gegen den Pfosten setzte (118.). Bitter: Im anschließenden Elfmeter-schießen vergaben erst Fynn Huneke und dann auch Tim Krüger und ließen die Norderstedter so jubeln. NTSV-Coach Ali Farhadi zog den Hut vor seiner Truppe: „Es überwiegt der stolz. Wie unsere Mannschaft hier aufgetreten ist, war ganz stark. So gehört sich das für einen Oberligisten“, so Farhadi, der anfügte: „Am Ende hatte Norderstedt dann aber mehr Glück als Verstand. Aber wer im Fußball seine Tore nicht macht, der darf sich am Ende nicht über eine Niederlage beschweren“, erklärte der Deutsch-Iraner, der ergänzte: „Wir waren schon etwas überrascht über die Aufstellung. Trotzdem war das eine starke Mannschaft, die da auf dem Platz stand. Das Spiel wäre aber auch mit der Startelf nicht anders gelaufen. Da bin ich mir ganz sicher.“ EN-Coach Dirk Heyne schmunzelte: „Als Favorit kann man hier eigentlich nur verlieren. Erst, als wir in der zweiten Halbzeit dann mussten, dann haben wir einigermaßen angefangen, Fußball zu spielen. Ich habe bis zum Schluss gezittert“, so Heyne, der sich keine Gedanken um die Elfer machte. „Das war heute sehr wichtig für uns. Wenn wir heute verschossen hätten, dann hätten wir das aber auch nicht mit Diskussionen gelöst.“

Foto: Niklas Heiden

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.