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Amateurfußball

Novum! Erster Verband beendet jetzt auch die Pokal-Saison

Niklas Heiden

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Toto-Pokal, Bayern
Foto: IMAGO / Jan Huebner

Großenteils ist die Amateurfußball-Saison in ganz Deutschland abgebrochen. In einer Frage waren sich die Landesverbände aber bisher einig: Die Pokal-Saison sollte zu Ende gespielt werden, wenn es sportlich möglich ist. Ein erster Verband hat den Pokal-Abbruch beschlossen.

Fast alle 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben sich inzwischen auf einen Saison-Abbruch geeinigt. Außen vor blieb aber immer der Pokal-Wettbewerb. Durch die Teilnahme des Pokalsiegers an der ersten Runde des DFB-Pokals ist dieser Wettbewerb nämlich mit viel Geld verbunden – auch für den Verband. Als erstes hat sich nun der Bayerische Fußball-Verband aus der Deckung gewagt und entschieden, den Pokal abzubrechen. Das bestätigte der BFV am Donnerstag auf seiner Webseite. Grund dafür ist die fehlende Perspektive durch die Corona-Pandemie, dass der Wettbewerb noch regulär beendet werden kann. Der Bayern-Verband hatte extra für diesen Fall einen Vier-Punkte-Plan erstellt. So sollte das Vorgehen transparent dargestellt werden. Durch die Ankündigung der bayerischen Politik, dass die Beschränkungen für den Sport bis zum 26. April weiter gelten sollen, ist eine Fortsetzung aus Sicht des BFV nicht mehr realistisch. „Damit steht gemäß des vom BFV-Vorstand verabschiedeten Vier-Punkte-Plans de facto auch fest, dass die Durchführung des Ligapokal-Wettbewerbs nicht mehr möglich ist. Entsprechend wird dieser auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene als Zusatzwettbewerb gestrichen.“

Regionalliga-Klubs sollen „gesonderte Entscheidung treffen“

„Den entsprechenden formellen Beschluss wird der Vorstand in seiner Sitzung am 14. April 2021 fassen“, heißt es in der Mitteilung. Allerdings wies der BFV darauf hin, dass diese Entscheidung nicht für die Regionalliga Bayern gelte, die bekanntlich den Teilnehmer zur ersten DFB-Pokalrunde ausspielen. Allerdings steht auch dort die Fortsetzung auf der Kippe. Dort sei mit den Vereinen noch eine „gesonderte Entscheidung zu treffen“. Für die Frauen und die Junior:innen werden noch gesonderte Regelungen erstellt. „Der Toto-Pokal-Wettbewerb soll im Austragungsmodus noch nicht verändert werden. Bezüglich der möglichen Fortführung des Toto-Pokal-Wettbewerbs bzw. der Ermittlung des Teilnehmers an der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde wird ein separater Vorschlag im Dialog mit den noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen durch den Verbandsvorstand erarbeitet“, heißt es abschließend. Anders als in Hamburg, wo bei einem Abbruch das bestplatzzierteste Team des Verbandes als DFB-Pokal-Teilnehmer gemeldet wird, gibt es eine solche Regelung in Bayern nicht. Hamburg setzt weiterhin darauf, den Pokal in den kommenden Wochen noch sportlich regulär mit Spielen beenden zu können.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.