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LOTTO-Pokal

5:1 gegen Sasel: EN ballert sich in den DFB-Pokal

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Keine Zuschauer, aber dafür nicht weniger Party nach Spielende: Der FC Eintracht Norderstedt ist neuer Hamburger Lotto-Pokalsieger. Im Duell mit dem TSV Sasel setzte sich der Regionalligist mit 5:1 durch. In der ersten Runde des DFB-Pokals wartet nun der Erstligist Bayer 04 Leverkusen.

Die Saseler starteten wie die Feuerwehr in die Begegnung. Keine 50 Sekunden waren an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage gespielt, da klatschte der Ball zum ersten Mal ans Aliminium. Nico Zankl fasste sich aus rund 18 Metern ein Herz, sein Schuss wurde entscheidend abgefälscht und klatschte dann gegen den Querbalken. EN konnte im Anschluss retten, wirkte die ersten Minuten des Pokalfinals allerdings ungewohnt wackelig. Erst nach knapp einer Viertelstunde bekamen die Norderstedter mehr Struktur in das eigene Spiel und gingen mit der ersten eigenen Chance auch direkt in Führung. Rico Bork fasste sich wie zuvor auf der Gegenseite Zankl aus der Distanz ein Herz, zog aus der Distanz ab und schweißte die Pille sehenswert in die Maschen ein (16.). Die zu diesem Zeitpunkt noch etwas überraschende Führung für die Martens-Elf, die auch nicht lange Bestand haben sollte, obwohl die Garstedter inzwischen das spielbestimmende Team waren. Nur vier Minuten nach der Führung wurde es im Eintracht-Strafraum brenzlig. So wurde Timo Adomat von Rico Bork, der zuvor noch das 1:0 erzielt hatte, von den Beinen geholt. Referee Adrian Höhns zeigte sofort auf den Punkt und Nico Zankl versenkte den fälligen Elfmeter in die linke untere Ecke (23.). Doch der Ausgleich brachte der Zankl-Truppe, die ansonsten eher auf Konter lauerte, nicht die nötige Sicherheit – im Gegenteil! Norderstedt fand prompt eine Antwort auf das 1:1. 180 Sekunden später auf der Gegenseite nahm Jan Lüneburg das Leder mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich und versenkte die Murmel unter Mithilfe von Sasel-Schlussmann Lasse Erichsen in den Maschen (26.). Drei Treffer innerhalb von zehn Minuten – das Hamburger Pokalfinale hatte ordentlich an Fahrt aufgenommen. Mit dem 2:1 für Norderstedt ging es dann aber auch in die Halbzeitpause.

Jan Lüneburg jubelt hier über einen seiner beiden Treffer, ist Norderstedts Pokal-Torjäger. Foto: KBS-Picture

Norderstedt zu schnell für Sasel – Lüneburg netzt doppelt

Wer mit einem Aufbäumen im zweiten Durchgang von der Zankl-Elf gerechnet hatte, wurde allerdings enttäuscht. Denn der zweite Durchgang war gerade einmal zehn Minuten alt, da legten die Norderstedter direkt nach. Nick Gutmann flankte die Murmel von rechts auf den ersten Pfosten, wo Jan Lüneburg stand und eiskalt die Pille im kurzen Eck versenkte (54.). Unter den Augen von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Sport- und Innensenator Andy Grote verloren die Saseler in der Folge mehr und mehr den Zugriff auf das Spiel und der Regionalligist nutzte den Platz aus. Dane Kummerfeld wurde über den linken Flügel lang geschickt, drang in den Strafraum ein und sah den besser postierten Evans Nyarko, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste (71.). Die Eintracht hatte damit den Deckel drauf gemacht. Kurz zuvor ließ Sasel noch seine beste Chance im zweiten Durchgang liegen, als Jean-Lucas Gerken im Strafraum in letzter Sekunde von Jordan Brown gestoppt wurde (63.). Dass die Garstedter allerdings noch weiter Bock auf Tore schießen hatten, zeigte die Eintracht nur vier Minuten später. Diesmal durfte sich Johann von Knebel in die Torschützenliste eintragen, versenkte die Kugel im linken oberen Knick (75.). EN hatte damit den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals perfekt gemacht.

In der ersten Runde des Lotto-Pokals trifft der FC Eintracht Norderstedt nun auf Bundesligist Bayer 04 Leverkusen. Foto: KBS-Picture

So sahen die Trainer das eindeutige Hamburger Pokalfinale

Entsprechend voller Freude bilanzierte Norderstedt-Trainer Jens Martens nach Spielende: „Wir sind sehr froh, dass wir das Pokalfinale heute gewonnen haben. Wir wussten, dass uns heute eine schwere Aufgabe bevorsteht, auch wenn das Ergebnis nun etwas hoch ausgefallen ist. Wir freuen uns jetzt nicht nur auf den Start der Regionalliga Nord, sondern auch auf das Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Da verspüren wir alle nun große Vorfreude“, meinte Martens, dessen Pokal-Stürmer Jan Lüneburg sogar doppelt traf. „Lüne ist halt unser Pokal-Held, aber das ist nicht nur bei uns bekannt, sondern auch in ganz Hamburg. Der Pokal sind halt seine Spiele. Er hat es mal wieder bewiesen, dass er es kann und mit seinen Toren ganz maßgeblich dazu beigetragen, dass wir den Pokal geholt haben“, so Martens weiter. Sasel-Trainer Danny Zankl erklärte zudem nach Spielende: „Ich blicke als Trainer etwas anders auf diese Niederlage. Ich finde das Ergebnis etwas zu erschlagend“, so TSV-Coach Zankl, der im Anschluss weiter anfügte:

„Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten gute Momente nach vorne und haben nicht viel zugelassen. Dass das 0:1 da oben in den Knick geht, das war natürlich sehr ärgerlich. In der ersten Halbzeit war definitiv mehr drin, als ein 1:2-Rückstand. Nach der Pause konnten wir das Match-Glück leider nicht auf unsere Seite bringen. In der 60., 70. Minute war das Team dann nicht mehr in der Lage, noch einmal neue Luft zu holen.“ Torjäger Lüneburg äußerte sich im Anschluss an die Begegnung noch einmal zu dem Video, was die Eintracht vor dem Pokalspiel erstellte. „Das war eine Aktion, wovon wir gebeten worden sind. Wir sollten bewusst eine kleine Spitze geben. Wenn man das Video jetzt sieht, dann kann das schon respektlos wirken. Wir sind davon ausgegangen und so ist es auch gesagt worden, dass Sasel auch so ein Video macht. Das sollte ein Trailer für das Pokalfinale werden. So hat das nun einen anderen Spirit bekommen“, so Lüneburg, der anfügte: „Mir ist es ganz, ganz wichtig und da spreche ich auch für den ganzen Verein, dass es nicht überheblich gemeint war. Unser Respekt gilt dem TSV Sasel und es war überhaupt nicht arrogant gemeint.“ Gefeiert wird in Norderstedt natürlich trotzdem, mit dem nötigen Abstand im Vereinsheim. In wenigen Wochen wartet dann aber schon das Spiel gegen Bayer Leverkusen.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.