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Kolumne

Klookschieter: Stier-Freistellung – „Bayern-Alleingang“

Niklas Heiden

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Die Freistellung von Marco Stier bei BU und der Alleingang des Bayern-Verbandes.

Eigentlich wollte Marco Stier sein Amt als Trainer des HSV Barmbek-Uhlenhorst erst zum Saisonende niederlegen, doch nun ist dem 36-Jährigen der Verein zuvor gekommen. Nach diversen öffentlichen Anschuldigungen in den letzten Wochen hat der Vorstand bei BU, in Person von Frank Meyer, nun die sofortige Freistellung von Marco Stier verkündet. Ein Schritt, der die wenigsten Amateurfußball-Verfolger wirklich überrascht haben dürfte. Denn, völlig unabhängig davon wie man inhaltlich zu den Anschuldigungen steht, ist die Art und Weise der Kommunikation schon ein Indikator dafür, eine Zusammenarbeit per sofort zu beenden. Ich war sehr überrascht, als BU verkündete, dass Stier erst zum Saisonende ausscheidet und habe die erste und nun korrigierte Entscheidung auch an dieser Stelle kritisiert. Aus dem einfachen Grund, weil man sich gänzlich unglaubwürdig macht. Schließlich vertritt man nach außen seinen Standpunkt, dann auf einmal soll der eigene aus BU-Sicht „Unruheherd“ aber Trainer bleiben? Hat für mich von Beginn an nicht zusammengepasst. Von daher war dieser Schritt seitens BU der einzig logische Schritt, wenn auch mit deutlicher Verspätung. Dabei wäre es eigentlich erst richtig interessant geworden, wenn die Saison fortgeführt worden wäre. Schließlich wäre Stier dann, bis zur offiziellen Freistellung durch den Vorstand, ganz normal Trainer der Oberliga-Teams gewesen.

Ganz normal läuft es bereits seit Wochen nicht mehr, schließlich hat uns die Corona-Pandemie noch immer im Griff. Auch wenn jede kleine Senkung der aktuellen Infizierten-Zahlen ein Schritt in die richtige Richtung ist, sind wir noch lange nicht am Ende angekommen. Nicht einmal die Experten sind sich einig, wann, wie und ob weitere Lockerungen sinnvoll sind. Umso mehr hat mich tatsächlich, auch wenn es letzte Woche schon Teil der Kolumne war, der Vorstoß einiger Verbände geärgert, die in so einer Phase Fakten schaffen. Fakten, die nicht mehr korrigiert werden können, sollte sich die Lage verändern. So geschehen unter der Woche im Bayerischer Fußball-Verband, der seine Saison nun offiziell nach dem 1. September erst wieder aufnimmt. Das setzt andere Verbände nun natürlich unter Druck, führt aber auch zu einem Flickenteppich, aber am Ende bei möglichen Auf- und Abstiegen auf regionalen Ebenen wieder für Probleme sorgt. Meister werden somit zu unterschiedlichen Zeiten gekürt und die Pokal-Spiele werden völlig abgesagt? Auch wenn Bayern der größte Verband im DFB ist finde ich es eine Frechheit, allen seinen Stempel aufdrücken zu wollen. Ziehen alle anderen Landesverbände nun nämlich nicht nach, fällt beispielsweise der Finaltag der Amateure, der finanziell nun nicht ganz unerheblich ist, völlig flach. Nicht hätte gegen ein Abwarten gesprochen, wie der DFB im Fall der 3. Liga entscheidet. Dementsprechend hätten nämlich auch die Regionalverbände für die Regionalligen gehandelt. Nun müssen aber alle Landesverbände die Suppe auslöffeln, die der BFV sich selber völlig versalzen hat.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.