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LOTTO-Pokal

„Entscheidet“ die UEFA über den Hamburger Pokal?

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Trotz Saisonabbruch beschäftigen die Corona-Auswirkungen den Hamburger Fußball-Verband weiter. Das gilt vor allem für den Lotto-Pokal, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt. Die Lage scheint verzwickt. Denn: Der HFV muss wohl entweder auf den DFB, oder die UEFA hoffen.

Der Hamburger Fußball-Verband hat in der vergangenen Woche verkündet, dass der Spielbetrieb bis zum einschließlich 31.07.2020 ruhen wird. Das betrifft nicht nur die schon ohnehin abgebrochene Oberliga Hamburg und alle Ligen darunter, sondern auch die Pokal-Wettbewerbe. Am Verbandstag am 22. Juni soll dann ein neuer Rahmen geschaffen werden, wie es mit dem Lotto-Pokal weiter gehen soll. Immerhin winken dem Sieger nicht nur das Pokal-Preisgeld auf Landesebene, sondern auch über 150.000 Euro für die Teilnahme an der ersten DFB-Pokalrunde. Das Problem: Der HFV hat nur äußerst begrenzt das „Entscheidungsrecht“ über den Hamburger Pokal. Denn: Vieles könnte davon abhängen, was Union of European Football Associations (UEFA) in ihrem Meeting am 17.6 für die Profi-Klubs entscheidet. Konkret geht es dabei um die Spiele in den internationalen Wettbewerben, an dem auch deutsche Teams teilnehmen. Erst nachdem klar ist, wann die internationalen Wettbewerbe vorbei sind, kann der DFB die neue Saison planen – und den DFB-Pokal. Bisher wurde die erste Runde des DFB-Pokals immer eine Woche vor dem Start der zwei Profi-Ligen ausgespielt, sprich Anfang August. Allerdings muss die Meldung der Landesverbände an den DFB, welche Teams an der ersten DFB-Pokalrunde teilnehmen, Wochen zuvor erfolgen. Entscheidet sich die UEFA also für einen Wiederbeginn der internationalen Wettbewerbe rund um den 22. und 23. August, könnte der DFB-Pokal frühestens Anfang September gespielt werden. Fraglich scheint, ob bis dahin im Amateurbereich wieder mit Körperkontakt gespielt werden darf. Auch sind zahlreiche Landespokalspiele zu diesem Zeitpunkt nur teilweise absolviert.

Auch der Antrag, für den am 22. Juni abgestimmt werden soll, legt dies nah. Dort heißt es: „Das HFV-Präsidium wird ermächtigt, hierzu entsprechende Vereinbarungen mit den noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen zu schließen, dass die Wettbewerbe des LOTTO-Pokals im Herren-, Frauen- und A-Juniorenbereich über den 30.06.2020 hinaus fortgeführt werden können, da hier weiterführende Wettbewerbe auf DFB-Ebene anhängig sind. Dies nur unter der Voraussetzung, dass die Teilnehmer für die weiterführenden Wettbewerbe auf DFB-Ebene noch nicht gemeldet werden müssen.“ Der HFV sichert sich im letzten Satz somit ab. Denn wenn die Meldefrist keine Fortsetzung der Pokal-Saison zulässt, greift Paragraph 24.2 der HFV-Spielordnung. Das würde bedeuten, dass der FC Eintracht Norderstedt als „bestes Hamburger Amateurteam“ in der ersten DFB-Pokalrunde antritt. Die Spiele im Lotto-Pokal würden damit entfallen, es gebe keinen Pokalsieger in der Saison 2019/20. Als einzige Möglichkeit, den Hamburger Pokal „zu retten“, scheint eine Verschiebung der ersten DFB-Pokalrunde. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ soll der Deutsche Fußball-Bund (DFB) allerdings dazu bereit sein, die erste Pokalrunde auf Anfang Oktober zu verschieben. Dem müssten auch die Profi-Klubs zustimmen. Der Ausgang wäre dabei völlig unklar. So oder so bleibt dem Hamburger Fußball-Verband aktuell nichts anderes übrig, als abzuwarten. Entweder auf die Verlegung der 1. DFB-Pokalrunde, oder auf die UEFA. Die aktuelle Lage für den Verband und die noch teilnehmenden Klubs bleibt damit weiter angespannt.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.