Sonntag, 20. Oktober 2019
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6:0-Debakel: Osdorf zerschießt Harksheide

Souveräner Achtelfinal-Einzug vor rund 200 Fans: Die TuS Osdorf fegte am Dienstagabend über Landesligist TuRa Harksheide hinweg. Mit 6:0 fertigten die Obloch-Kicker die Norderstedter ab. Jeremy Wachter und Toni Rohrbach netzten erneut doppelt. Trainer Obloch scherzte nach Abpfiff.

„Ja, wir hatten großen Respekt vor der Aufgabe. Einen Heidenrespekt“, war Osdorf-Trainer Philipp Obloch nach Spielende zu Scherzen aufgelegt. Immerhin hatte seine Mannschaft in den 90 Minuten zuvor sehr souverän einen Landesliga-Meisterkandidaten bespielt und am Ende verdient mit 6:0 gewonnen. Dabei brauchten die Gäste vom Blomkamp über zwanzig Minuten, um richtig in Schwung zu kommen. Erst dann schickte Torben Krause Jeremy Wachter mit einem Chip-Pass auf die Reise, dieser schnappte sich das Leder und chipte die Murmel dann über TuRa-Keeper Jonah Basner hinweg in die Maschen (24.). Keine 120 Sekunden später legte der Oberligist nach. Diesmal war es Bennet Krause, der einen Stellungsfehler von Basner ausnutzte und den Ball über den Torwart hinweg in die Maschen beförderte (26.). Bereits nach einer halben Stunde hätte das Spiel dann entschieden sein können. Jeremy Wachter pflückte einen langen Ball abseitsverdächtig aus der Luft und bediente dann Nico Kukuk. Dieser kam aus 16 Metern zentraler Position zum Abschluss, setzte den Ball aber links am Gehäuse vorbei (30.). Und TuRa? Wurde nur einmal im gesamten Spiel gefährlich, ließ da aber den Anschlusstreffer liegen. Daniel Meier spielte den Ball von der linken Grundlinie in den Rückraum, wo Leon Schulz wartete. Dieser hatte das ganze Tor vor sich, musste den Ball nur einschieben und legte das Leder am Pfosten vorbei (40.). Fassungslosigkeit bei den Zuschauern und auch bei Schulz selbst, der im Anschluss zusammensackte. Es spiegelte die Leistung des ambitionierten Landesligisten nahezu exakt wieder. Das zeigte sich vor allem nach dem Seitenwechsel.

Vier Minuten nach Wiederbeginn war dann schon alles entschieden. Nico Kukuk drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (49.), machte damit bereits frühzeitig den Deckel drauf. Doch in selber Situation wurde es noch einmal hitzig. TuRa-Ersatzspieler Nassim Saleh rief etwas in Richtung Assistent Eckstein-Staben, was Referee Tim Kossek dazu veranlasste, Saleh glatt Rot zu zeigen. Es sollte sich um eine Beleidigung gehandelt haben. Osdorf spielte sich in der Folge nahezu in einen Rausch. Toni Rohrbach ließ im Harksheide-Strafraum gleich zwei Spieler ins Leere laufen und spitzelte das Leder mit dem rechten Fuß dann an Basner vorbei in die Maschen (55.). 4:0 für den Oberligisten. Jeremy Wachter (77.) und Toni Rohrbach (90.) schraubten das Ergebnis in der Folge noch auf 6:0 in die Höhe. „Drei Siege in Folge – das tut uns gut. Aber wir müssen noch ein paar nachlegen. Es sieht in solchen Situationen so aus, als wären Selbstvertrauen und Selbstverständnis zurück“, freute sich Obloch und ergänzte: „Es lief gut. Gleich das erste Ding von Jerry saß und wenn Bennet Krause ein Tor mitnahm Außenrist macht, dann weißt du eigentlich schon: Heute kann nichts schiefgehen. “ TuRa-Übungsleiter Jörg Schwarzer fand derweil klare Worte für den Auftritt seiner Truppe. „Ich bin schon mächtig enttäuscht, auch von der Mannschaft insgesamt. Wir waren in allen Belangen, die elementar wichtig sind, unterlegen“, so Schwarzer, der dann abschließend ergänzte: „Das ist bitter, weil auch das Spiel gegen Nienstedten schon nicht toll war. Heute war’s eine Katastrophe – von daher sollten wir sehr, sehr bodenständig sein und müssen nun aufpassen.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.