Donnerstag, 18. April 2019
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0:3 bei Vicky: Medaiyese verhindert Blamage

Erster Sieg im Pflichtspiel-Debüt beim SC Victoria Hamburg: Das Trainer-Duo Fabian Boll/Marius Ebbers feierte mit Vicky am Freitagabend einen ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen den FC Süderelbe. Zeitgleich kamen zahlreiche Spenden für den verstorbenen Trainer Gody Hoedoafia zusammen.

Ließ zahlreiche Chancen gegen Süderelbe liegen: Vicky-Stürmer Bibie Njie. Archivbild: KBS-Picture

Mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Trainer Gody Hoedoafia starteten die rund 500 Zuschauer in die Rückrunde der Oberliga Hamburg. Die Partie im Stadion Hoheluft war keine 120 Sekunden alt, als die Pille bereits im Netz des FC Süderelbe lag. Vor dem eigenen Sechzehner ließ sich Martin Sobczyk die Pille von Bibie Njie abluchsen, der alleine auf Keeper Victor Medaiyese zulief und eiskalt vollstreckte. Und so war dem neutralen Zuschauer bereits früh klar, dass die Gäste vom Kiesbarg einen gebrauchten Tag erwischt hatten. Denn: In der Folge ließ Vicky gleich mehrere Hochkaräter aus, auch wenn Dennis Lohmann nach sieben Minuten zuerst noch in höchster Not gegen Ernesto Keisef rettete. Immer wieder wurde Bibie Njie in Szene gesetzt, der alleridngs gleich mehrfach am Süderelbe-Schlussmann Medaiyese scheiterte (10., 13.). Erst nach knapp zwanzig Minuten legten die Hausherren, bei denen Fabian Boll und Marius Ebbers zum ersten Mal in einem Pflichtspiel auf der Trainerbank Platz nahmen, nach. Len-Aike Strömer schickte Dennis Bergmann auf die Reise, der alleine auf Medaiyese zulief und im ersten Versuch noch scheiterte. Den Abpraller drückte der 25-Jährige dann ins Netz (23.). Und Süderelbe? Bekam nach vorne wenig zustande und wirkte in der Defensive alles andere als sicher. Das zeigte sich auch wenige Minuten nach dem 2:0, als erst Julian Schmid und dann Strömer beide in Medaiyese ihren Meister fanden. Und das die Kiesbargler am Freitagabend an der Hoheluft nicht gänzlich untergingen, hatten die Guersan-Kicker nur ihrem Keeper zu verdanken, der immer wieder aus allem möglichen Lagen das Leder rettete.

Vicky-Trainer Fabian Boll feierte im ersten Spiel gleich den ersten Sieg. Archivbild: KBS-Picture

Denn auch nach dem Seitenwechsel klärte der ehemalige Victorianer mehrfach glänzend, hielt gegen Bibie Njie gleich mehrfach (47., 55.,) und fischte auch einen Kopfball von Alexander Borck (55.) noch vor der Linie weg. Nach etwas mehr als einer Stunde tüteten die Boll-Schützlinge den Dreier dann endgültig ein. Yannick Petzschke schickte Njie auf die Reise, der erneut alleine auf Medaiyese zulief. Kurz vor dem Keeper trickste der Vicky-Stürmer noch einmal, ließ den FCS-Schlussmann so ins Leere laufen und schob die Pille locker über die Linie (62.). „Wenn man so einen Start erwischt, der einem nicht in die Karten spielt, dann wird es natürlich schwer“, ärgerte sich Süderelbe-Coach Timucin Guersan und fügte an: „Unsere Entscheidungsfindung heute war so positiv wie ein blauer Brief vom Direktor. Das waren wilde Bälle, die wir gespielt haben.“ Am Ende war auch der 27-Jährige froh, dass es nur bei den drei Gegentreffern blieb. Timucin: „Da hatten wir Glück. Wir haben uns in diesem Spiel bewusst für Victor als Torwart entschieden, weil er zuletzt bei Vicky gespielt hat.“ Vicky-Zepterschwinger Fabian Boll bilanzierte derweil: „Das 3:0 ist zum Auftakt eine super Sache. Am Ende ist es ok, wie es gelaufen ist. Wir sind sehr zufrieden“, so Boll, der seinen Stürmer Bibie Njie mit einem leichten Schmunzeln kritisierte: „Natürlich ist es schön, dass er zwei Tore macht. Aber er muss sicherlich mehr aus diesen vielen Chancen machen.“ Zu der gesammelten Summe für den verstorbenen Hoedoafia sagte Boll abschließend: „Es war in der Mannschaft ein Thema und hat alle getroffen. Diese Resonanz zeigt, was für ein toller Typ er war, auch wenn ich ihn nicht kannte. Für die Familie gibt es nichts Schlimmeres. Es ist toll, was der Verein für die auf die Beine gestellt hat.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.