Montag, 21. Oktober 2019
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2:3: VfB-Elfer versaut HSV Punkt – Drews sauer

Elfer-Chaos vor 750 Zuschauern: Die Hamburger SV U21 musste gegen den VfB Lübeck eine spätere 2:3-Pleite schlucken. Innerhalb von zwei Minuten zeigte Referee Theodor Potiyenko zwei Mal auf den Punkt, stellte zwei Spieler vom Platz. HSV-Coach Hannes Drews zeigte sich im Anschluss sauer.

Patrice Kabuya (li.) erzielte den 1:1-Ausgleich für den HSV, gewinnt hier den Ball. Foto: KBS-Picture

Es läuft die 90. Spielminute an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage, als Ryan Malone noch einmal die Chance bekommt, seinen Fehler wieder gut zu machen. Nachdem der Lübeck-Stürmer nur wenige Minuten zuvor einen fragwürdigen Elfmeter verschossen hatte, versenkte der 27-Jährige den zweiten Versuch in der linken Ecke. 3:2 für den VfB Lübeck – die Punkte-Träume der U21 des HSV zerplatzen. Dabei hätte es gar nicht so weit kommen müssen. Aber der Reihe nach. Die Gäste aus Lübeck hatten in den ersten Minuten mehr vom Spiel und gingen mit der ersten Möglichkeit dann auch gleich verdient in Front. Ahmet Arslan brachte das Leder von rechts herein, Sebastian Haut köpfte seinen Klärungsversuch genau vor die Füße von Patrick Hobsch und dieser lief sich aus kurzer Distanz nicht zwei Mal Bitten (10.). Doch die Führung brachte dem VfB keine Sicherheit. In der Folge übernahmen die Rothosen die Kontrolle und überraschten, nach einer halben Stunde, dann gleich doppelt. Nach einem Eckball von Limani herrschte Verwirrung im Strafraum der Lübecker, die das Leder nicht geklärt bekamen. Aus dem Gewühl heraus drückte Patrice Kabuya den Ball dann überraschend aus kurzer Distanz ins Netz (29.). Keine 180 Sekunden später führte die Drews-Equipe dann plötzlich. Tim Weissmann spielte den Ball genau in den Fuß von Khaled Mohssen, der sofort Julian Ulbricht in Szene setzte. Vor dem Tor blieb der 20-Jährige ganz cool und versenkte das Leder links unten in der Ecke (32.). Doch die Freude der Hausherren hielt nur vier Minuten an. Dann wurde Florian Riedel auf dem rechten Flügel bedient, zog in die Mitte und schloss dann aus spitzem Winkel ab. Der Ball schlug im langen Eck ein (36.). Mit dem 2:2-Remis ging es dann zurück in die Kabinen.

Rote Karte: Limani muss nach einer fragwürdigen Entscheidung vorzeitig runter. Foto: KBS-Picture

Der zweite Durchgang war dann lange von wenigen Torchancen und eher mauen fußballerischen Fähigkeiten geprägt, ehe es in der Schlussphase dann richtig hitzig wurde. Den Anfang machte Tim Weissmann, der nach 80 Minuten mit der Ampelkarte vom Feld flog. Dramatisch wurde es dann acht Minuten später. Nach einem leichten Zupfer von Henrik Giese kurz vor dem Strafraum entschied Schiedsrichter Theodor Potiyenko zur Überraschung aller auf Freistoß. Diesen führte Kresimir Matovina aus und traf dabei den angelegten Arm von Gentrit Limani. Der Unparteiische wertete die Handhaltung dennoch als strafbar und zeigte auf den Punkt. Limani musste zudem ebenfalls mit Gelb/Rot vom Feld. Den anschließenden Elfmeter legte sich dann Ryan Malone zurecht, fand aber in Profi-Leihgabe Julian Pollersbeck seinen Meister (89.). Wie schon in der Vorwoche in Norderstedt hielt der 25-Jährige einen Strafstoß. In der Nachspielzeit kam es für die Rothosen dann aber knüppeldick. Den Punkt schon nahezu in der Tasche haute Stephan Ambrosius im Sechzehner Dennis Hoins um – diesmal zeigte Referee Potiyenko zurecht auf den Punkt. Erneut nahm sich Malone den Ball und versenkte das Leder diesmal im Netz (90.). Der Siegtreffer für den VfB, Frust hingegen auf der Gegenseite. „Es ist klar, dass ich einige Entscheidungen als fragwürdig ansehe. Dieses Hand-Thema ist eines der bescheuertsten im Fußball. Wenn einer aus neun Metern den Ball an die Hand bekommt und nicht wie ein Basketballer dasteht, dann finde ich es sehr zweifelhaft, den zu geben“, ärgerte sich U21-Trainer Hannes Drews und wurde dann noch zorniger. „Gelb/Rot zu geben ist für mich die größte Farce. Die Art und Weise wie Schiedsrichter mit einem umgehen, ist unfassbar. Man darf nicht mal fragen und man wird sofort abgewiesen. Das ist kein guter Umgang. Man wird sofort angeblafft, das gehört sich nicht. Die Art und Weise hat mir nicht gefallen.“

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.