Dienstag, 23. Januar 2018
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Wedel trotzt Niendorf einen Punkt ab

Nach zehn Minuten führte Wedel schon 2:0 gegen den Niendorfer TSV – am Ende stand es aber nur 2:2. Grund dafür war eine engagierte Aufholjagd der Gäste. NTSV-Trainer Farhadi leitete diese mit zwei sehr frühen Wechseln ein und war am Ende trotzdem nicht ganz zufrieden mit dem Auftritt.

„Wir spielen grundsätzlich auf Sieg und der ist uns heute nicht gelungen. Am Ende war es kein gutes Spiel heute“, sagte Farhadi nach einer Partie, die für sein Team wohl nicht schlechter hätte beginnen können. Schon um 11 Uhr wurde das Spiel angepfiffen, eine für beide Teams ungewohnt frühe Zeit. Doch während Niendorf noch halb am Schlafen war, waren die Wedeler von Beginn an hellwach. Marcus Richter kam 16 Meter vor dem Tor an den Ball und schlenzte diesen wunderschön in den rechten Torwinkel (6.). Wedel machte weiter und konterte die Niendorfer mit tollem direktem Passspiel nur vier Minuten nach dem 1:0 aus. Am Ende passte Eggers zielgenau auf den zweiten Pfosten, wo erneut Richter anrauschte und die Kugel über die Linie drückte. Kurz nach diesem Tor wechselte Niendorfs Trainer Ali Farhadi gleich doppelt. Ehrenberg und Tafese mussten das Spielfeld schon nach gut zehn Minuten verlassen – aus unterschiedlichen Gründen. „Tafese hat einen aufs Auge bekommen und hat nichts mehr gesehen“, erklärte Farhadi, der Ehrenberg dagegen aus leistungstechnischen Gründen ausgewechselt hatte: „Das ist niemals gegen den Spieler, sondern immer für die Mannschaft. Vielleicht hat Pascal heute schlecht gefrühstückt oder so was. Wenn du einen Scheiß-Tag hast, dann ist das halt mal so“, erklärte der NTSV-Trainer seine Maßnahme. „Pascal ist weiterhin ein wichtiger Spieler für uns und wir werden ihn unter der Woche wieder etwas aufbauen“, machte Farhadi seinem Schützling keine Vorwürfe. Neu ins Spiel kamen Wilhelm und Afsin. Zunächst änderte sich dadurch aber wenig, denn Marcus Richter blieb weiterhin brandgefährlich. Erneut tauchte der Doppeltorschütze frei vor Kindler auf, doch dieses Mal konnte der Torwart mit einem starken Reflex den Einschlag verhindern (20.). Danach kippte die Partie aber langsam. Niendorf bekam mehr Struktur ins eigene Spiel und war dem Anschlusstreffer sehr nahe.

Kutschke donnerte das Leder aus 18 Metern an den Querbalken (43.). Das Alu-Pech verfolgte auch einen anderen Niendorfer. Nachdem Kutschke an Kindler gescheitert war, setzte Afsin den Abpraller an die Unterkante der Latte (45.). Afsin sollte auch im zweiten Durchgang einer der auffälligsten Spieler bei den Gästen sein. In der 53. Minute wurde er von Wilhelm geschickt und verfehlte das Tor aus spitzem Winkel nur knapp. Der Anschlusstreffer sollte aber kurz danach trotzdem fallen – nach einer Standardsituation. Wedel-Keeper Steen verschätzte sich bei einem Eckball und griff daneben. Hinter ihm kam Huneke zum Kopfball und versenkte das Leder in den Maschen (57.). Von Wedel kam in dieser Phase zu wenig, einzig ein Freistoß von Eggers sorgte für etwas Gefahr (64.). Für deutlich mehr Gefahr sorgte auf der anderen Seite weiterhin Niendorfs Afsin. Dieser scheiterte freistehend an Steen (69.) und belohnte sich kurz vor Ende dann doch für seine gute Leistung. Huneke legte im Strafraum per Kopf ab und Afsin traf aus kurzer Distanz zum 2:2 (86.). „In der zweiten Halbzeit hat Niendorf einfach richtig gut Fußball gespielt. Die stehen nicht umsonst da oben“, merkte Wedels Trainer Jörn Großkopf nach dem Spiel anerkennend an. „Trotz allem müssen wir unsere Konter besser ausspielen. Insgesamt ist es aber ein verdientes Unentschieden“, so der 51-Jährige. Sein Gegenüber, Ali Farhadi, hatte die Anfangsminuten der Partie so nicht erwartet: „Wir sind eigentlich in einer Verfassung, in der man sich nicht nach zehn Minuten zwei Gegentreffer einfängt. Das kam für uns sehr überraschend“, so der 42-Jährige, der anfügte: „In der Halbzeit haben wir dann unsere Fehler besprochen und dann das umgesetzt, was wir vorhatten. Am Ende ist es ein Punkt für beide Mannschaften“, schloss Farhadi ab, der mit seinem Team auf den dritten Platz zurückfiel.

Foto: KBS-Picture

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Über Jonas Bickel

Jonas Bickel
Leitender Redakteur: Jonas studiert Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Der 20-Jährige kommt von der Nordseeinsel Föhr und interessiert sich für alle Themen rund um den Fußball in Hamburg und in der Welt.