Dienstag, 15. Oktober 2019
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Klookschieter

Klookschieter: Letzter Spieltag – Oberliga-Fazit

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Der letzte Spieltag am Wochenende und ein Fazit aus der letzten Oberliga-Saison.

Ach, wie lange hatten wir keinen Pfeffer mehr in dieser Kolumne. Ich müsste jetzt tatsächlich lange zurück schauen, wann es hier mal wieder so richtig heiß her gegangen ist. Muss lange her sein, wenn ich mich nicht mal mehr daran erinnern kann. Aber kommen wir zur Überraschung des letzten Oberliga Spieltages. Und nein, Teutonia 05 – ihr wart das nicht. Auch wenn der Sieg beim AFC vollkommen in Ordnung ging, muss man sich nicht vor dem Spalier hinstellen und noch einmal laut brüllen, dass man ja im nächsten Jahr da steht. Klassisches Eigentor. Manchmal ist Schweigen eben Gold. Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die Überraschung des letzten Spieltages ist für mich – Trommelwirbel – Concordia. Warum Cordi? Ganz einfach: Weil sie immer noch gewinnen können. Und tatsächlich scheint diese Kolumne jedenfalls zu bewirken, dass jedes Team, was hier negativ erwähnt wird, dann wieder Fußball spielt. Gilt auch für BU. Immerhin dann doch noch Rang sechs. Dementsprechend muss ich mein Mittelmaß-Kommentar aus dem Oktober korrigieren. Es ist etwas besser als Mittelmaß, aber für ganz oben reicht es auch noch nicht. Ansonsten sind echt viele Tore gefallen am letzten Spieltag. Insgesamt 42 Buden wurden gemacht. An dieser Stelle war ich aber zu faul zu schauen, ob das ein neuer Rekord ist, wenn ich ganz ehrlich bin. Eilbek-Andi, bitte übernehmen Sie. Des Weiteren konnte man sich als Amateurfußball-Liebhaber natürlich vor allem über die Zuschauerzahl bei Altona 93 freuen. Über 3000 Fans sind für ein Oberligaspiel schon mal eine Hausnummer. Das darf in der nächsten Saison gerne bei jedem Spiel an der AJK so voll sein.

Ich möchte gleich vorweg sagen: Ich kann und möchte hier jetzt nicht die gesamte Oberliga-Saison einordnen. Dazu habe ich erstens keine Lust, zweitens will das keiner lesen und drittens passt das nicht zu dieser Kolumne. Es ist vielmehr so, dass mir in dieser Saison das Herz aufgegangen ist. Und das gebe ich gerne ganz offen und ehrlich zu. Doch was hat dazu geführt? Wo soll ich da bloß anfangen. Sei es bei den Trainern, die sich gefühlt – Ausnahmen bestätigen die Regel – mehr und mehr für die Berichterstattung bedanken. Über stetig wachsende Leserzahlen, was uns natürlich am Ende auch dabei hilft, das alles hier zu finanzieren. Über tollen Fußball, gerade an der Spitze und im Tabellenkeller. Was gab es für schöne Spiele am Reinmüller oder auch im Elbe-Stadion in Wedel. Oder die Abende, wo man sich bei Cordi und Vicky buchstäblich den Hintern abgefroren hat, weil es so kalt war. Aber vor allem sportlich ist die Oberliga aus meiner Sicht deutlich attraktiver geworden. So attraktiv, dass wir dieses Jahr endlich mal wieder einen vernünftigen Meisterkampf hatten. Danke an dieser Stelle an Dassendorf, dass ihr dieses Jahr mal Platz gemacht habt. Dafür holt ihr den Pokal. Aber mal im Ernst: Aus meiner Sicht werden alle Mannschaften von Jahr zu Jahr besser und ich freue mich mit HSV III und Bramfeld schon auf die beiden Aufsteiger. Und das ist es doch, was wir alle am Wochenende auf den Plätzen erleben möchten: Spaß! Denn dieser steht doch, bei aller Professionalität, an erster Stelle. Genauso der Respekt. Eine kleine Info am Rande habe ich dann aber doch noch. Am kommenden Montag wird es die letzte Kolumne für diese Saison geben. Wir starten dann mit dem ersten Spieltag der neuen Spielzeit wieder voll durch. Aber rund um das Pokalfinale könnt ihr euch noch auf einen Klookschieter freuen. Wir sehen uns an der Hoheluft.

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.