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Amateurfußball

Berlin fordert Öffnung für den Fußball – Vereine für Abbruch

Niklas Heiden

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Foto: Heiden

Wie in Hamburg hat auch der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, Bernd Schultz, einen Appell an die Politik in Berlin gerichtet. Schultz fordert eine zeitnahe Rückkehr für Kinder auf die Sportplätze. Die Mehrheit der Oberliga-Klubs spricht sich hingegen für einen Abbruch aus.

Der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, Bernd Schultz, hat von der Politik einen Stufenplan für die Rückkehr zum Trainings- und Spielbetrieb gefordert. Das geht aus einem Schreiben hervor, dass der BFV auf seiner Homepage veröffentlichte. Der Brief ist an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und den Senator für Inneres und Sport, Andreas Geisel adressiert. Schultz fordert darin eine schnelle Reaktion der Politik. „Aufgrund der nachgewiesen sehr geringen und zudem sehr kurzen Kontakte beim Fußballspielen ist dabei ein kontaktloser Einstieg in den Trainingsbetrieb ausdrücklich nicht erforderlich, d.h., es sollte sofort ohne Kontakt-Einschränkungen trainiert werden dürfen“, so Schultz, der ergänzt: „Gerade die Kinder und Jugendlichen sind unseren Vereinen ein besonders großes Anliegen, da sie zu den am stärksten von den Beschränkungen betroffenen Bevölkerungsgruppen gehören. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts sind 7,3 Millionen Mädchen und Jungen im Alter bis 18 Jahren Mitglied in einem Sportverein, allein 2,1 Millionen (29,5 Prozent) davon in einem Fußballverein. Der Bewegungsmangel und die fehlenden sozialen Kontakte im Verein während des zweiten Lockdowns haben dazu beigetragen, dass über 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Pandemie psychische Auffälligkeiten aufweisen.“ Im Berliner Verband sind 170.000 Mitglieder in knapp 400 Fußballvereinen organisiert. Kinder bis 12 Jahre sollen ab dem 8. März wieder kicken dürfen.

Dafür hat der BFV einen Stufenplan erstellt. Im ersten Schritt sollen dabei alle Kinder (bis 12 Jahre) in 10er Gruppen wieder auf die Plätze zurückkehren. Ein zweiter Schritt wäre laut dem Plan ein Training für alle Vereinsmitglieder, ebenfalls in 10er Gruppen. Als dritten Schritt schlägt der BFV-Präsident eine Öffnung in Mannschaftsstärke vor (30er Gruppen), ehe es zum Spielbetrieb zurück gehen soll. „Das Fußballspielen und der regelmäßige Kontakt zu Gleichaltrigen im Sportverein kann meiner festen Überzeugung nach einen entscheidenden Beitrag leisten, um das körperliche Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen wieder zu steigern“, so Schultz. Entschieden wird über die Bitte erst am 3. März.

Berlin: Oberliga-Vereine sprechen sich gegen Fortsetzung aus

In der Oberliga Berlin ist die Meinung der Vereine hingegen sehr deutlich. Wie auch in Hamburg hat sich eine Mehrheit für einen Abbruch ausgesprochen. „Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen tendierte die Mehrheit der 14 anwesenden Berlin-Liga-Vereine zu einem Abbruch der laufenden Spielzeit und der Ansetzung von Freundschaftsspielen, sobald es die pandemische Lage erlaubt. Konsens besteht auch darüber, dass eine Entscheidung über den Spielbetrieb möglichst kurzfristig getroffen werden soll, um Planungssicherheit zu haben“, heißt es dazu vom Berlin-Verband. Bereits jetzt schon klar ist, dass maximal die Hinrunde regulär beenden werden kann. Ähnlich wie in Hamburg ist auch der Pokal für den BFV ein großes Thema. „Darüber hinaus wird der sportlichen Beendigung des AOK-Landespokals aufgrund der notwendigen Ermittlung des DFB-Pokal-Teilnehmers eine höhere Priorität zugeschrieben als der Meisterschaft“, unterstreicht der Verband die Rolle des Landespokals. Eine Online-Umfrage soll das Meinungsbild der Klubs nun noch einmal schriftlich festhalten. Am 3. März dürfte dann durch die Politik die Richtung vorgegeben werden. Die Blicke richten sich auf kommenden Mittwoch.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.