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LOTTO-Pokal

„No Grubba, no Party“: AFC wankt sich weiter

Niklas Heiden

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Absoluter Pokal-Wahnsinn vor 1235 Zuschauern im Stadion Hoheluft! Im Elfmeterschießen setzte sich der Altonaer Fußball-Club mit 7:6 gegen den SC Victoria Hamburg durch. Nach Verlängerung stand es noch 3:3-Remis. Zum großen Helden im Shootout wurde dabei AFC-Keeper Tobias Grubba.

Tobias Grubba (re.) pariert den entscheidenden Elfer von Doppeltorschütze Bergmann. Foto: Küch

Um 22.16 Uhr schlug seine Minute, ja gar Sekunde im Stadion Hoheluft: Der SC Victoria Hamburg hatte in Person von Felix Schuhmann den ersten Elfmeter des Abends in den Sand gesetzt, im Anschluss trafen alle anderen Akteure. Die Last auf den Schultern von Dennis Bergmann war am Ende zu groß. Sein Elfmeter wurde leichte Beute für AFC-Schlussmann Tobias Grubba, der den mitgereisten Anhang im Anschluss dem Sprechchor „No Grubba, no Party“ entgegenlief. Aber der Reihe nach. Die Ebbers-Elf erwischte den etwas besseren Start in die Begegnung, die sich im Laufe zu einem echten Krimi entwickeln sollte. So lauerte Vicky oft auf Konter und ging nach über einer halben Stunde sehenswert in Führung. Altona klärte einen Eckball in den Rückraum und dort wartete Dennis Bergmann. Dieser fackelte aus über 25 Metern nicht lange und hämmerte den Ball mit dem Außenrist in den linken oberen Giebel (35.). Ein absolutes Traumtor, da gab es auf der Tribüne keine zwei Meinungen. Und während Vicky in Person von Ian Prescott Claus das 2:0 liegen ließ (38.) fand der AFC nur sechs Minuten nach dem Rückstand die passende Antwort. Nach einer hohen Hereingabe war Marco Schultz in der Mitte zur Stelle und nickte die Kugel über den Schädel hinweg in die lange Ecke (41.). Doch noch vor dem Pausentee hätte der AFC nachlegen können, wenn nicht sogar müssen. Doch der Lohmann-Vertreter Hendrik Rabe konnte sich gleich zwei Mal gegen Marco Schultz und Eudel Silva Monteiro auszeichnen. Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung dann richtig Fahrt auf und das obwohl bis nach über einer Stunde nicht einmal ein wirklicher Torabschluss auf den Notizblöcken landete. Dann aber war Vicky zur Stelle und ging erneut in Front. Ian Prescott Claus wurde in der Box in Szene gesetzt und chipte das Leder über den bereits abgetauchten Grubba hinweg in die Maschen (68.). Die Antwort der Algan-Elf ließ 120 Sekunden auf sich warten, dann stand es 2:2-Remis.

Tor oder nicht Tor? Vicky jubelte bereits, doch es blieb beim 3:3 in der Overtime. Foto: Küch

Ridel Varela Monteiro stand rund 20 Metern vor dem Tor, nahm den Ball aus der Luft und hämmerte das Leder dann halbhoch links in die Maschen (71.). Richtig dramatisch wurde es dann in der Schlussphase, die erneut Vicky mit einer Gelegenheit einläutete. Claus tauchte alleine vor Grubba auf, scheiterte aber gleich doppelt an dem AFC-Schlussmann (84.). Der AFC ging seinerseits in Führung. Der eingewechselte Marcel Lück wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt, entwischte seinem Gegenspieler und stocherte den Ball mit der Pike dann in die Maschen (86.). Doch Vicky gab sich nicht geschlagen und bäumte sich noch einmal auf – mit Erfolg. Zwei Minuten vor Ultimo war dann erneut Dennis Bergmann zu Stelle, der seinen Schuss gegen den Innenpfosten kloppte und von dort sprang das Leder über die Linie (88.). Brenzlig wurde es in der Verlängerung, als Marcel Lück auf der einen Seite freistehend vergab (120.), ehe auf der anderen Seite Grubba in letzter Sekunde den AFC ins Elfmeterschießen rettete (120.+1). Der Rest vom Lied war schnell erzählt. Der AFC behielt im Shootout die Oberhand und zog am Ende in das Achtelfinale des Lotto Pokals ein. „Dieses Spiel ist schwer in Worte zu fassen. Es sind wahnsinnige Tore gefallen. Wir wussten, dass es ein harter Kampf wird“, erklärte der Held des Tages, Tobias Grubba, und fügte an: „Das ausgerechnet Dennis den entscheidenden Elfmeter verschießt, das kann sich keiner ausdenken. Ich wusste gar nicht, wo ich danach hin sollte. Ich bin dann einfach zu den Fans auf den Zaun, weil die immer Gas geben für uns. Das ist einfach nur geil!“. Sein Trainer, Berkan Algan, erklärte: „Wir haben es etwas versäumt, unsere Angriffe auch in Tore umzumünzen. So machen wir uns das Leben schwer. Aber wir haben Moral bewiesen und uns wieder reingekämpft. Wir haben beim Elfmeterschießen Glück gehabt.“ SCV-Übungseiter Marius Ebbers bilanzierte abschließend: „Das war Werbung für den Lotto Pokal. Wir haben bei beiden tolle Tore gesehen. Eigentlich hatte das Spiel keinen Verlierer verdient.“

Foto: Christian Küch

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.