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Amateurfußball

Vorbild für Hamburg? Amateurfußball auf der Konsole

Niklas Heiden

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Symbolbild: imago images / Kolvenbach

Zwar rollt der Ball im Training, mit Abstand, wieder über die Rasen- und Kunstrasenplätze in Hamburg, an ein wirkliches Fußballspiel ist allerdings nicht zu denken. Nun könnte allerdings ein tolles Beispiel aus der Nachbarstadt Bremen als Vorbild für die Hamburger Oberliga dienen.

Die Corona-Krise hat den Amateurfußball weiterhin fest im Griff. Zwar darf seit einigen Wochen in Hamburg wieder kontaktlos trainiert werden, an ein richtiges Fußballspiel ist allerdings nicht zu denken. Jedenfalls, wenn es tatsächlich um das Spiel auf dem Platz geht. Denn: Ein Beispiel aus dem Stadt-Staat Bremen könnte auch für den Hamburger Amateurfußball Schule machen. Dort trugen die beiden Top-Teams der Bremen-Liga, der Bremer SV und der FC Oberneuland, das Spiel virtuell auf der Konsole aus. Das berichtet der „Weser Kurier“. Der Bremer SV-Fan Sorin Lemke habe demnach 32 Mannschaften aus der Ober- und Landesliga in Bremen nahezu detailgenau im Spiel „Pro Evolution Soccer“ erstellt. „Die Kommerzialisierung des Profifußballs hat mich abgeschreckt“, sagt Lemke gegenüber der Zeitung. Deshalb habe er vor zwei Jahren angefangen, die Mannschaften in dem Simulationsspiel „nachzubauen“. „Da man hier die Mannschaften und Spieler editieren kann, lag es für mich irgendwann nahe, auch den Bremer SV zu erstellen“, so der Amateurfußball-Fan weiter, der die Spieler nach seinem Gefühl bewertete. Beide Vereine erfuhren von der Leidenschaft Lemkes und trugen das Spiel virtuell aus. Lemke spielte mit seinem BSV gegen den computergesteuerten FC Oberneuland am Ende 3:3-Remis. Als Informationsquelle für die Statistiken nutzte der 45-Jährige vor allem das Portal „transfermarkt.de“.

Team-Zahl passt auch für den Pokal – Vorbild für Hamburg?

Glücklicher Zufall zudem: Die 32 Mannschaften die Lemke erstellt hat, passen auch für den Pokal. So kann der BSV-Fan auch die Pokal-Spielzeit nachspielen. 40 bis 50 Stunden Arbeit stecken nach seinen Angaben in dem Aufbau der Teams. „Die Transfers im Sommer verlangen mir alles ab. Im WESER-KURIER werden viele Wechsel zum Glück vermeldet. Aus Niedersachsen kommen meistens nur wenige Neuzugänge, deswegen muss ich nicht so viele neue Spieler erstellen. Aber es ist trotzdem eine mühsame Arbeit“, blickt der 45-Jährige bereits in die Zukunft. In diesem Zusammenhang kommt die Frage auf, ob Personen auch ähnliches für die Oberliga Hamburg veranstaltet haben. Möglicherweise gebe es so die Möglichkeit, getreu den Corona-Regeln, mit genügend Abstand die Saison in einem witzigen Rahmen zu beenden. AFH nimmt gerne entsprechende Hinweise/Meldungen entgegen.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.