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Regionalliga Nord

2:0 bei EN: „Polle“-Power verhilft HSV II zum Dreier

Niklas Heiden

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Erster Sieg seit elf Jahren im Edmund-Plambeck-Stadion: Vor 627 Fans besiegte die Hamburger SV U21 den FC Eintracht Norderstedt mit 2:0. Ausgerechnet Profi-Leihgabe Julian Pollersbeck wurde zum Zünglein an der Waage. Aber: Beide Mannschaften beendeten die Begegnung nicht in Vollzahl.

Julian Ulbricht (re.) erzielte kurz nach der Pause das 2:0 für die Drews-Equipe. Foto: KBS-Picture

Mit Profi-Leihgabe Julian Pollersbeck zwischen den Pfosten startete die HSV U21 in das Auswärtsspiel bei Eintracht Norderstedt. Im Hinterkopf fünf Niederlagen aus den letzten sieben Spielen. Entsprechend vorsichtig starteten die Rothosen in die Begegnung, Norderstedt hatte zuerst die besseren Chancen. Nach einer Flanke von Juri Marxen war im Strafraum Nils Brüning mit dem Kopf zur Stelle, setzte seinen Kopfball aber einen guten halben Meter neben den Pfosten (10.). In der Folge kamen die Hausherren besser in das Spiel und wurden gefährlicher. Patrice Kabuya ließ sich links an der Grundlinie locker von Jordan Brown auswackeln und dieser konnte das Leder dann scharf in die Mitte bringen. Dort rutschte Nils Brüning nur knapp am Ball vorbei (22.). Und die Hamburger? Meldeten sich kurz vor dem Pausentee zum ersten Mal wirklich gefährlich vor dem EN-Gehäuse und dürften im Anschluss direkt jubeln. Gentrit Limani spielte einen Freistoß in die Mitte, den Tobias Fagerström auf das Tor köpfen konnte. Lars Huxsohl ließ nach vorne klatschen und aus kurzer Distanz stocherte Fagerström den Ball ins Netz (42.). Die überraschende und zeitgleich unverdiente Führung für die Gäste. „Da kriegt der kleinste Spieler vom HSV am zweiten Pfosten den Ball. Das war eine ganz mangelhafte Verteidigung“, ärgerte sich Norderstedt-Übungsleiter Jens Martens später. Denn trotz nicht allzu schlechter Leistung ging es für seine Elf am Ende mit einem 0:1 zurück in die Kabine. Alles andere als optimal begann für die Eintracht dann der zweite Durchgang. Keine 120 Sekunden waren gespielt, da erhöhten die Gäste aus 2:0. Patrice Kabuya vernaschte links an der Eckfahne Juri Marxen und spielte den Ball dann scharf in die Mitte, wo Julian Ulbricht zuerst verpasste. Aber am zweiten Pfosten lauerte Fagerström, legte erneut ab für Ulbricht – dieser vollsteckte eiskalt (47.). Keine zwei Minuten später hätten die Rothosen dann endgültig den Deckel drauf machen können. Philipp Koch verlor nach einer Norderstedter Ecke den Ball an der Mittelinie und plötzlich war Gentrit Limani völlig auf und davon. Doch dem HSV-Akteur versagten die Nerven, sein Abschluss kullerte am Pfosten vorbei (49.). Auf der Gegenseite wurde dann ausgerechnet Profi-Leihgabe Julian Pollersbeck zum Helden.

Verhinderte den Anschluss und wurde so zum „Knackpunkt“: Julian Pollersbeck. Foto: KBS-Picture

Johann von Knebel wurde im Strafraum von Lukas Pinckert von den Beinen geholt und Referee Julian Lüddecke zeigte auf den Punkt. Nick Brisevac nahm  sich der Sache an, visierte die linke untere Ecke an und fand in HSV-Schlussmann seinen Meister (54.). Bitter aus HSV-Sicht: Eine Viertelstunde vor Ultimo musste Tobias Fagerström mit der Ampelkarte vom Platz (72.). Der Youngster hatte EN-Spieler Jannik Nuxsoll verbal provoziert, weshalb dieser sich zu einem Schubser hinreißen ließ. Nuxsoll sah zudem glatt Rot (72.). Nach Abpfiff überwiegte bei den Hamburgern dann aber die Freude über den ersten Dreier seit Anfang August. „Der Stein, der mir vom Herzen fällt, ist groß. Es war vielleicht nicht unser bestes Spiel, aber es war endlich mal effektiv. Das zählt am Ende für uns. Es ist ein sehr schönes Gefühl. Ich blicke nicht mehr zurück, das haben wir abgehakt. Wir schauen nur noch nach vorne“, freute sich Verteidiger Henrik Giese, der über Pollersbeck sagte: „Er ist natürlich eine Erscheidnung, da hat man schon ein gutes Gefühl. Natürlich war ich mir sicher, dass er den Ball hält. Wenn wir ihn schon mal dabei haben, dann kann er den auch rausholen.“ U21-Coach Hannes Drews bilanzierte: „Sicherlich hatten wir heute auch etwas das Matchglück auf unserer Seite, das möchte ich gar nicht klein reden. Wir haben uns dieses Glück in den letzten Spielen aber auch erarbeitet“, so Drews, der ebenfalls Pollersbeck lobte: „Uns hat er heute gut getan. Er war gewillt, eine tolle Leistung zu zeigen. Er hat viel nachgefragt und war sehr wissbegierig. Ich will ihn aber nicht auf den Elfmeter reduzieren. Er hat uns viel Stabilität gegeben, gerade hinten in der Kette.“ Weniger glücklich war der 37-Jährige über die Platzverweise. Drews: „In meinen Augen wäre es auch damit getan gewesen, wenn man mit elf gegen elf weiterspielt hätte. Ob das nun eine Tätlichkeit war oder mein Spieler provoziert hat, ist mir egal. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte man das weiterlaufen lassen können.“ Norderstedt-Trainer Jens Martens gab offen zu: „Der Sieg ist verdient. Der HSV hat sich sehr clever angestellt und sehr von unseren Fehler profitiert. Nicht nur wann die Tore gefallen sind, sondern auch wie die Tore gefallen sind – so darf man in der Regionalliga keine Tore kassieren. Das waren brutale Abwehrfehler“, so Martens, der abschließend zum Elfmeter ergänzte: „Der Torwart vom HSV hält den natürlich gut. Das wäre natürlich noch einmal die Chance gewesen, ins Spiel zurück zu kommen. Danach wurde es immer schwieriger für uns, zurück in die Begegnung zu finden.“

Foto: KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.