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Kolumne

Klookschieter: Wilder Lotto-Pokal – Ausgeglichene Regionalliga

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Das wilde Wochenende im Lotto-Pokal und die ausgeglichene Regionalliga Nord.

Das war ein Wochenende im Hamburger Lotto-Pokal. Schon am Freitagabend setzte es die erste große Überraschung. Während es donnerte und blitzte, womöglich sogar der Vorbote für das Ausscheiden, verlor der Oberligist SV Curslack-Neuengamme beim Rahlstedter SC. Die Begegnung war für lange Zeit unterbrochen und wurde am Ende doch noch weitergeführt. Im Elfmeterschießen flogen die Woike-Kicker dann raus. Ein ähnliches Schicksal ereilte auch den SC Victoria Hamburg und Concordia. Beide schieden zwei Tage später kläglich gegen klassentiefere Teams aus. Vicky patzte bei Alsterbrüder, Cordi flog bei HT 16 raus. Die drei Oberligisten haben übrigens eins gemeinsam: Vor der Saison wurde ihnen eine gewisse Favoritenrolle, auch von mir, zugeschrieben. Nun zeigt sich aber, dass – Vicky sei an dieser Stelle mal ausgenommen – allein „gute Spieler“ verpflichten aber nicht ausreicht, um über einen langen Zeitraum hinweg erfolgreich zu sein. Sowohl Cordi, die in der Liga noch im Soll liegen, als auch Curslack haben deutlich ihre Ansprüche auf die Meisterrunde formuliert. Dann in der 3. Pokal-Runde auszuscheiden, dürfte nicht im Masterplan der Klubs gestanden haben. Auf der anderen Seite zeigt es aber auch, und diese fünf Euro zahle ich nun gerne, dass der Pokal weiter seine eigenen Gesetze hat. Nicht nur bei den Profis, sondern auch bei den Amateuren. Und auch wenn noch einige „höherklassige“ Vereine in den Töpfen bei der kommenden Auslosung sind würde ich mir jedenfalls wünschen, dass es dieses Jahr mal zu einer Überraschung im Finale kommt. Träumen ist ja schließlich gerade noch erlaubt.

Ein wildes Wochenende hat auch die Nord-Staffel der Regionalliga Nord, beziehungsweise die Hamburger Teams, hinter sich. Für die erste Überraschung am Sonnabend sorgte Altona 93, die beim Heider SV den ersten Saisonsieg einfuhren. Zwar ist Altona immer noch das Schlusslicht in der Tabelle, der Abstand zur Tabellenmitte beträgt aber gerade mal drei Zähler. Hinzu kommt, dass der Dreier für den AFC noch wichtig werden könnte, nämlich wenn man in einer möglichen Abstiegsrunde wieder auf den Heider SV treffen würde. Weniger gut lief es dafür beim FC Eintracht Norderstedt, die nunmehr seit fünf Spielen auf einen Dreier warten. Erst ein Sieg, am ersten Spieltag gegen Phönix Lübeck, holten die Garstedter. Das hatte sich das Trainer-Duo um Olufemi Smith und Jens Martens sicherlich anders vorgestellt. Wirklich viel vorwerfen kann man den Norderstedtern aktuell aber auch nicht. Denn es fehlt nur mehr oder weniger das Glück vor dem Tor, auch wenn man mit schöner Regelmäßigkeit aktuell die ersten Minuten von Spielen verpennt. Das es aber auch dominant geht, hat EN zuletzt im Pokal bei Paloma bewiesen. Allerdings muss die Eintracht langsam den Turbo zünden, wenn es nicht in die Abstiegsrunde gehen soll. Die zweite positive Überraschung an diesem Wochenende war die U23 des FC St. Pauli, die deutlich mit 4:0 gegen Drochtersen/Assel gewann. Die Kiezkicker scheinen sich doch schneller als gedacht mit dem neuen System angefreundet zu haben, was ich an dieser Stelle vor wenigen Wochen noch kritisierte. Mit zwei Siegen zuletzt haben sich die Boys in Brown nun aus dem Tabellenkeller gearbeitet. Bleibt aus FCSP-Sicht zu hoffen, dass der Lauf nun auch länger anhalten wird.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.