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Oberliga Hamburg

AFC-Keeper Grubba rettet 1:1-Remis bei BU

Niklas Heiden

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Dieses Remis hilft keinem so wirklich weiter: Vor 936 Zuschauern trennten sich der HSV Barmbek-Uhlenhorst und der Altonaer Fußball-Club mit einem 1:1-Remis. Dabei hatten beide Mannschaften Chancen auf den Siegtreffer. Am Ende waren somit beide Trainer eher unzufrieden mit dem Punkt.

War hier gegen Jeske chancenlos, klärte danach aber stark: Tobias Grubba. Foto: KBS-Picture

Es läuft die 90. Spielminute an der Barmbeker Anfield, als BU-Coach Marco Stier die Hände vor das Gesicht schlägt und es gar nicht glauben kann. Erst kratzt Altona-Torwart Tobias Grubba einen Schuss von Jan Eggers aus 16 Metern vor der Linie weg, dann fischt der 27-Jährige einen Abschluss aus der rechten unteren Ecke. Es war die Rettungstat, die dem AFC am Ende doch noch einen Punkt an der Dieselstraße bescherte – obwohl die Gastgeber die bessere Mannschaft waren. Aber der Reihe nach. Die 936 Zuschauer kamen lange Zeit nicht auf Ihre Kosten, mussten sich eine lange Abtastphase ansehen. Keines der beiden Teams wollte den entscheidenden Fehler begehen. Erst nach einer knappen halben Stunde wurde es das erste Mal brenzlig vor dem Altona-Kasten. Nach einer Hathat-Ecke stieg Niklas Sabas in der Mitte in die Luft und nickte die Pille knapp unter die Latte. Tobias Grubba kratzte das Leder mit einer Hand gerade noch von der Linie weg (26.). Die erste dicke Gelegenheit für die Gastgeber, die bereits in der folgenden Ecke die nächste Chance liegen ließen. nVon der anderen Seite brachte Jan Eggers die Ecke herein, die am linken Strafraumeck auf dem Schlappen von Niklas Sabas landete. Dieser zog direkt ab und im Gewühl hielt Janis Korczanowski seinen Fuß dazwischen. Die Kugel flog nur knapp über den Querbalken (27.). Aber auch die Gäste wachten nun etwas auf und verzeichneten ihrerseits die erste Gelegenheit. Hischem Metidji schickte Marco Schultz auf die Reise, der sich alleine auf den Weg alleine und vor Oliver Gaetdke auftauchte. Sein Schuss konnte der BU-Keeper aber abwehren und zur Seite klären (36.). Kurz vor der Pause hatten die Anhänger der Barmbeker dann den Torschrei schon auf den Lippen. Tolga Odabas lupfte den Ball über die AFC-Abwehr hinweg in den Lauf für Nico Schluchtmann, der in der Box einlief und noch mit dem Fuß an den Ball kam. Aber den entscheidenden Spinn konnte er dem Leder nicht mehr mitgeben, die Kugel flutschte links am Tor vorbei. Und somit ging es mit dem torlosen Remis zurück in die Kabinen.

Vincent Boock bejubelt seinen 1:0-Führungstreffer. Am Ende stand es 1:1-Remis. Foto: KBS-Picture

