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Kolumne

Klookschieter: Pokal-Erlebnis – Hygienekonzepte

Niklas Heiden

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Die Pokalspiele vom Wochenende und die ganz verschiedenen Hygienekonzepte.

Auf den Tag genau waren es für mich am Samstag fünf Monate, dass ich ein Fußballspiel im Hamburger Amateurfußball live gesehen habe. Es war das Spiel zwischen dem HSV Barmbek-Uhlenhorst und dem SC Victoria Hamburg (5:0) am 8. März diesen Jahres. Eine so lange Fußball-Pause hatte ich seit meinem fünften Lebensjahr wohl nicht mehr. Dementsprechend doll habe ich mich auf die Spiele gefreut und wurde nicht enttäuscht. Gleich drei Partien durfte ich an diesem Wochenende begleiten. Fußballerisch war das natürlich alles noch lange nicht oberer Standard, wie wir ihn gewohnt sind, aber das war vollkommen in Ordnung. Immerhin sind viele Jungs auch Monate raus gewesen, da können nun mal nicht alle Abläufe stimmen. Das ist aus meiner Sicht ganz normal. Ein Erlebnis waren die Spiele für mich trotzdem, dass muss ich an dieser Stelle einfach einmal ganz deutlich sagen. Da kann einfach kein Bundesliga-Spiel mithalten. Das werden viele nicht verstehen können, ich empfinde es allerdings so. An dieser Stelle noch einmal ein Dank an alle Vereine aus dem Pokal, dass ihr die Konzepte und Auflagen grundsätzlich gut umgesetzt habt. Näher äußere ich mich dazu im zweiten Teil der Kolumne. Jetzt geht es mir erst einmal darum, das Positive der Spiele hervorzuheben. Das war ein Zeichen der Hoffnung für den Fußball, dass es irgendwann einmal weiter gehen kann. Dass die Auflagen für den Liga-Spielbetrieb utopisch sind, muss aber auch klar sein. Wir brauchen einen Dialog mit der Politik, um die Zukunft der Vereine zu sichern. Das wird die größte Hürde in der nächsten Zeit sein, die die Klubs meistern müssen.

Hürden gab es an diesem Wochenende bei dem einen Spiel mehr und bei dem anderen Spiel weniger. Ausdrücklich gelobt sei an dieser Stelle der TSV Sasel, der sein Konzept als erstes auf dem Prüfstand sah und sich guten Gewissens dafür feiern lassen konnte. Eine absolute Glanzleistung. Selbst die Fans, die das Spiel vom Tor und nicht von der Anlage aus geschaut haben (es waren nur fünf BU-Fans) wurden nicht abkassiert. Selbst an Wasser hat man für die Zuschauer gedacht – und das sogar oft kostenlos. Das habe ich auf anderen Plätzen dieses Wochenende nirgendwo erlebt. Großes Lob an dieser Stelle dafür. Auf der anderen Seite war die Messlatte natürlich hoch, aber bei Teutonia 05 hatte ich leider während der gesamten Veranstaltung das Gefühl, dass die Medien nicht erwünscht gewesen sind. Das war schon im Vorfeld ein Problem und zeichnete sich auch am Spieltag so ab. So wurde beispielsweise verboten, so soll es die Behörde verordnet haben, dass Spieler mit Journalisten sprechen. In anderen Konzepten war davon nie eine Silbe zu lesen. Dann selbst viele Spieler in eine kleine Kabine zu quetschen, wie Jan Lüneburg auch bestätigte, hinterlässt einen faden Beigeschmack. Ob die Medien für T05 zu kritisch sind? Es hat für mich leider den Anschein. Umso positiver überrascht war ich vom ASV Hamburg, die extra Bauzäune zur Abgrenzung der Kabinen gezogen haben. Auch an dieser Stelle noch einmal ein großes Lob, gerade für einen Landesligisten war es sicherlich nicht einfach, alles umzusetzen. Auch die Berichte aus Halstenbek dürften einen Positiv stimmen, dass der erste Anlauf zurück auf den Platz ein Erfolg war. Es liegt nun an allen, diesen Erfolg auch in der Zukunft fortzuführen, um bald wieder regulär zu spielen.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.