Dienstag, 21. August 2018
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Pauli II holt trotz Keller-Rot nur 1:1-Remis

He did it again: Bei seiner Rückkehr zur alten Liebe flog Joel Keller nach 13 Minuten mit Rot vom Platz – der zweite Platzverweis der Saison. Vor 141 Fans trennten sich die U23 des FC Sankt Pauli und der SC Weiche Flensburg mit 1:1. FCSP-Trainer Philipkowski war im Anschluss nicht zufrieden.

Zum zweiten Mal Rot im zweiten Spiel: Joel Keller musste den Platz früh verlassen. Foto: KBS-Picture

„Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt gegen den Meister zufrieden gewesen – nach dem Spiel bin ich es nicht“, ärgerte sich FCSP-Coach Joachim Philipkowski. Denn die Partie hatte für die Kiezkicker eigentlich ideal begonnen. Bereits nach 13 Minuten brachte Joel Keller, der vor der Saison von den Boys in Brown in den hohen Norden nach Flensburg wechselte, Sirlord Conteh im Sechzehner zu Fall. Referee Franz Bokop entschied nicht nur sofort auf Strafstoß, sondern zeigte Keller zudem auch glatt Rot. Für den Schweizer bereits der zweite Platzverweis, auch am ersten Spieltag wurde der 23-Jährige vom Platz gestellt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ersin Zehir ganz cool zur FCSP-Führung (15.). Und die Gastgeber ließen weitere große Chancen liegen. Sirlord Conteh drang in die 08-Box ein und hatte bereits Weiche-Keeper Florian Kirschke überwunden. Aus dem Rückraum rauschte Luis Coordes an, der im letzten Moment von Torge Paetow am Abschluss gehindert wurde (24.). Rund zehn Minuten später zappelte die Kugel dann erneut im Netz, wenn auch auf höchst strittige Art und Weise. Göhkay Isitan schloss im Sechzehner mit der Pike ab, der Ball streifte den im Abseits stehenden Gary Noel. Der Ball änderte seine Flugbahn und wurde unhaltbar für den ansonsten starken Pauli-Schlussmann Leon Schmidt (36.). Und eben jener Schmidt war es auch, der sein Team kurz vor der Pause vor dem 1:2 bewahrte. Paetow flankte von rechts auf den zweiten Pfosten zur Jürgesen, der aus zwei Metern mit voller Wucht auf den Kasten köpfte. Schmidt machte sich lang und riss zusätzlich die Fäuste hoch, konnte den Ball so abwehren (44.).

Sirlord Conteh (li.) ist einen Schritt schneller als Finn Wirlmann (re.) am Ball. Foto: KBS-Picture

Und auch nach dem Seitenwechsel waren die Flensburger erstmal wieder besser im Spiel. Alessandro Otte verschätzte sich nach einem Befreiungsschlag von Patrick Thomsen total und machte so den Weg für Gary Noel frei. Dieser lief alleine auf Schmidt zu, wurde aber noch gerade rechtzeitig von Brian Koglin gestoppt (55.). Die vorerst beste Chance der Gastgeber nach der Pause vergab Ersin Zehir, der bei einem Distanzschuss den Einschlag nur knapp verfehlte (77.). Doch zwei Minuten vor Ultimo sollten die Kiezkicker erneut die dicke Chance auf den Sieg bekommen. Florian Carstens spielte einen schönen Diagonalball auf Dario Kovacic, der alleine im Weiche-Strafraum stand und den Ball nur noch auf den Kasten bringen muss. Doch der 19-Jährige entschied sich für einen Querpass auf Viet, der den Ball verlor. „Wir haben in den ersten 30 Minuten den Gegner ganz klar beherrscht, haben Fußball gespielt. Durch den Elfmeter machen wir auch verdient das 1:0“, erklärte Philipkowski im Anschluss und fügte an: „Für mich war die entscheidende Szene der Freistoß. Wir sind mit allem anderen beschäftigt, als mit dem Ball. Dennoch bin ich mir ganz sicher, dass es ein Abseitstor war. Das hat und in der Endphase schon aus dem Konzept gebracht. Ich hätte es den Jungs gegönnt, wenn sie heute gewonnen hätten.“ Sein Gegenüber, Weiche-Trainer Daniel Jurgeleit bilanzierte zum Platzverweis abschließend: „Insgesamt ist das schon unglücklich. Ich glaube nicht, dass das die Regel wird. Das waren auch keine bösartigen Fouls. Vielleicht muss man in so einer Szene auch einfach mal wegbleiben. Das wäre vielleicht cleverer gewesen.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.