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Regionalliga Nord

0:1 gegen Bremen II: Die HSV II-Krise geht weiter

Niklas Heiden

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Fünfte Pleite in Folge, seit sieben Spielen ohne Sieg: Vor 450 Fans war bei der Hamburger SV U21 auch gegen die SV Werder Bremen U23 Sand im Getriebe – aber nur, was das Ergebnis anging. Mit 0:1 mussten sich die Rothosen geschlagen geben. Dabei hatte die Drews-Elf die besseren Chancen.

„Das fragen sich alle, warum wir verloren haben – auch die heute nach Bremen fahren“, ärgerte sich HSV II-Kapitän Sebastian Haut nach Spielende. Denn auch nach fünf Pleiten in Folge wollte es auch gegen die U23 des SV Werder Bremen nicht gelingen, einen Dreier einzufahren. Dabei hatten die Rothosen diesmal sogar die nötigen Chancen dazu. Doch die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlte. Die erste gute äußerst Gelegenheit des Spiels gehörte auch zuerst den Gästen von der Weser. Luc Ihorst und Kebba Badjie spielten die Rothosen im Strafraum schwindelig und am Ende schloss letzterer, gegen die Laufrichtung von Kevin Haar, ab. Henrik Giese bekam auf der Linie aber noch den Fuß dazwischen (5.). Die beste Werder-Chance im ersten Durchgang. Danach spielten oftmals nur die Drews-Kicker. Gentrit Limani zog aus halbrechter Position ab und zwang den Werder-Keeper damit zu einer guten Parade (6.). So ging es in der Folge auch weiter. Lukas Pinckert chipte die Pille vom rechten Strafraumeck auf den zweiten Pfosten, wo Tobias Fagerström aus kurzer Distanz zum Kopfball kam. Werder-Keeper Luca Plogmann war aus kurzer Distanz zur Stelle und rettete sensationell für Werder (19.). Es ging weiterhin nur in eine Richtung. Nachdem eine Flanke von Pinckert durch den gesamten Werder-Strafraum flog, landete sie auf der anderen Seite bei Kusi Kwame und segelte erneut in den Sechzehner. Diesmal kam Khaled Mohssen per Volley dran, doch Plogmann rettete erneut (28.). Ebenso wenig zu Jubeln hatten die Rothosen kurz vor der Pause, als Lukas Pinckert aus spitzem Winkel einen Pass von Fagerström gegen die Latte ballerte (35.).

Der große Schock für die Hamburger folgte dann keine 180 Sekunden nach dem Pausentee. Henry Rorig flankte von der rechten Außenbahn auf den zweiten Pfosten, wo Werder-Kapitän Kevin Schumacher blank stand und per Kopf aus kurzer Distanz vollstreckte (48.). Die kalte Dusche für die Drews-Equipe, die aber dort weiter machte, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. Nach einem Eckball flog das Leder gleich mehrfach wild im Strafraum der Bremer hin und her, bis Maximilian Geissen aus dem Rückraum abzog. Ein Gäste-Spieler klärte das Leder noch auf der Linie (51.). Stephan Ambrosius spielte einen langen Ball nach vorne, Plogmann kommt aus seinem Kasten und köpfte den Ball direkt zu Julian Ulbricht. Doch dessen Kopfball in die andere Richtung war dann zu ungenau (74.). Vor allem in der Schlussphase schlug HSV-Trainer Drews mehrfach die Hände vor dem Gesicht zusammen, taten sich seine Schützlinge doch weiter schwer vor dem Kasten. Erst verpasste Faride Alidou den Querpass auf Fagerström (79.), dann wurde ein zweiter Abschluss des HSV-Stürmers noch über das Tor gelenkt (80.). Und da auch Lukas Pinckert bei seinem Abschluss zu genau zielte, blieb es am Ende bei dem knappen Sieg für die Bremer (80.). „Die ersten zehn Minuten hatte Werder auch eine gute Chance, aber dann kontrollieren wir das Spiel komplett und haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben alles gemacht, außer das Tor. Und wie es aktuell so läuft, kriegen wir hinten dann das Tor. Da habe ich keine Erklärung für“, ärgerte sich Haut weiter und ergänzte: „Ich schätze die Lage noch nicht so brisant ein, aber es wird echt Zeit, dass wir punkten. Ich würde den Abstiegskampf annehmen und will schnellstmöglich auf einen einstelligen Tabellenplatz. Wir müssen aber auf jeden Fall nach unten gucken und uns ds rausarbeiten.“

Eine wirkliche Erklärung für die aktuelle Lage hat aber auch der HSV-Kapitän nicht. Haut: „Es ist schwer zu sagen, woran es liegt. Heute hatten wir viele Chancen und haben sie nicht genutzt. Natürlich hält der Torwart einige auch super, aber dann ist auch Pech dabei. Es läuft halt einfach nicht.“ Hannes Drews bilanzierte nach Abpfiff: „Ich glaube zur Halbzeit müssen wir 3:1 führen. Aber wie sagt man so schön: Hast Du Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß. Leider hat Bremen ein Tor geschossen und wir keins. Wenn man sich mal die anderen Spiele anguckt, dann kann ich der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen – außer, dass wir kein Tor schießen“, so der Chefcoach, der das Verhalten seiner Spieler beim Gegentor kritisierte: „Bei dem Foul an uns diskutieren wir lange und dann fehlen hinten zwei Spieler.“ In der Analyse, woran die aktuelle Niederlageserie liegen könnte, erklärte Drews: „Wenn wir uns angucken, was wir am Anfang für einen Kader hatten und jetzt, dann ist es eine Qualitätsfrage. Da waren Steinmann, Ito oder auch Vagnoman dabei. Die Jungs geben alles, aber wenn solche Spieler mitspielen, dann ist es nochmal etwas anderes.“ Dennoch mahnt der Trainer für die kommenden Wochen. Drews: „Die schätze die Lage jetzt sehr gefährlich ein. Wir haben viele Verletzte. Wir müssen nun fleißig Punkte sammeln. Aber jede Mannschaft der Welt würde auch Probleme bekommen, wenn beide Torhüter ausfallen. Wenn man auf dieser Position immer wieder wechseln muss, dann ist es schon schwierig. Es geht jetzt darum eine Konstanz ins Spiel zu bekommen. Zudem müssen wir jedes Spiel so gallig angehen, wie gegen Bremen. Das Spiel heute war nahezu am Limit. Da geht mit dem Spieler-Material einfach aktuell nicht mehr.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.