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Regionalliga Nord

0:3-Pleite: EN schubst AFC in den Keller

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AFC
AFC-Kapitän Marco Schultz senst Lennart Keßner um und sieht dafür die Ampelkarte. Kurz zuvor hatte Schultz Gelb gesehen. Foto: KBS-Picture

Fünfte Pleite in Folge, seit sieben Spielen ohne Sieg: Vor 1000 Zuschauern verlor der Altonaer Fußball-Club mit 0:3 gegen den FC Eintracht Norderstedt. Zudem muss AFC-Trainer Berkan Algan auf zwei Spieler nächste Woche verzichten. EN holte den fünften Auswärtssieg in Serie.

„Es ist eine bittere Niederlage für uns. Das wir mit zehn und später mit neun Mann spielen mussten, konnten wir in unserer Situation überhaupt nicht gebrauchen“, ärgerte sich Altona-Übungsleiter Berkan Algan nach Spielende. Nicht nur, dass seine „Bengel“ mit 0:3 vor eigenen Fans verloren, sondern gegen den VfB Lübeck am kommenden Sonnabend fehlten dem 43-Jährigen auch zwei wichtige Spieler. Aber der Reihe nach. Die Gäste erwischten den besseren Start. Rico Bork warf einen Einwurf lang in den Strafraum, wo Johann von Knebel den Ball aus der Luft pflückte, dann seinen Gegenspieler ins Leere schickte und die Kugel dann volley auf den Kasten schmetterte. AFC-Schlussmann Niklas Grünitz hatte keine Chance, den Ball abzuwehren (14.). Die frühe Führung für die Gäste, die auf ideenlose AFC-Kicker trafen. Erst nach über einer halben Stunde meldeten sich die Gastgeber erstmals ansatzweise gefährlich vor dem EN-Gehäuse. Von der Tribünen-Seite schlug Niklas Siebert einen Freistoß herein, der auf dem Kopf von Dallas Aminzadeh landete. Sein Kopfball segelte dann allerdings in die Arme von EN-Keeper Lars Huxsohl (31.). Noch vor dem Pausentee schwächten sich die Algan-Akteure dann selbst. Ridel Varela Monteiro hatte einen Konter verhindert und Johann von Knebel zu Fall gebracht, sah dafür die Ampelkarte von Schiedsrichter Kevin Rosin (39.). Kurz darauf ging es dann zurück in die Kabinen.

Überflüssige Aktion: Marco Schultz holt sich die Rote Karte ab, muss vorzeitig das Feld verlassen. Foto: KBS-Picture

Norderstedt legt eiskalt nach – AFC-Schultz fliegt runter

Der zweite Durchgang begann dann ähnlich, wie der erste endete. Der AFC zeigte sich zwar bemüht, Chancen konnte sich die Algan-Elf aber weiterhin nicht erarbeiten. Norderstedt hingegen verpasste es, vorzeitig nachzulegen. Philipp Koch brachte einen Eckball auf den Elfmeterpunkt, dort schraubte sich Jan Lüneburg in die Luft und nickt die Pille in den rechten oberen Giebel. Doch Niklas Siebert stand auf der Linie, sprang dort nach oben und köpfte das Leder weg (58.). Erneut schwächten sich die Hausherren nur zehn Minuten später selbst. Marco Schultz hatte schon Glück, dass er nach einem Bodycheck gegen Rico Bork nur Gelb sah (67.) und senste nur 60 Sekunden später Lennart Keßner an der Mittellinie voll um. Zurecht sah der Kapitän die gelb/rote Karte. „Wenn man da unten steht, will man alles tun, um daraus zu kommen. Die Emotionen waren eigentlich richtig. Das er zehn Zentimeter zu spät kommt ist ein Paradebeispiel für Mannschaften, die aufsteigen und mit einer blutigen Nase alles abwehren wollen“, kommentierte sein Trainer Algan später. Die Folge: EN bekam mehr Räume und nutzte diese eiskalt aus. Erst knipste Jan Lüneburg mit dem Kopf das 2:0 (71.), dann legte der eingewechselte Michael Kobert nach Grünitz-Patzer und Williams-Pass aus 35 Metern sehenswert zum 3:0-Endstand nach (81.).

Michael Kobert lässt sich nach seinem sehenswerten Treffer aus der Distanz zurecht feiern. Foto: KBS-Picture

Martens lobt EN – Algan spricht von „sauerer Zeit“

„Wir haben heute hochverdient gewonnen, waren schon in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Obwohl wir in der Pause vor dem Platzverweis gewarnt haben, haben wir nach der Pause einen Schritt weniger gemacht. Wir haben eine Zeit gebraucht, um das zu kontrollieren. Der zweite Platzverweis ist und dann wieder entgegen gekommen und wir haben das gut ausgespielt“, freute sich EN-Übungsleiter Jens Martens nach dem Abpfiff und ergänzte: „Wenn wir jemand gesagt hätte, dass wir im Winter mindestens 28 Punkte haben mit dieser neuen Mannschaft, dann hätte ich das ohne zu spielen unterschrieben.“ Frust hingegen auf der Gegenseite bei AFC-Trainer Berkan Algan, der seit sieben Spielen auf einen Dreier wartet. „Das 0:1 fällt so ein bisschen in die Kategorie ‚Pleiten, Pech und Pannen‘. Die gelb/rote Karte von Ridel hat uns aus dem Konzept gerissen. In der zweiten Halbzeit wollten wir Norderstedt die Ballhoheit geben und haben bis zur zweiten roten Karte ein ordentliches Spiel gemacht“, so Algan, der dann ergänzte: „Dann fällt das 2:0, gepaart mit dem Platzverweis von Marco. Aber das passiert, wenn man da unten steht. Das nun der VfB Lübeck vor der Brust ist, ist keine glückliche Situation. Wir müssen durch diese saure Zeit kommen und wollen noch Punkte holen.“

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.