Montag, 24. Juni 2019
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2:0 für Sasel: Es grüßt der neue Spitzenreiter

Fünf Spiele, fünf Siege: Der TSV Sasel bleibt weiter ohne Punktverlust in der aktuellen Saison. Beim SV Rugenbergen fuhr die Zankl-Equipe einen 2:0-Auswärtserfolg ein. Über nen Gegentreffer hätten sich die Parkwegler aber nicht beschweren dürfen. TSV-Coach Zankl tritt auf die Euphoriebremse.

Stefan Winkel (li.) hier im Zweikampf mit Elfer-Verursacher Hunu Jeong. Foto: KBS-Picture

Es läuft die achte Spielminute in Bönningstedt, als Yannis Büge in den Rugenbergen-Sechzehner eindringt und von Hunu Jeong von den Beinen geholt wird. Referee Jarno Wienefeld, der eine ingesamt sehr gute Leistung zeigte, zeigte zurecht sofort auf den Punkt. Stefan Winkel übernahm die Aufgabe und brachte den Favoriten aus Sasel verdient in Führung. Fortnunan liefen die Gastgeber um Trainer Thomas Bohlen einem Rückstand hinterher, hatten allerdings durchaus Chancen zum Ausgleich. Sulyman Dampha wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt und tanzte Tobias Steddin erfolgreich aus. Dann stand der SVR-Stürmer nahezu unbedrängt vor Tuffour, schloss aber zu überhastet ab (15.). Und auch nach über einer halben Stunde hatten die Gäste Glück, dass sie die knappe 1:0-Führung mit in die Halbzeit nehmen konnten. Patrick Hoppe schloss aus spitzem Winkel von rechts ab und Sasel-Keeper Todd Tuffour kratzte die Kugel noch aus dem langen Eck (32.). Nach dem Seitenwechsel starteten die Gastgeber wie die Feuerwehr. Erst war es Max Scholz, der mit einer „Schuss-Flanke“ sein Ziel nur knapp verfehlte, ehe erneut Hoppe Tuffour aus der Distanz prüfte (51.). Die Bohlen-Elf schien von der Mentalität der Parkwegler etwas überrascht und machte mit zunehmendem Spielverlauf mehr und mehr auf. Und so kam es, dass Timo Adomat nach 80 Minuten sehenswert zum 2:0 für die Gäste einnetzen konnte (80.).

Steht mit seiner Truppe aktuell an der Spitze der Oberliga-Tabelle: Danny Zankl. Foto: KBS-Picture

„Wir kannten die Stärken von Sasel und haben das aus meiner Sicht recht gut gemacht. Dennoch wäre für uns mehr drin gewesen. Normalerweise geht man, bei den Chancen, nicht mit einer Niederlage vom Feld“, ärgerte sich Rugenbergen-Coach Thomas Bohlen nach Abpfiff und fügte an: „Das ist heute wieder so ein verschenktes Spiel, wie schon gegen BU oder Wedel. Sasel ist nichts eingefallen und wir haben ihnen einen dummen Elfmeter geschenkt.“ Hinzu kamen acht Verletzte, wie Bohlen berichtete. Der SVR-Trainer: „Wir können kaum Alternativen bringen, weil wir aktuell so viele Verletzte haben.“ Sasel-Coach Danny Zankl hingegen gab nach dem Spiel zu Protokoll: „In einigen Phasen sieht das bei uns inzwischen echt erwachsen aus. Es gibt viele Spieler, die sich für das Team aufopfern und sich in den Dienst der Mannschaft stellen, ohne selbst aufzufallen“, freute sich der 30-Jährige und ergänzte: „Wir haben es geschafft den Ball zu sichern und dann laufen zu lassen. Es war kein Feuerwerk für die Zuschauer, aber wir haben es runtergespielt. Zu einem perfekten Zeitpunkt haben wir das 2:0 gemacht“, so Zankl weiter, der abschließend erklärte: „Wir hatten in der zweiten Halbzeit zwar keine Dominanz, aber die Kontrolle und haben deshalb auch verdient gewonnen. Wir haben uns intern das Ziel „sieben Spiele“ gesetzt. Danach setzen wir uns zusammen und schauen, wie wir weiter vorgehen. Keiner redet von Meisterschaft!“

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.