Montag, 19. August 2019
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0:3 gegen SGD: Teuer verkauft, aber verloren

Toller Pokal-Fight, aber am Ende dennoch ausgeschieden: Vor 5673 Fans verlor die TuS Dassendorf mit 0:3 gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden. Dabei hatten die Hamburger eine dicke Doppel-Chance zur Führung. Trotzdem wurde das Team noch nach Abpfiff vom eigenen Anhang gefeiert.

Ohne eine Veränderung im Vergleich zum Oberliga-Topsspiel gegen Teutonia 05 schickte Dassendorf-Trainer Jean-Pierre Richter seine Spieler auch gegen Dynamo Dresden auf den Rasen. Während die ersten Minuten noch dem Gäste-Anhang gehörten, die negativ durch Silvester-Batterien, schwarzen Rauch und Leuchtspur auffielen, überzeugte der Oberligist auf dem Rasen. Nach 22 Minuten ließen die Richter-Schüler dann sogar die eigentlich sichere Führung liegen. Mattia Maggio war über den linken Flügel frei durch und brachte das Leder dann in die Mitte. Am ersten Pfosten tauchte Sven Möller auf und wurde nur durch eine tolle Parade von SGD-Keeper Kevin Broll am Torerfolg gehindert. Vom Zweitligisten war auf dem Feld nicht viel zu sehen, der Fiel-Equipe fiel wenig ein. Und nur 60 Sekunden später wäre das beinahe bestraft worden. Len-Aike Strömer drang in den Strafraum ein und legte die Pille dann auf den Elfmeter-punkt ab. Aus dem Rückraum rauschte Pascal Nägele heran, doch sein Schuss wurde geblockt (23.). Und die Gäste? Schoben das Leder meistens im Mittefeld durch die eigenen Reihen und fanden gegen dicht gestaffelte Dassendorfer kaum eine Lücke. Nach etwas mehr als einer halben Stunde erzielten die Gäste dann mit dem ersten wirklichen Angriff die schmeichelhafte Führung. Dzenis Burnic steckte den Ball an der Kante zum Sechzehner in den Lauf von Chris Löwe durch, der einen Haken schlug und das Leder dann in im langen Eck versenkte (37.). Mit diesem Ergebnis ging es dann auch erstmal zurück in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel waren es dann, trotz des Rückstandes, erneut die Hamburger, die das Heft des Handels in die Hand nahmen. Den ersten Versuch den Ausgleich zu erzielen unternahm nur vier Minuten nach Wiederbeginn Mattia Maggio, der seinen Schuss nur knapp links neben dem Tor platzierte (49.).

Und die Richter-Elf machte weiter, drückte sogar so ein bisschen auf den Ausgleich – ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Der Zweitligist hingegen ließ gute Chance auf die Entscheidung liegen. Erst schmiss sich Capitano Amando Aust in einen Schuss von Moussa Kone (54.), dann lenkte Christian Gruhne einen Schuss von Rene Klingenburg noch über die Latte (64.). Zehn Minuten später war die Begegnung dann innerhalb von 120 Sekunden entschieden. Denn: Dzenis Burnic schlug am Sechzehner ein paar Haken und hatte dann freie Bahn, musste das Leder nur noch an Gruhne vorbei in die Maschen schieben (75.). Und der nächste Streich der Gäste folgte sogleich. Auch der eingewechselte Lucas Röser durfte sich in die Torschützenliste eintragen, überwand Gruhne ebenso aus kurzer Distanz (77.). „Ich habe meine Chance schon früh kommen sehen“, verriet Sven Möller nach dem Abpfiff und fügte an: „Ich wollte den Ball einfach gut treffen, leider war er nicht hoch genug. Mit ein bisschen mehr Glück steht es 1:0 und dann brennt hier die Hütte.“ Trotz der Pleite fügte der Dassendorf-Leistungsträger an: „Wir waren darauf eingestellt, dass Dresden viel Ballbesitz haben wird. Wir hatten zwei dicke Chancen, die eine Halbe. Das macht am Ende den Unterschied.“ Sein Trainer, Jean-Pierre Richter, bilanzierte: „Spätestens morgen können wir unseren Frust, dass wir selbst getroffen haben, in Stolz umwandeln. Wir haben Hamburg im DFB-Pokal sehr ordentlich vertreten“, so Richter, der abschließend anfügte: „Wir haben mit Sven Möller einen tollen Fußballer und wenn der im Strafraum an den Ball kommt, dann ist da immer sehr viel los. Ich glaube er selbst ärgert sich am meisten, dass der Ball nicht doch über die Linie reingegangen ist.“

Foto: imago images/Picture Point LE

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.