Donnerstag, 23. November 2017
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Köhlert wirbelt, Giese köpft: HSV II zermürbt Altona

Achter Heimsieg unter Dach und Fach, der Lauf geht weiter! Die Hamburger SV U21 baute am Samstag die Tabellenführung weiter aus – 2:0 gegen den Altonaer Fußball-Club. Henrik Giese und Mohamed Gouaida brachten die Rothosen dabei vor über 1100 Zuschauern auf die Siegerstraße.

Henrik Giese drückte das Leder tatsächlich mit der rechten Hacke in die Maschen. Foto: KBS-Picture

Die Gäste aus Altona kamen zu Beginn besser in die Partie und hatten auch gleich die erste bessere Gelegenheit. Morten Behrens ging viel zu früh aus seinem Kasten und hämmerte die Pille dann vor die Füße von Mark Hinze. Dieser schaltete blitzschnell und haute aus der Distanz drauf. Der Ball knallt nur gegen den Pfosten, den Abpraller vergab Marco Schulz (8.). Und auch die nächste Szene hatte es in sich. Stefan Ambrosius rutschte nach einem Kopfballduell mit Schulz aus und machte den Weg so frei für Ulas Dogan, der aber aus kurzer Distanz an Behrens scheiterte (19.). Fünf Minuten später bestraften die Rothosen die nicht gemachten Möglichkeiten. Mats Köhlert ließ auf dem rechten Flügel Serhat Cayir aussteigen und brachte die Kugel dann butterweich in den Fünfmeterraum. Dort stand Hendrik Giese völlig blank und drückte den Ball über die Linie (25.). Kurz vor der Pause war es dann Marco Schultz, der zu eigensinnig agierte und deshalb einen guten Konter leichtfertig herschenkte (39.). Nach etwas mehr als einer Stunde waren es dann erneut die Gastgeber, die die dicke Möglichkeit zur Entscheidung liegen ließen. Seo kam von links zum Flanken und fand in der Mitte Mohamed Gouaida, der von Niklas Holz nahezu zum Tore schießen eingeladen wurde. Doch der Kopfball des HSV-Stürmers landete in den Armen von Tobias Grubba (60.). Acht Minuten später war es dann Bakery Jatta, der freistehend fahrlässig über die Kugel haute. Bitter für den HSV: Nach einem Foulspiel im Mittelfeld sah Moritz Kwarteng die Ampelkarte, hatte früh wegen Ball wegschießen den gelben Karton gesehen. In Unterzahl schlug die Titz-Equipe elf Minuten vor Ultimo dann eiskalt zu. Mohamed Gouaida kam über den rechten Flügel, zog dann in die Mitte und schloss von der Sechzehnerkante ab. Sein Schuss segelte perfekt ins lange Eck, keine Abwehr-chance für Grubba (79.). Glück für den AFC: Bakery Jatta vergab in der Folge mehrfach die Chance, noch weiter zu erhöhen.

Moritz Kwarteng (li.) sieht von Referee Yannick Rath die Ampelkarte und muss runter. Foto: KBS-Picture

Torschütze Henrik Giese schilderte seinen Treffer im Nachgang so: „Ich war irgendwie am Ball, ich glaube mit der Hacke. Am Ende des Tages ist es egal, wie der Ball ins Tor gegangen ist, Hauptsache der Ball war im Tor. Das war für uns der Brustlöser, weil wir vorher nicht so gut im Spiel waren“, so Giese, der anfügte: „Das wir zu null gespielt haben, haben wir unserem Torwart Morten Behrens zu verdanken. Der hat uns heute mehrfach im Spiel gehalten. Ich finde, dass Altona das ganz gut gemacht hat. Wenn das 0:1 fällt, dann kann das Spiel natürlich auch anders ausgehen“, erklärte Giese und fügte an: „Mir reicht es, wenn wir zu null spielen. Dann freue ich mich schon sehr. Die Tore können gerne andere machen. Aber wenn es dann mal klappt, dann nehme ich das gerne mit.“ Außenbahn-Wirbelwind Mats Köhlert nach Abpfiff: „Für mich war die lange Verletzung, über drei Monate, natürlich komplett neu. Ich denke, heute war ein allgemein guter Tag für die ganze Mannschaft. Dann ist es für mich natürlich umso einfacher, auch wieder auf die 100 Prozent zu kommen“, bilanzierte Köhlert. Und weiter: „Ich versuche natürlich variabel zu sein und meine Stärken auszuspielen. Wir haben Altona sehr tief erwartet und so ist es auch gekommen. Aber wie man gesehen hat, kann auch bei uns jeder treffen. Nicht nur Törles“, scherzte der 19-Jährige. Sein Trainer Christian Titz gab zu Protokoll: „Wir haben natürlich in der ersten Phase Glück gehabt, dass es kein Gegentor gab. Aber mir war auch klar, dass wir Chancen bekommen werden und diese auch nutzen.“ AFC-Trainer Berkan Algan erklärte abschließend: „Wir haben unsere beiden ganz klaren Torchancen leider nicht genutzt. Und dann ist das nun mal so, wenn man da unten steht, dann passiert dann auch mal schnell so ein Gegentor. Für die Jungs war es dann natürlich schwer, mit dieser Situation umzugehen. Am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da. Wir können leider nur Erfahrungswerte mitnehmen.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.