Dienstag, 25. April 2017
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„Drosseln“ schocken Rothosen-Nachwuchs

Nach sieben Punkten aus sieben Tagen knüpfen die Kicker des SpVgg Drochtersen/Assel auch gegen die U21 des Hamburger SV an den Aufwärtstrend der letzten Wochen an und fertigen den Tabellendritten locker mit 4:0 ab. Für die Rothosen reißt damit nicht nur eine Sieges-Serie.

Der umjubelte Führungstreffer der "Drosseln" durch Elferschütze Mau. Foto: Heiden
Der umjubelte Führungstreffer der „Drosseln“ durch Elferschütze Mau. Foto: Heiden

Vor den Augen von 1452 Zuschauern erlebte der Bundesliga-Nachwuchs des Hamburger SV am Freitagabend ein Debakel in Drochtersen. Mit 0:4 schickten die Maaßen-Schützlinge die Rothosen zurück in die Hansestadt – die Sieges-Serie ist damit futsch. Auch Trainer Dirk Kunert zeigte sich verärgert: „Wir sind überhaupt nicht in die Partie gekommen und waren nach dem 0:1 auch noch einer weniger“, erklärte Kunert anschließend. Explizit meinte der HSV-Coach damit die 36 Minute, als Referee Schlüwe nach einem dusseligen Handspiel von Jonas Behounek im Sechzehner auf den Punkt zeigte. Nico Mau trat an und verwandelte sicher für die Gastgeber. Zu allem Überfluss musste sich nur wenige Sekunden zuvor auch Kerim Carolus verabschieden, der nach einem Foulspiel im Mittelfeld die Ampelkarte gesehen hatte. Ein rabenschwarzer Tag für den HSV-Verteidiger, der auch in den Minuten zuvor bereits keine gute Figur abgab. Nach dem Seitenwechsel schien sich die Kunert-Equipe dann zu fangen – im Nachhinein war es nur eine Momentaufnahme. Knapp zehn Minuten war der zweite Durchgang alt, als Alexander Neumann das Leder nach einem Zuspiel von Nagel an HSV-Keeper Morten Behrens vorbei in die Maschen drückte.

Kerim Carolus sieht von Schiedsrichter Marius Schlüwe die Ampelkarte. Foto: Heiden
Kerim Carolus sieht von Schiedsrichter Marius Schlüwe die Ampelkarte. Foto: Heiden

Desolat: die Kreierung von Torchancen des HSV. Satte 70 Minuten benötigten die Kunert-Schüler für den ersten Torabschluss in der Partie – Rafael Brand hatte nach seiner Einwechslung es einmal auch der Distanz probiert. Auf der Zielgeraden legten die „Drosseln“ dann erneut nach und machten alles klar. Ein Doppelpack von Oliver Ioannou sicherte den Gastgebern dabei den verdienten Heimdreier. „Nach dem 2:0 war es klar, dass es schwer für uns wird. Drochtersen war cleverer und hat deshalb auch verdient gewonnen. Wir haben uns wie Schüler angestellt“, ärgerte sich Kunert. SpVgg-Trainer Enrico Maaßen war hingegen zu Scherzen aufgelegt: „Das war heute so Leidenschaftlich, das kann man kaum in Worte fassen. Jeder hat gesehen, dass diese Mannschaft unbedingt will“, so der 33-Jährige. Doppeltorschütze Oliver Ioannou freute sich ebenfalls über den wichtigen Heimdreier: „Das war heute eine Gala-Vorstellung von uns. Wir haben heute gezeigt, dass wir eine kämpferische Mannschaft sind“, so Ioannou, der anfügte: „Der HSV war Tabellendritter und hatte einen richtig guten Lauf. Wenn man dann zu Hause noch 4:0 gewinnt, ist das Gefühl natürlich umso schöner“, ergänzte Ioannou, der sich nun auf den FCSP freut: „Wir sind sehr bescheiden. Unser Ziel ist es mindestens einen Punkt zu holen“, so der 28-jährige abschließend.

Fotos: Niklas Heiden

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.