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Oberliga Hamburg

15 Minuten Ekstase: Altona holt Derbysieg

Jonas Bickel

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Der Altonaer Fußball-Club hat sich mit einem klaren 4:0-Erfolg gegen den SC Victoria Hamburg zurückgemeldet. Nachdem der AFC zuletzt drei Spiele nicht mehr gewinnen konnte, reichten 15 Minuten im Derby für vier Tore. Altona-Kapitän Marco Schultz traf vor 1272 Zuschauern doppelt.

Vincent Boock (li.) gewinnt hier den Zweikampf gegen Vickys Alexander Borck. Foto: Genat

Die erste Hälfte des Spiels war allerdings die wohl ereignisärmste der gesamten Oberliga-Saison. Beide Mannschaften gingen kein Risiko ein, waren vorne ideenlos und zu ungenau. Den einzigen Torschuss feuerte Luis Hacker in der 14. Minute aus 16 Metern ab, der Ball landete aber direkt in den Armen von Lohmann. „Wir mussten heute auf einigen Positionen umbauen, das hat vielleicht zu unserer Passivität in der ersten Halbzeit geführt“, erklärte Vicky-Trainer „Jonny“ Richter, der unter anderen auf seinen angeschlagenen Kapitän Felix Schuhmann verzichten musste. Dass der Innenverteidiger mit seiner Erfahrung und Führungskraft fehlte, zeigte sich im zweiten Durchgang. Denn da brannte Altona innerhalb von 15 Minuten ein wahres Feuerwerk ab. Los ging es in der 49. Minute, als Gebissa von rechts Onur Saglam bediente. Dieser hatte keine Schwierigkeiten, die Kugel aus etwa neun Metern im Tor zu versenken. Nur gut 60 Sekunden später legte Siemsen Hacker im Strafraum – Schiedsrichter Jarno Wienefeld zeigte zurecht auf den Punkt. Marco Schultz übernahm Verantwortung und traf souverän zum 2:0 (51.). Altonas Kapitän hatte nun wie der Rest seiner Mannschaft eine ganz starke Phase. So bediente er Hacker mit einem tollen Pass in den Rückraum. Hackers Schuss konnte von Lohmann mit einem starken Reflex entschärft werden (55.). Der Ex-Vicky-Spieler war auch am 3:0 entscheidend beteiligt. Hacker rannte auf der rechten Seite allen Gegenspielern davon und ging bis an die Grundlinie durch. Von dort spielte er einen präzisen Pass zu Vincent Boock, der ebenfalls lange für Vicky gespielt hatte und im Sommer von T05 an die Adolf-Jäger-Kampfbahn wechselte.

Symbolisch für die gesamte Partie: Altona wirkte immer einen Schritt schneller als Vicky. Foto: Genat

Doch nun netzte er gegen seine ehemaligen Kollegen eiskalt zum 3:0 ein, indem er die Kugel unter die Latte donnerte (59.). Kaum war der Jubel verhallt, gab es erneut Elfmeter für die Gastgeber. Dieses Mal brachte von Appen Metidji im Strafraum zu Fall. Schultz trat wieder an und ließ Lohmann mit einem platzierten Schuss ins linke Eck keine Chance (63.). Der AFC-Kapitän versuchte sich fünf Minuten später noch mit einem sehenswerten Fallrückzieher, der das Tor aber um einen guten Meter verfehlte. Vicky bekam daraufhin das Spiel wieder besser in den Griff, doch an der deutlichen Niederlage änderte das nichts mehr. Von dem sehr klaren Ergebnis war aber nicht jeder überrascht. „Ich hab‘ vor dem Spiel 3:0 getippt, jetzt ist es halt ein Tor mehr geworden“, ließ Vincent Boock wissen, der selbst zum 3:0 eingenetzt hatte. „Derbysieger zu sein, ist schon etwas besonderes. Das hat heute richtig Spaß gemacht“, freute sich Boock, der dreieinhalb Jahre für Vicky auf dem Platz stand. Auch sein Trainer, Berkan Algan, zeigte sich zufrieden: „Das war ein sehr wichtiger Sieg heute, besonders für die Mentalität. Es aber auch nur drei Punkte, fertig. Sonntag geht es für uns weiter“, dachte Algan schon an die nächsten Aufgaben. Bei Victoria Hamburg war die Enttäuschung hingegen deutlich spürbar. „Die Niederlage macht uns alle fertig, deswegen müssen wir das schnell abhaken“, sagte Vicky-Trainer „Jonny“ Richter nach einem Spiel, in welchem man „gravierende Fehler“ gemacht hätte. Lange will sich die Richter-Elf aber nicht mit der Niederlage beschäftigen. Schon am Freitag ist Spitzenreiter Teutonia 05 an der Hoheluft zu Gast. Erneut eine schwere Aufgabe für Vicky.

Foto: Wolfgang Genat

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Leitender Redakteur: Jonas studiert Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Der 22-Jährige kommt von der Nordseeinsel Föhr und interessiert sich für alle Themen rund um den Fußball in Hamburg und in der Welt.