Die Griegstraßler starteten dann besser in den zweiten Durchgang und kamen der Führung bereits knappe zehn Minuten nach Wiederbeginn sehr nah. William Wachowski steckte den Ball in den Lauf von Hischem Metidji durch, der alleine vor Gaedtke auftaucht und abschloss. Doch dem AFC-Kicker versagten im letzten Moment die Nerven. Sein Abschluss ging knapp rechts am Gehäuse vorbei ins Aus (58.). 120 Sekunden später aber konnten die Algan-Kicker dennoch jubeln. Chris Pfeifer verlor die Pille im Mittelfeld und dann ging es über Metidji ganz schnell. Dieser legte den Ball links raus zu Schulz und dieser bedient Boock im Rückraum. Boock fackelte nicht lange und hämmerte die Murmel in den rechten Giebel (60.). Altona hatte jetzt Blut geleckt und wollte nachlegen. Metidji tunnelte im Mittelfeld Jon Hoeft und ist war dann auf und davon, spielte einen Doppelpass mit Vincent Boock und stand dann aus halblinker Position alleine vor Gaedtke. Wieder blieb der BU-Keeper aber Sieger und lenkte die Kugel gerade noch weg (66.). Zehn Minuten vor Ultimo schlugen die Gastgeber dann nicht unverdient zurück. Nach einer Hathat-Ecke stieg Tim Jeske in der Mitte hoch, nickte den Ball auf das Tor und scheiterte augenscheinlich an Grubba. Doch Referee Florian Schwarze zeigte zur Mitte und gab den Treffer für die Blau-Gelben (79.). Doppelt bitter aus AFC-Sicht: Die Algan-Kicker beendeten das Spiel in Unterzahl, weil sich Pablo Kunter zu einem Nachtreten auf Höhe der Mittellinie hinreißen ließ. Am Ende rettete vor allem AFC-Schlussmann Tobias Grubba mit seinen Paraden den Punktgewinn für den aktuellen Liga-Primus. „Ich habe nach diesem Spiel keine Freude. Es kotzt mich an, dass wir hier 1:0 führen und dann unsere Konter nicht ausspielen. Dann hätten wir das Spiel schon vorher beerdigt. Wenn man bei BU 1:0 führt, dann muss man das mit nach Hause nehmen. Es ist einfach unnötig“, ärgerte sich Gäste-Schlussmann Grubba dennoch nach dem Abpfiff.

Unterzahl für die letzten Sekunden: Altonas Pablo Kunter musste vorzeitig runter. Foto: KBS-Picture

Bei der Frage, ob der Ball denn hinter der Linie war, war sich der Keeper selbst nicht ganz sicher. „Es war sehr eng. Jeder Torwart wäre da nach außen gelaufen und hätte sich beschwert. Er hätte drin gewesen sein können, oder auch nicht“, erklärte Grubba, der zu seinen sensationellen Paraden zum Spielende hin anfügte: „Der Ball war nicht schlecht geschossen, aber ich bin auch keine komplette Blinze. Wir haben uns mit zehn Mann gegen dieses Tor gestellt.“ Glücklich waren mit dem Remis auch beide Trainer nach Spielende nicht. AFC-Coach Berkan Algan erklärte: „Ich bin traurig über das Ergebnis. Wir haben heute zwei Punkte verloren, haben viele Konter liegen lassen. Bei diesem Wind war aber klar, dass durch den Wind ein Standard mal reinflutschen kann. Zudem haben wir auch Pablo mit einer roten Karte verloren. Das ist natürlich nie gut“, so Algan, der ergänzte: „Wir wussten, dass Barmbek eines der schwersten Aufgaben für uns wird. Wir hätten gerne gewonnen, haben nun aber einen Punkt mitgenommen. Trotzdem bin ich stolz auf die Jungs. Sie haben gut gekämpft und sich gegen das zweite Gegentor gestellt.“ Und auch BU-Zepterschwinger Marco Stier war alles andere als zufrieden: „Ich bin sehr, sehr enttäuscht über das Ergebnis. Für uns waren es heute, mal wieder, zwei verschenkte Punkte. Wenn man das ganze Spiel betrachtet, hatten wir aus meiner Sicht die Spielkontrolle. Wie schon gegen HEBC haben wir zehn schlechte Minute, in denen wir die Gegentore bekommen. Sowas darf uns nicht passieren“, bilanzierte Stier und fügte abschließend an: „Wir haben drei Mal im Zentrum den Ball verloren, obwohl wir es vorher angesprochen haben. Da haben wir Altona extrem in die Karten gespielt. Das war sehr dumm von uns. Trotzdem ein großes Kompliment an die Mannschaft, die heute wirklich wieder alles gegeben hat.“

Foto: KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.