Dienstag, 20. November 2018
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1:1-Remis: NTSV müht sich gegen MSV ab

Passend zum grauen Nachmittag am Sachsenweg: Der Niendorfer TSV kam vor 80 Zuschauern gegen den Meiendorfer SV nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Nach Abpfiff ärgerten sich beide Trainer über zwei verlorene Punkte. In der Nachspielzeit verpasste der NTSV den Lucky-Punch.

Schön, aber wenig effektiv: Niendorfs Leon Meyer probiert es per Fallrückzieher. Foto: KBS-Picture

Die Gastgeber starteten besser in die Partie und kamen gleich zur ersten dicken Gelegenheit. Magnus Hartwig steckte das Leder in den Lauf von Daniel Brückner durch, der alleine vor Briant Alberti auftauchte. Brückner legte das Spielgerät am MSV-Keeper vorbei und Varela Monteiro kratzte den Ball noch vom der Linie weg. Mit der ersten eigenen Chance gingen dann aber die Gäste aus Meiendorf in Führung, auch wenn die Farhadi-Elf ordentlich nachhalf. Tim Krüger holte im eigenen Sechzehner Collins Folarin von den Beinen, Referee Alexander Nehls zeigte sofort auf den Punkt. Martin Fedai legte sich das Leder zurecht und vollstreckte eiskalt in die linke untere Ecke (15.). Die kalte Dusche für den NTSV, die in ihrem Spiel wenig die Flügel mit einbezogen und im ersten Abschnitt reihenweise dem starken MSV-Gegenpressing ergeben mussten. Den Farhadi-Schützlingen fiel gerade in der Offensive zu wenig ein. Kurz vor der Pause zielte Marvin Karow aus 25 Metern einen halben Meter neben den MSV-Kasten. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff zappelte der Ball dann aber doch im Netz. Adam Benn warf einen Einwurf zu Magnus Hartwig, der wiederum Marvin Karow bediente. Aus dem Gewühl heraus traf Karow zum 1:1 für die Gastgeber (54.). In der Folge lief der NSTV zwar immer wieder an, verfehlte das Tor des MSV aber immer wieder knapp. In der Nachspielzeit wäre dann beinahe der eingewechselte Lennart Merkle zum Match-winner geworden, doch der Youngster schob das Leder aus spitzem Winkel am langen Eck vorbei (90. +1).

Max Rosseburg (re.) schirmt Magnus Hartwig und den Ball erfolgreich ab. Foto: KBS-Picture

„Am Ende haben wir uns ein bisschen dem Gegner angepasst“, ärgerte sich Niendorf-Trainer Ali Farhadi und fügte an: „Nach dem 0:1 müssen wir hinterher laufen und das ist aktuell etwas schwierig bei uns. Für uns sind das definitiv zwei verlorene Punkte.“ Bereits kurz nach dem Abpfiff ging der Deutsch-Iraner sogar schon in die taktische Analyse. Farhadi: „Viele Spieler sind inzwischen auf dem Zettel von den Gegnern. Mich ärgert es ein bisschen, dass unsere Spieler das nicht selbst erkennen und dieses Problem lösen. Du musst deine Stürmer mit Zuspielen am Leben lassen. Wir müssen jetzt wieder dreifach punkten, das ist unser Ziel.“ Meiendorf-Trainer Baris Saglam gab nach Abpfiff zu Protokoll: „Wir haben zwar einen Punkt erkämpft, als auch zwei verloren. Wir haben gut in die Partie gefunden und wussten, wo Niendorfs Stärken und Schwächen liegen“, so Saglam, der anfügte: „Das haben wir dann zu unseren Gunsten ausgenutzt.“ Das sein Team das Tempo nicht über die 90 Minuten halten konnte, erklärte Saglam so: „Wir wollten zuerst ein hohes Tempo gehen. Bisher war unser Manko immer, dass wir nicht aus den Vollen schöpfen konnten. Jetzt müssen wir wieder in das eingespielte herein finden. Dann werden die Abläufe für die Spieler auch wieder einfacher.“ Abschließend fügte Saglam an: „Mit so einer Einstellung wie heute sehe ich uns auf einem guten Weg. Das spricht auch für die Truppe. Das hat mir wirklich gut gefallen.“

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.