Donnerstag, 19. Juli 2018
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Traumtor und Dreierpack: Sasel siegt in Osdorf

Der TSV Sasel hat einen wichtigen Auswärtserfolg eingefahren. Beim TuS Osdorf siegte die Zankl-Elf mit 5:2. In einer hitzigen Partie sorgte Nico Zankl mit einem Traumtor schon früh für das große Highlight. Enrik Nrecaj glänzte derweil mit drei Treffern und heimste ein Lob von Danny Zankl ein.

Mit offenem Mund starrten die Zuschauer am Blomkamp nach drei Minuten auf das Spielfeld. Denn Nico Zankl hatte einen echten Hammer ausgepackt. Aus 50 Metern zog er einfach mal ab und versenkte den Ball in den Maschen. Begünstig wurde dieses frühe Traumtor durch Osdorf-Torwart Hartmann, der sehr weit vor seinem Kasten stand. „Natürlich war das frühe Tor erstmal ein Schock“, gab TuS-Trainer Peter Wiehle im Anschluss zu – und diesen Schock merkte man seinen Spielern auch an. Osdorf kam nicht ins Spiel und sah sich immer wieder mit gefährlichen Angriffen der Gäste konfrontiert. Lichy kam auf der linken Seite frei durch und schoss das Leder an den rechten Innenpfosten. Von da kullerte der Ball in die Arme von Torwart Hartmann, der aber nur wenige Augenblicke später trotzdem wieder hinter sich greifen musste. Büge schickte Nrecaj auf die Reise, der den Ball im Tor unterbrachte (20.). Nach der komplett verschlafenen Anfangsphase kam Osdorf in der Folge besser ins Spiel. Die erste gute Möglichkeit der Gastgeber entstand aber aus einem Fehler des TSV. Adomat versprang der Ball am eigenen Strafraum, Wachter spritze dazwischen und wurde gelegt. Den fälligen Freistoß setzte Torben Krause nur hauchzart über den Querbalken (26.). Im zweiten Durchgang sorgte ein Doppelschlag des überragenden Nrecaj für vermeintlich klare Verhältnisse. In der 57. Minute steckte Lichy auf den Angreifer durch, der Torwart Hartmann im zweiten Anlauf überwinden konnte. Nur eine Minute später legte der „Killer“, wie ihn sein Trainer Danny Zankl nannte, nach. Büge passte quer in den Strafraum, wo Nrecaj souverän einschob.

„Enrik Nrecaj kommt Woche für Woche besser bei uns an und ist eine echte Waffe“, lobte Zankl seinen Schützling. Doch das Spiel war trotz des deutlichen Zwischenstands von 0:4 noch nicht gelaufen. Denn Osdorf bewies Moral und kam zurück. Trapp bediente Jobmann, der aus kurzer Distanz den Fuß hinhielt und traf (67.). Dass das 1:4 mehr als eine Ergebniskosmetik war, zeigte sich an der Reaktion der Osdorfer Bank. „Die machen das 1:4 und man denkt, dass der Champions-League-Titel in Osdorf gelandet ist. Das beeindruckt und das machen sie auch gut“, kommentierte TSV-Trainer Zankl das Geschehen. Tatsächlich zeigte sich seine Mannschaft sichtlich beeindruckt und wackelte bedenklich. Der eingewechselte Ude setzte sich nach einem langen Ball im Strafraum durch und schoss flach ins Torwarteck. Schlussmann Tuffour sah nicht gut aus und ließ die Kugel passieren – 2:4 (79.)! Keine drei Minuten später klingelte es beinahe erneut. Wachter traf erst den Pfosten. Seinen Nachschuss aus zwei Metern Distanz konnte Tuffour noch ablenken, Steddin klärt dann auf der Linie. Anschließend zielte Ude über das Gehäuse. Die Aufholjagd war damit Geschichte, denn nach dieser Großchance verteidigte Sasel wieder besser. In der 90. Minute sorgte Balat nach einem Konter für den 2:5-Endstand. „Es gibt hier nur einen verdienten Sieger und das gönne ich meiner Mannschaft richtig. Das war heute eine echte Reifeprüfung“, freute sich Sasels Trainer Zankl. Sein Gegenüber, Peter Wiehle, haderte mit der vergebenen Chance, die ein potentielles 3:4 herbeigeführt hätte. „Ich hatte das Gefühl, dass das Ding noch nicht durch ist. Aber in der Situation musst du das Ding einfach mit Überzeugung reinnageln. Diese letzte Überzeugung hat uns heute leider gefehlt“, konstatierte der TuS-Trainer, der mit seiner Mannschaft weiter im unteren Tabellenbereich feststeckt.

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Über Jonas Bickel

Jonas Bickel
Leitender Redakteur: Jonas studiert Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Der 20-Jährige kommt von der Nordseeinsel Föhr und interessiert sich für alle Themen rund um den Fußball in Hamburg und in der Welt.