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Regionalliga Nord

1:0-Sieg im Spitzenspiel: Weidlich köpft T05 an die Spitze

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Kevin Weidlich
Foto: KBS-Picture

Teutonia 05 ist neuer Spitzenreiter in der Nord-Staffel der Regionalliga Nord! Vor 523 Fans gewann das Hirsch-Team durch ein Kopfballtor von Kevin Weidlich gegen den SC Weiche Flensburg knapp mit 1:0. T05-Coach Hirsch lobte die Art und Weise, wie die Ottenser auftraten.

Ohne Tim Weissmann, der in der Vorwoche im Derby gegen Altona 93 Rot gesehen hatte, und ohne Nico Matern, Can Düzel und George Kelbel startete Teutonia 05 am Sonnabend in das Spitzenspiel gegen den SC Weiche Flensburg 08. Gegen die bis dato noch ungeschlagenen Nordlichter liefen dafür Moritz Grosche, Jason Ejesieme, Mats Facklam und Gianluca Przondzino von Beginn auf an. In einem Spitzenspiel, was seinem Namen zwar gerechet wurde, sich aber nicht in den Chancen widerspiegelte dauerte es dann zehn Minuten, ehe sich die Flensburger das erste Mal vor dem Kasten meldeten. Dominic Hartmann schlug von halblinks einen Freistoß in die Box, der Ball segelte im Strafraum an Freund und Feind vorbei und landete dann knapp neben dem Pfosten (10.). Die Hirsch-Elf brauchte etwas länger für die erste bessere Gelegenheit, hatte dann aber auch direkt die Führung auf dem Fuß. Tino Schulze brachte einen Eckball von rechts direkt auf den Fünfmeterraum, dort stieg Mats Facklam hoch und nickte aus kurzer Distanz auf den Kasten. Sein Kopfball ging nur haarscharf links am Kasten vorbei (21.). Ansonsten passierte im ersten Durchgang sehr wenig an der Hoheluft. Erst mit zunehmender Spieldauer nahm die Begegnung Fahrt auf. Kurz vor der Pause war dann das erste Mal Stimmung drin. Denn: Sieben Minuten vor dem Pausentee bekamen die Hausherren plötzlich einen Elfmeter zugesprochen. Gianluca Przondziono chipte den Ball stark in die Box, Kevin Weidlich ging gegen Pastor Santos in den Zweikampf und dann zu Boden. Referee Strampe zeigte sofort auf den Punkt (38.). Fabian Istefo trat an, fand aber in Weiche-Schlussmann Florian Kirschke seinen Meister (39.).

Kramer, Coffie

Christopher Kramer (li.) im direkten Zweikampf mit T05-Verteidiger Marcus Coffie. Foto: KBS-Picture

Kevin Weidlich trifft per Kopf – Zummack rettet T05 den Sieg

Und auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren zielstrebiger, kombinierten sich mehr Chancen. Kevin Weidlich wurde auf rechts geschickt, machte ein paar Meter und brachte die Murmel dann perfekt an den Fünfmeterraum. Dort stand Mats Facklam goldrichtig, kam aus fünf Metern zum Abschluss und hämmerte die Kugel drüber (48.). Die große Chance auf die Führung war vertan, doch 180 Sekunden später durfte die Hirsch-Elf dann doch jubeln. Marcel Andrijanic schlug das Leder auf den zweiten Pfosten in die Box, im Gewühl setzte sich Kevin Weidlich durch und nickte die Murmel in den rechten Knick ein (51.). Weiche warf in der Folge wenig überraschend alles nach vorne und drückte auf den Ausgleich. Hartmann schlug einen Freistoß von links herein, in der Mitte war ein Weiche-Spieler zuerst überrascht und dann landete die Pille auf dem Schlappen von Patrick Herrmann, dessen Schuss aber von Besfort Kolgeci geblockt wurde (68.). Und zehn Minuten vor dem Pausentee bewahrte dann auch T05-Schlussmann Yannick Zummack seine Farben vor dem Ausgleich, als der Keeper gegen den freistehenden Marcel Cornils lange stehen blieb und dann mit der Brust parierte (80.). Und so retteten die Ottenser den 1:0-Sieg am Ende über die Zeit und übernahmen zeitgleich auch die Tabellenspitze. „Wir haben das Spiel beherrscht, können in Führung gehen und machen es nicht. Da merkt man dann aber auch die Moral der Truppe“, fasste T05-Torschütze Kevin Weidlich nach Abpfiff zusammen und fügte an: „Beim Tor hatten wir das einstudiert, umso glücklicher bin ich, dass es geklappt hat. Ich freue mich für mich und das Team, dass wir gewonnen haben. Mir bedeutet es sehr viel, dass wir Erster sind.“

Kevin Weidlich

Kopfball und drin war der Ball: Kevin Weidlich erzielt hier den Siegtreffer für die Ottenser. Foto: KBS-Picture

Dietmar Hirsch froh über „Herren-Fußball“ – Seeliger lobt T05

Ähnlich äußerte sich nach Abpfiff auch T05-Trainer Dietmar Hirsch, der nach seinem Wutausbruch in der Vorwoche ein deutlich formverbessertes T05 sah. „Es war klar, dass es kein Spektakel mit acht oder zehn Chancen gibt. Dafür ist die Regionalliga zu eng. Deswegen war es heute ein sehr enges Spitzenspiel. Beide Teams haben es verdient, dass man das auch so nennt. Wir haben 70 Minuten richtig gut gespielt, mussten viel umstellen. Hinten raus hat uns so ein bisschen die Kraft gefehlt, weil viele Spieler noch nicht so viel gespielt haben“, bilanzierte Hirsch und fügte an: „Flensburg war vor allem nach Standards gefährlich, aber wir hatten viele starke Kopfballspieler. Das war heute richtig stark, dass war Herren-Fußball. Wir haben dem Gegner wehgetan und ich bin richtig stolz. Das wir den vergebenen Elfmeter wegstecken und kurz nach der Pause das 1:0 machen, dass zeigt auch den Charakter der Mannschaft.“ Weiche-Trainer Thomas Seeliger gab zu Protokoll: „Mein Athletik-Trainer hat während des Spiels gesagt, dass das Spiel durch einen Standard entschieden wird und in der Tat hat Teutonia sie gesetzt. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt, haben keinen Zugriff bekommen. Manchmal fehlte vielleicht auch der Mut, den Gegner vorne konsequent anzulaufen. Nach dem Elfmeter sind wir schon glücklich mit dem 0:0 in die Halbzeit gegangen“, so Seeliger, der abschließend anfügte: „Wir haben bei dem Standard nicht gut ausgesehen. Wir haben dann auf den Ausgleich gedrängt, aber am Ende sind wir heute als Verlierer vom Platz gegangen. Wir macht es keinen Spaß Spiele zu verlieren, aber man muss auch anerkennen, dass Teutonia einen guten Kader hat. Für uns bricht die Welt aber nicht zusammen. Wir müssen es abhaken und müssen aber auch die Dinge analysieren, die nicht so gut gelaufen sind.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.