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Kolumne

Klookschieter: Kopf einschalten – Gutes Handwerk

Niklas Heiden

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Klookschieter

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Die Cyclassics-Panne bei Altona 93 und der gute Saisonstart vom Hamburger SV III.

Ein Satz mit x, das war wohl nix. So oder so ähnlich dürften sich es viele Zuschauer gedacht haben, als sie am Sonntag gegen 15.45 Uhr die Adolf-Jäger-Kampfbahn verlassen haben. Sportlich war das einfach viel zu wenig, in der Offensive tote Hose. So einen leidenschaftslosen Auftritt habe ich von Altona selten gesehen. Aber was einen viel mehr aus den Latschen hauen sollte, war das, was Trainer Berkan Algan auf der Pressekonferenz gestehen musste. Denn: Zahlreiche Spieler kamen, aufgrund der Cyclassics, zu spät zu Treffpunkt und waren gerade einmal 45 Minuten vor Anpfiff vor Ort. Natürlich ist bis dahin noch ein bisschen Zeit bis zum Spiel, doch es bringt den gesamten Ablauf eines gesamten Teams durcheinander. Es darf und muss nicht zu viel verlangt sein, auch wenn es sich teilweise um junge Spieler handelt, dass man rechtzeitig bei seinem Spiel vor Ort ist. Das ist fast so, als wenn man einen Tag vorher nicht weiß, gegen wen man am nächsten Tag überhaupt spielt. Immerhin war das Radrennen nicht erst seit gestern bekannt, da kann man sich doch rechtzeitig informieren, wann wo welche Straßen gesperrt sind. Dementsprechend war dann auch der Auftritt auf dem Feld. Und das, so muss man es auch ganz klar sagen, reicht einfach nicht für die Regionalliga. Spielerische Defizite kann man immer mit Kampf und Mentalität ein Stück wieder wettmachen. Doch wenn es bei dieser schon nicht so weit her geholt ist, dann kann es mit dem Klassenerhalt auch nicht klappen. Zu Mittwoch muss eine andere Mentalität auf den Platz. Ansonsten geht der AFC auch bei diesem Sechs-Punkte-Spiel leer aus. Und das, wäre sehr bitter.

Überhaupt nicht bitter und überraschend erfrischend war der Auftritt vom Hamburger SV III am Freitag-abend gegen den TuS Osdorf, auch wenn die Gäste nicht so auftraten, wie man es von ihnen eigentlich kennt. Aber die „Dritte“ der Rothosen scheint aus dem einen Jahr Oberliga gelernt zu haben. Es ist deutlich eine Handschrift bei dieser Mannschaft zu sehen, die natürlich vom Trainer-Duo um Christian Rahn und Marcus Rabenhorst kommt. Aber auch die Mischung scheint bei den „Norderstedtern“ bisher zu stimmen. Das Team wirkt sehr homogen und auf dem Platz steht eine Einheit. Umso weniger verwunderlich ist es, dass die „Dritte“ so gut in die neue Saison gestartet ist. Besonders beeindruckend war am Freitagabend, dass sich das Team selbst nicht von den beiden Ampelkarten aus der Ruhe bringen ließ und auch die Bank inklusive Stuff sehr ruhig blieb. Das ist man von anderen Mannschaften durchaus anders gewöhnt und ist mal etwas deutlich anderes. Wie sagt man so schön: Viele Wege führen nach Rom. Und wenn es eben am Ende der Saison der Weg der Ruhe und Gelassenheit war, der die Dritte zum Klassenerhalt geführt hat, dann haben die Verantwortlichen ebenso alles richtig gemacht. Ich wage die Prognose, dass dieses Team noch der Stolperstein für die eine oder andere Spitzen-Truppe sein kann und wird. Es kann nur im Sinne aller sein, dass sich die Qualität der Oberliga immer weiter erhöht. Denn das macht am Ende auch den Sprung in die Regionalliga leichter. Umso schöner, dass jede Saison immer wieder neue Teams dazu kommen und diese Liga bereichern. Dieses Jahr ist es definitiv die „Dritte“.

Foto: KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.