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Amateurfußball

Streit über Fortsetzung: Regionalliga Südwest ist uneins

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Foto: imago images / Patrick Scheiber

In der Regionalliga Nord ist der Spielbetrieb unterbrochen, in der Regionalliga West wird trotz Lockdown weiterhin Fußball gespielt. In der Regionalliga Südwest ist darüber ein Streit entfacht. Die Kickers Offenbach drohen nun mit rechtlichen Schritten, sollte die Liga ausgesetzt bleiben.

Während in der Regionalliga Nord der Spielbetrieb ruht und in der Regionalliga West weitergespielt wird, ist in der Regionalliga Südwest ein Streit über eine mögliche Fortsetzung entfacht. Die Spieltage für Dienstag und Mittwoch waren bereits abgesagt worden, nun macht sich vor allem Kickers Offenbach für eine baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebes stark. „Wir werden eine negative Beeinflussung eines einzelnen Clubs auf die Gesamtentscheidung Profi- oder Amateursport in jedem Fall nicht akzeptieren. Wir haben bereits in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass wir auch juristisch kämpfen können und wollen“, heißt es in einem offenen Brief des OFC-Geschäftsführung an Sascha Döther, Geschäftsführer der Regionalliga Südwest. „Wer das Fußballspielen in der Regionalliga nur als sein privates Hobby betrachtet, sollte sich vom Spielbetrieb abmelden“, heißt es weiter. Bisher hat sich die Regionalliga Südwest noch nicht offiziell zur Forderung der Offenbacher geäußert. Gegenwind kommt vom einzigen bayerischen Staffel-Konkurrenten Alzenau, die sich schon für einen Liga-Stopp ausgesprochen hatten.

Alzenau kritisiert OFC – FSV Frankfurt will keine Geisterspiele

„Auch wenn mach uneinsichtiger Funktionär aus unserer Liga noch versucht diese Bundesentscheidung zu kippen, ist fest davon auszugehen, dass am kommenden Wochenende letztmals der Ball im Wettkampfbetrieb der Regionalliga Südwest rollt“, heißt es aus Alzenau. Derweil macht man sich beim FSV Frankfurt vor allem Sorgen, sollten mögliche Geisterspiele ein Thema werden. „Wir würden befürworten, mit 250 Zuschauern zu spielen, das sollte irgendwie möglich sein. Geisterspiele sind ein wirtschaftlicher Faktor, der schwierig darzustellen ist“, sagte FSV-Geschäftsführer Patrick Spengler gegenüber dem „Hessischen Rundfunk“ und ergänzte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf einmal fünf Bundesländer jetzt auf einmal sagen: Ihr seid Profis“. Und genau darin liegt das große Problem der Regionalliga Südwest. Ähnlich wie bei der Regionalliga Nord kommen die Teams aus mehreren Bundesländern, die alle die Regionalliga als „Profi-Sport“ einstufen müssten. Ein Bundesland, welches dies nicht tut, könnte ausreichen, um einen Spielbetrieb nicht möglich zu machen. „In Hessen wissen wir, es sind Profivereine“, sagt auch Spengler. Ob die anderen Bundesländer aber auch so entscheiden, ist nach aktuellem Stand unklar. Eine Entscheidung der Regio Südwest wird in dieser Woche erwartet.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.