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Regionalliga Nord

3:0 im Derby: Kiezkicker-U23 stoppt Mega-Lauf von T05

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Der Mega-Lauf ist gestoppt! Vor 315 Zuschauern besiegte die U23 des FC Sankt Pauli am Sonntag den bis dato ungeschlagenen Aufsteiger Teutonia 05. Mit 3:0 setzten sich die Kiezkicker gegen die Hollerieth-Truppe durch. Ein Ergebnis, was beide Seiten als durchaus verdient bezeichneten.

Mit zwei Änderungen im Vergleich zum 4:1-Derbysieg bei Altona 93 schickte Teutonia-Trainer Achim Hollerieth seine Mannschaft direkt in das nächste Derby gegen die U23 vom FC St. Pauli. Samuel Louca und Abdel Hathat nahmen zunächst auf der Bank Platz, dafür rückten Fabio Parduhn und Tino Schulze in die Startelf. Den besseren Start erwischten aber die Gäste vom Kiez. Gerade einmal neun Minuten war an der Hoheluft gespielt, da musste Referee Patrick Schwengers das erste Mal eingreifen. Davidson Eden blockte eine flache Hereingabe von Beleme mit der Hand, Schwengers entschied auf Strafstoß. Cemal Sezer schnappte sich die Kugel und versenkte den Ball links in den Maschen (9.). Die frühe Führung für die Boys in Brown, die aber bereits früh wechseln mussten. Veli Sulejmai verletzte sich bei einem Laufduell so schwer, dass er ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Aurel Loubongo-M’Boungou in die Begegnung (12.). Die Hollerieth-Elf kam nicht so richtig in den Tritt, wirkte vor allem in der Offensive ideenlos. Und so hatten die Philipkowski-Schützlinge meistens leichtes Spiel. Erst nach mehr als zwanzig Minuten meldete sich T05 zum ersten Mal zu Wort. Jeffrey Volkmer brachte von der rechten Außenbahn eine Flanke auf den zweiten Pfosten, dort schraubte sich Tino Schulze in die Luft. Sein Kopfball kam auf das kurze Eck, doch Schlussmann Svend Brodersen war wachsam und klärte (21).

Max Brandt (li.) bereitete den zweiten Treffer der Kiezkicker mit seiner Kopfball-Vorlage vor. Foto: KBS-Picture

Viet-Hammer aus der Distanz zum 2:0 -Veselinovic vergibt

Im Anschluss nahmen sich beide Teams eine kleine Auszeit, erst kurz vor dem Pausentee wurde es erneut brenzlig. Dann legte Max Brandt den Ball rechts raus, der eingewechselte Aurel Loubongo spielte aus dem Rückraum zurück auf Cemal Sezer und dieser feuerte auf das rechte obere Kreuzeck. T05-Keeper Yannik Zummack machte sich ganz lang und fischt die Kugel aus dem Kreuzeck (39.). 120 Sekunden später konnte aber auch der ehemalige Frankfurt-Schlussmann das 2:0 der Gäste nicht verhindern. Cemal Sezer schlug einen Eckball in die Mitte, den Max Brandt in den Rückraum verlängerte. Christian Viet rauschte aus dem Rückraum heran und zimmerte die Murmel sehenswert in die Maschen (41.). Das 2:0 für die Boys in Brown, die ansonsten wenig Gegenwehr von den Hausherren bekamen. Quasi mit dem Pausenpfiff meldeten sich aber auch die Gastgeber noch einmal gefährlich vor dem FCSP-Kasten. Eine Brisevac-Ecke wurde von Fabio Parduhn mit dem Kopf verlängert, sodass der Ball oben auf dem Tornetz landete (45.+1). Der zweite Durchgang startete kurz darauf wie gemalt für die Hollerieth-Equipe. Aurel Loubongo holte im Strafraum Tino Schulze von den Beinen, Schiri Schwengers zeigte sofort auf den Punkt und T05 hatte die Möglichkeit auf den Anschluss. Der eingewechselte Sinisa Veselinovic legte sich die Pille zurecht und setzte den Strafstoß rechts am Kasten vorbei (51.). Es schien fast so, als sollte an diesem Nachmittag nicht sein für Achim Hollerieth und sein Team, was nach dem vergebenen Elfmeter zwar weiter bemüht wirkte, aber keine Durchschlagskraft nach vorne hatte. Und so waren es die Gäste, die die Chancen hatten, den Deckel drauf zu machen. Aurel Loubongo sah, dass am zweiten Pfosten Leon Flach völlig blank stand und brachte das Leder genau auf den Schädel des US-Junioren-Nationalspielers. Doch sein Kopfball war zu lasch, Zummack konnte mit den Händen klären und die Situation entschärfen.

Teutonia kam am Sonntagnachmittag oftmals den berühmten Schritt zu spät. Foto: KBS-Picture

Flach trifft zur Entscheidung – Eden: „Heute war alles gegen uns“

Besser machte es Flach in den Schlussminuten. Cemal Sezer und Max Brandt spielten nach einem Eckball einen Doppelpass, Sezer brachte die Kugel auf den zweiten Pfosten und dort vollstreckte Leon Flach zur Entscheidung (86.). 3:0 für die Kiezkicker, die erste Saisonniederlage nach fünf Siegen und einem Remis war für Teutonia 05 besiegelt. „Das sollte heute nicht sein, auch wenn es mich ärgert. Heute war alles gegen uns. Das habe ich schon in der Kabine und beim Warmmachen gemerkt“, ärgerte sich T05-Verteidiger Davidson Eden nach Spielende und fügte an: „Der Elfmeter hat uns zudem durcheinandergebracht, auch wenn es aus meiner Sicht kein Elfmeter ist. Er sagt auch noch, dass ich mich klein mache.“ Zudem meint der Abwehrmann: „Wir waren heute nicht so präsent, wie wir sonst sind. Wir hatten heute nicht die Kraft, uns dagegen zu wehren. Uns hat so euin bisschen das Quäntchen Glück gefehlt, was uns in den letzten Wochen geholfen hat. Das Ergebnis ist für mich zu hoch, aber der Sieg für Pauli ist verdient.“ Ähnlich sah es auch sein Trainer Achim Hollerieth. „Es ist ein verdienter Sieg für St. Pauli. Gerade in der ersten Halbzeit waren sie viel griffiger. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen, uns wurde der Schneid abgekauft“, sagte der T05-Coach und fügte an: „Es ist eine Niederlage die weh tut, uns aber nicht umwirft. Es ist aufgefallen beim Warmmachen, dass etwas anders ist. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat.“ Kiezkicker-Trainer Joachim Philipkowski bilanzierte: „Wir haben das in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht und hatten auch mal das Spielglück. Wir hätten zudem noch ein Tor mehr machen können. Defensiv haben wir kaum etwas zugelassen, weil es die Jungs im Verbund super gemacht haben“, so der Deutsch-Pole, der abschließend anfügte: „Über die 90 Minuten hinweg ist der Sieg verdient. Die Jungs wollten, was sie gegen Lübeck schlecht gemacht haben, besser machen.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.