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Oberliga Hamburg

4:4-Wahnsinn an der Hoheluft

Jonas Bickel

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Der SC Victoria Hamburg und der SV Rugenbergen haben sich am Donnerstagabend eine verrückte Fußballschlacht geliefert. Am Ende hieß es 4:4 – auch dank zweier später Tore. Beide Teams zeigten dabei ihre starken Offensiven und boten den Zuschauern ein höchst unterhaltsames Spiel. 

Luis Hacker (li.) im Zweikampf mit Rugenbergen-Kicker Raoul Bouveron. Foto: noveski.com

Luis Hacker (li.) im Zweikampf mit Rugenbergen-Kicker Raoul Bouveron. Foto: noveski.com

Mit dem Selbstvertrauen von zuletzt vier Siegen in Folge ging Rugenbergen ins Spiel gegen Victoria Hamburg. Schon nach acht Minuten fiel der Führungstreffer der Gäste. Jan Düllberg schickte Jan Melich auf die Reise, der Felix Schuhmann überlief und anschließend mit der Pike versenkte. Zuvor hatte der SVR aber schon Glück gehabt, so hatte Sergej Schulz auf Seiten der Blau-Gelben eine Doppelchance. Erst scheiterte er an Dennis Schulz, den zweiten Versuch klärte Beese auf der Linie. Der Tabellenzehnte war aber spätestens nach dem Führungstor klar überlegen und baute den Vorsprung fast aus. Dennis von Bastian wurde mustergültig freigespielt, und legte auf Haase ab. Der 22-Jährige ballerte den Ball freistehend über das Gehäuse. Etwas überraschend glichen dann die Hausherren aus. Schulz flankte das Leder gefühlvoll in den Sechzehner, wo Marius Ebbers den Ball mit der Brust für Vincent Boock ablegte. Dieser schob locker zum 1:1 ein (24.). Doch die Freude im Stadion Hoheluft hielt nicht lange an. Denn nur drei Minuten später waren die Gäste erneut vorne. Patrick Hoppe zog einfach mal. Die Kugel ging an beide Pfosten und fand schlussendlich den Weg über die Torlinie – 1:2! Vicky ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Erst stellte Danial Jadidi per Kopfball das Remis wieder her (34.), dann stand Torjäger Marius Ebbers goldrichtig und drehte die Partie kurz vor der Pause. Die zweite Halbzeit begann ähnlich spektakulär. Ebbers wurde vom Mirco Bergmann geschickt und schoss nur knapp am rechten Pfosten vorbei (50.). Im direkten Gegenzug fiel das 3:3. Dennis von Bastian stand im Vicky-Sechzehner völlig blank und ließ Medaiyese keine Abwehrchance. Und Rugenbergen arbeitete daran, das Spiel erneut zu drehen und war knapp dran.

Jan Melich jubelt nach der erneuten SVR-Führung kurz vor Schluss. Foto: noveski.com

Jan Melich jubelt nach der erneuten SVR-Führung kurz vor Schluss. Foto: noveski.com

Ein Missverständnis von Schuhmann und Victorias Torhüter führte fast zum 3:4. Haase klaute sich die Kugel und wurde erst im letzten Moment durch den aufmerksamen Wacker gestoppt (61.). Die Partie verflachte danach zunehmend, alles deutete auf eine Punkteteilung hin. Doch kurz vor Schluss schlug Rugenbergen noch einmal zu. Dennis von Bastian war auf der rechten Seite völlig blank und bediente Kevin Beese, der das Spielgerät über die Linie drückte (87.). Aber bei dieser verrückten Partie war damit das letzte Wort natürlich noch nicht gesprochen. Denn im direkten Gegenzug glichen die Bajramovic-Schützlinge schon wieder aus. Ebbers und Abdalla liefen zu zweit aufs Tor zu, letzterer überwand SVR-Keeper Schulz im zweiten Versuch. Es war der endgültige Schlusspunkt einer völlig verrückten Partie. „Für die Zuschauer war das sicherlich schön anzusehen“, meinte Vicky-Trainer Jasko Bajramovic nach dem Schlusspfiff. „Wir haben zu viele Fehler gemacht, aber von der Spielanlage her waren wir klar besser“, so der 36-Jährige, der mit vier Gegentoren aber natürlich nicht zufrieden sein konnte: „Wir haben viele Fehlpässe gespielt. Vielleicht waren meine Jungs auch etwas zu übermütig und haben die defensive Absicherung ein wenig schleifen lassen“, so der Victoria-Zepterschwinger abschließend. Passend dazu war auch die Aussage seines Gegenübers, Ralf Palapies: „Ich hab irgendwann aufgehört, unsere Torchancen zu zählen“, so der 46-Jährige, den der späte Ausgleich natürlich wurmte: „Wenn du in der 87. Minute das 3:4 machst, dann muss es auch mal gut sein. Insgesamt geht das Unentschieden aber auch durchaus so in Ordnung.“

Foto: noveski.com

Leitender Redakteur: Jonas studiert Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Der 22-Jährige kommt von der Nordseeinsel Föhr und interessiert sich für alle Themen rund um den Fußball in Hamburg und in der Welt.