Donnerstag, 19. April 2018
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Weiche beendet nahezu HSV-Aufstiegsträume

Enttäuschend aufspielende Rothosen mussten sich dem SC Weiche Flensburg 08 verdientermaßen 0:2 geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte bekam die U21 des Hamburger SV im zweiten Abschnitt gar nichts mehr zustande. U21-Coach Steffen Weiß suchte nach Erklärungen.

Die Weiß-Truppe erhielt zum Gastspiel beim SC Weiche 08 tatkräftige Unterstützung aus dem Profi-Team. Mit Mohamed Gouaida und Bakery Jatta mischten zwei Akteure mit, die zuletzt auch in der Bundesliga zu Einsatzminuten kamen. Von Bundesliga-Qualität war zu Beginn der Begegnung allerdings wenig zu sehen. Beide Mannschaften ließen bei stürmischen Verhältnissen einiges zu wünschen übrig. Nach einer zehnminütigen Abtastphase prüfte Dominic Hartmann HSV-Keeper Behrens, der aber sicher parieren konnte. Etwas gefährlicher wurde es wenig später. Rene Guder zog auf dem linken Flügel an Leon Mundhenk vorbei und brachte die Kugel stramm auf den kurzen Pfosten. Behrens zog die Fäuste hoch und klärte die Situation. Offensive Akzente ließen die Rothosen hingegen gänzlich vermissen. Bakery Jatta und Arianit Ferati sorgten  noch für vereinzelte Nadelstiche, die aber häufig beim völlig neben sich stehenden Törless Knöll versandeten. Nach 25 Minuten wäre es beinahe zur Flensburger Führung gekommen. Einen eigentlich harmlosen Abschluss von Jonas Walter ließ Behrens unglücklich abklatschen. Nico Empen reagierte am schnellsten, doch setzte den Ball knapp am langen Pfosten vorbei.

In der Folge hatte der HSV mehr Spielanteile. Ein Gouaida-Freistoß landete bei Henrik Giese, der den in der Mitte stehenden Ronstadt zu bedienen versuchte. Die aufmerksame Weiche-Defensive konnte noch gerade klären. Kurz darauf war Ferati auf Linksaußen durch, doch seine flache Hereingabe fand in der Mitte keinen Abnehmer. Im Gegenzug klingelt es direkt im HSV-Kasten. Marvin Kleihs spielte über den Flügel flach in den Rückraum. Empen ließ clever durch, so dass Walter aus zehn Metern zentraler Position abziehen konnte. Die Direktabnahme des Weiche-Angreifers zappelte prompt im Netz (38.). Die Hamburger erübten sich nochmal in einzelnen Vorstößen, doch die knappe Führung der Hausherren sollte auch bis zum Pausentee bestand halten. Nach dem Seitenwechsel war von einem Aufbäumen des Tabellenführers allerdings kaum was zu sehen. Vielmehr setzte Weiche weitere Akzente. Nach einem kurzen Einwurf durchlief Nico Empen die unsortierete HSV-Abwehr und vollendete trocken in die lange Ecke (58.). Die völlig verunsicherten Gäste bekamen in der Folge gar nichts mehr auf die Kette.

Weiss brachte Köhlert und Stark für Jatta und Ronstadt, doch beide konnten der HSV-Offensive keine Impulse mehr verleihen. Bei Nahe wäre es sogar zum dritten Flensburger Treffer gekommen. Rene Guder flankte in den Strafraum, wo Henrik Giese fast ins eigene Tor vollendet hätte. Der Querschläger des Ex-Kasselers rollte nur haarscharf am linken Torpfosten vorbei. In der Nachspielzeit versuchte es Mats Köhlert noch einmal, doch sein  Schuss verfehlte den Kasten um mehrere Meter; bezeichnend für das heutige Spiel der Hamburger. „Ich habe nicht die Angst, dass uns die Puste ausgeht. Wir haben noch sieben entscheidende Spiele. Aktuell haben wir eine Schwäche-Periode, der man so einer jungen Mannschaft aber auch mal zugestehen muss“, erklärte Weiß, dem die Fußtapfen von Christian Titz nicht zu groß sind. „Ich mache mir darüber keine Gedanken. Das Vertrauen, was ich vom Verein bekommen habe, versuche ich zu rechtfertigen. Wir  müssen den Spielern wieder den Mut geben, auch an die U21 zu glauben“, so Weiß und fügte abschließend an: „Auf der Mannschaft lag ein unglaublicher Druck. Da das Spiel heute nicht gut für uns ausgegangen ist, kommen wir nun wieder in so eine Art Jagdmodus.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Über Johannes Kramer

Johannes Kramer
Redakteur: Seine Fußballbegeisterung hat Johannes mittlerweile auch auf den Amateurbereich ausgeweitet. Sofern der Abiturient nicht die Schulbank drücken muss, verschlägt es ihn häufig auf die Hamburger Fußballplätze, wo er sich bereits bestens auszukennen weiß.