Freitag, 28. Juli 2017
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Burmester: „Ich konnte nur Nein sagen“

Dirk Burmester ist nicht mehr Co-Trainer vom Altonaer Fußball-Club – und das nicht erst seit Mittwoch, sondern schon seit knapp einem Monat. Der 54-Jährige zeigt sich von den Verantwort-lichen enttäuscht. Wir haben mit dem ehemaligen Co-Trainer von Berkan Algan gesprochen.

Denn nach unseren Informationen ist Burmester schon seit  knapp einem Monat nicht mehr Co-Trainer beim Regionalliga-Aufsteiger, musste bereits vor der Vorbereitung seine Koffer packen. Am Donnerstag-vormmitag erreichten wir den 54-Jährigen für eine Stellungnahme: „Erstmal möchte ich mich für zwei tolle Jahre beim AFC bedanken, auch bei dem Umfeld und den tollen Fans. Es war eine tolle Erfahrung und eine wunderbare Zeit. Ich wünsche auch der Mannschaft alles Gute für die neue Saison und bedanke mich auch bei allen Spielern“, erklärt uns Burmester. Bereits am 1.4 hatte sich der Vertrag von Burmester automatisch verlängert, die Wende kam wenige Wochen vor Trainingsbeginn. „Die Aussage von Berkan Algan war immer, dass wir so im Funktionsteam weiter zusammenarbeiten wollen. Nachdem auch der Vorbereitungsplan per Mail erhalten habe, war es völlig klar, dass ich mit ins Trainingslager fahre. Das war auch so mit Andreas Klobedanz besprochen“, schildert uns der ehemalige Co-Trainer und fügt an: „Am 31.5 haben wir dann alle den Regio-Aufstieg gefeiert und ich habe mich auch schon auf die neue Aufgabe gefreut. Dann habe ich am 9.6 einen Anruf von Berkan Algan und Andreas Klobedanz bekommen – beide haben mir einen schönen Urlaub gewünscht. Nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub (24.06) sollte ich Berkan am Sonntag (25.06) in seiner Bar besuchen. Wir wollten dann über das Thema „Spielbeobachtung sprechen.“ Burmester ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nichts, fuhr mit seiner Frau in den Urlaub.

„In meinem Urlaub wurde ich dann, eine Woche vor Trainingsbeginn, erneut von Algan kontaktiert, der mir sagte, dass er in der kommenden Saison einen Co-Trainer braucht, der vier Mal die Woche beim Training ist, am Donnerstagvormittag zusätzlich eine Schicht übernimmt, am Samstag ein Spiel des Gegners beobachtet und dann am Sonntag bei dem eigenen Spiel vor Ort ist. Das wären sechs Tage pro Woche Fußball – zusätzlich zu meinem normalen Job. Zudem sollte ich die Fahrtkosten selber übernehmen“, zeigte sich Burmester überrascht über die Entwicklung. „Daraufhin habe ich gesagt, dass ich mir das überlegen muss, weil das ja auch deutlich mehr Aufwand ist. Ich konnte im Endeffekt nur Nein sagen, alles andere wäre – bei diesem Aufwand – nicht in Frage gekommen. Anschließend habe ich darum gebeten, dass ich mich noch von der Mannschaft verabschieden darf“, fügt der ehemalige Co-Trainer an. „Das war ein sehr emotionaler Moment für mich, die Mannschaft hat sich aufgestellt, mich sehr nett verabschiedet. Damit war für mich das Thema, bereits am 20.6, bei Altona erledigt“, so der 54-Jährige, der abschließend weitere Kritik übte: „Wenn man eine Woche vor Vorbereitungsstart das Anforderungsprofil des Co-Trainers so drastisch ändert, dann ist das schon etwas komisch. Sowas plane ich deutlich früher. Erst wünschen sie mir noch einen schönen Urlaub und eine Woche später machen sie mir ein Angebot, dass ich gar nicht annehmen kann“, tat der 54-Jährige Co-Trainer sein deutliches Unverständnis kund.

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.