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Oberliga Hamburg

Abschlussschwäche kostet Meiendorf Punkte

Niklas Heiden

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Der Meiendorfer SV lässt sich trotz einer komfortablen 2:0-Führung am Ende noch die Butter vom Brot nehmen und verliert durch den späten Lucky-Punch von Emre Coskun zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Der SC Condor hingegen bewies eine tolle Moral und erkämpfte einen Punkt.

Die Partie am Berner Heerweg begann sehr schwungvoll: Nach einem Subasic-Einwurf landete der Ball vor den Füßen von Mike Theis, der einfach mal abzog und den Einschlag nur um einen guten halben Meter verpasste (5.). Und nur eine Zeigerumdrehung später hätten die „Raubvögel“ die Führung erzielen müssen, doch anstatt selbst abzuschließen legte Özlap noch einmal quer zu Kamalow, der anschließend aus wenigen Metern am linken Pfosten vorbei schoss. Die Gäste meldeten sich erstmal nach knapp 20 Minuten zu Wort. MSV-Neuzugang Onur Ulusoy wurde von Christopher Lindenau perfekt in Szene gesetzt und lief alleine auf Kleinschmidt zu, fand in dem SCC-Keeper allerdings seinen Meister (23.). Nur knappe zehn Minuten später machten die Ergün-Schützlinge ihre Sache deutlich besser: Nach einer Popalyar-Flanke war Isaak Hoeling im Tiefschlaf und Fabian Facklam bedankte sich mit dem Führungstreffer (32.).

Und kurz vor der Pause schwächten sich die Gastgeber auch noch selbst. Hoeling hatte bereits den gelben Karton gesehen und räumte anschließend Popalyar ab -Gelb/Rot. Den fälligen Strafstoß von Sharifi konnte Kleinschmidt zwar parieren, war beim Nachschuss von Popalyar allerdings chancenlos (45.+2). Wokie ragierte zur Halbzeit und brachte Mellmann und Coskun in die Partie. Die Meiendorfer erspielten sich Kontersituationen in Hülle und Fülle, verpassten es allerdings mehrfach in Person von Popalyar und Sharifi den Deckel auf das Partie zu machen. So segelte ein Mellamnn-Freistoß eine knappe Viertelstunde vor Ultimo in den MSV-Strafraum und Özlap traf per Kopf zum 1:2-Anschluss. Condor erhöhte abermals die Schlagzahlen und erzwang den Ausgleich: Eine Kombination zwischen Coskun und Theis führte zum Erfolg und ließ erstgenannten, sowie die komplette Bank, über seinen Treffer jubeln (90.+1).

„Wir haben die zweite Halbzeit einfach nicht Ernst genommen und sind zu wenig gelaufen. Alle wollten sich immer alleine durchsetzten“, so MSV-Akteur Popalyar nach dem Abpfiff. Fatih Ergün war nach der Partie dementsprechend enttäuscht: „Glück für Condor und Pech für uns. Die Rädchen greifen noch nicht so ineinander, wie wir uns das vorstellen. Die 2:0-Führung war zwar verdient, aber wir haben es verpasst den Deckel drauf zu machen“, so der 47-jährige MSV-Coach. „Raubvögel“-Trainer Christian Woike war immerhin mit der Moral seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben das taktisch heute nicht so gut gelöst und sind gar nicht ins Spiel gekommen. Bezeichnet war dann natürlich der Strafstoß kurz vor der Pause“, erklärte Woike, der anfügte: „Am Schluss sind wir dann dafür belohnt worden, das wir auch nach dem Rückstand nicht aufgegeben haben“, bilanzierte der 37-jährige auf der anschließenden PK.

Foto (Archivbild): Lars Mundt (Smart Art)

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.