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Oberliga Hamburg

BU demontiert Vicky – Ebbers: „Werde nicht mehr loben“

Niklas Heiden

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Foto: Heiden

Es war eine Demonstration der Macht! Vor 602 Zuschauern fegte der HSV Barmbek-Uhlenhorst den SC Victoria Hamburg mit 5:0 vom Platz. Schon zur Pause war die Partie entschieden. Vicky-Trainer Marius Ebbers fand deutliche Worte. Marco Stier richtete eine Kampfansage an T05.

Die Hausherren starteten wie die Feuerwehr in die Partie. Gerade einmal 300 Sekunden waren an der Dieselstraße gespielt, da zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz. Felix Schuhmann spielte den Ball völlig unbedrängt zu kurz zurück an Keeper Hendrik Rabe, sodass Tim Jeske dazwischen gehen konnte und nur noch einzuschieben brauchte (5.). Die frühe Führung für die Gastgeber, doch auch Vicky meldete sich gefährlich vor dem Gehäuse – auch wenn BU vorerst selbst für die beste Gäste-Chance sorgte. Auf der Gegenseite ist es nämlich Samuel Hosseini, der das Leder diesmal zu stark zum Torwart zurück spielte. Johannes Höcker stand nicht zwischen den Pfosten und kratzte den Ball mit dem Fuß noch von der Linie (11.). Und Vicky wollte direkt nachlegen. BU bekommt das Leder nach einem Eckball nicht geklärt, Alexander Borck macht den Ball wieder scharf und Yannik Siemsen stand 16 Meter frei vor dem Kasten. Seinen Abschluss setzte der SCV-Verteidiger dann aber links neben das Tor (14.). In einer turbulenten Anfangsphase war es dann wieder BU, die zu Torchancen kamen. Elias Saad wurde auf die Reise geschickt, seinen Schuss lenkte Rabe rechts zur Seite. Der Abpraller landete vor den Füßen von Abdel Hathat, der die Murmel gegen den Pfosten setzte (21.). Alu-Glück somit für die Ebbers-Truppe, die allerdings keine 120 Sekunden später dann doch den bitteren Gegentreffer zum 0:2 schlucken musste.

Elias Saad (li.) gehörte erneut mit zu den besten Spielern auf dem Platz. Foto: Heiden

Sabas erhöht per Kopf – Hathat macht früh alles klar

Nach einem Eckball von der linken Seite stieg im Strafraum Niklas Sabas am höchsten und nickte die Murmel aus kurzer Distanz ins Netz (23.). BU agierte nicht nur sehr effektiv sondern versprühte auch so eine unglaubliche Fußball-Lust. Dennoch wackelte das Aliminium am eigenen Gehäuse. Denn wieder war die Stier-Elf nach einem Eckball nicht gut positioniert und Marc Lange gewann das Kopfballduell gegen Elias Saad. Seinen Abschluss platzierte Lange dann aber nur gegen den Außenpfosten (29.). Und BU? Legte im Stile einer Spitzenmannschaft noch vor dem Pausentee das 3:0 nach. Elias Saad steckte die Kugel in den Lauf von Abdel Hathat durch, der komplett freie Bahn hatte und vor Rabe dann eiskalt blieb. Der Ball kullert durch die Hosenträger in die Maschen (39.). Nach dem letzten Strohhalm griff in der Halbzeit SCV-Trainer Marius Ebbers und tauschte gleich drei Mal durch. Für Andre Branco, Dennis Bergmann und Klaas Kohpeiß kamen Ian Prescott Claus, Inchoel Choi und Luca Ernst ins Spiel. Eine Veränderung sollte sich nicht einstellen. BU machte da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten.

Marius Ebbers holte nach Spielende zum verbalen Rundumschlag gegen seine Spieler aus. Foto: Heiden

BU macht Spielstand deutlich – Ebbers wird deutlich

Zwar hätten die Gäste es nach dem Seitenwechsel noch einmal spannend machen können, doch die einzige echte Chance ließen die Hoheluftler leichtfertig liegen. Nach einem Freistoß von Jan Kämpfer aus dem rechten Halbfeld landete die Kugel im Fünfmeterraum auf dem Schädel von Yannick Siemsen, der allerdings genau Höcker anköpfte (58.). Kurz darauf war das Spiel dann entschieden. Hathat machte auf dem rechten Flügel Marc Lange nass und bediente dann von rechts flach in die Mitte Tim Jeske, der nur noch einzuschieben brauchte (62.). Zehn Minuten vor Ultimo, als die Ebbers-Equipe schon lange geschlagen war, stellten die Gastgeber dann das Endergebnis her. Inchoel Choi haute im Sechzehner Fatih Urmurhan um und es gab zurecht einen Strafstoß. Narek Abrahamyan legte sich die Murmel zurecht und versenkte den Ball halbhoch links im Netz (80.). „Wenn ich jetzt anfange zu analysieren, woran es gelegen hat, dann stehen wir noch in einer halben Stunde hier. Wir haben fast alles falsch gemacht, was man falsch machen kann“, fasste Ebbers angefressen nach dem Spiel zusammen und fügte an:  „Ich habe es letzte Woche schon befürchtet, als ich die Jungs gelobt habe, dass eine negative Reaktion folgt, weil das bisher immer so war. Deshalb werde ich sie nicht mehr loben, egal wie sie spielen. Es ist mir scheißegal. Auch wenn sie bei Dassendorf 10:0 gewinnen“, erklärte der Ex-Profi.

BU-Trainer Marco Stier (re.) feiert zusammen mit Co-Trainer Yusuf Akbel einen der Treffer. Foto: Heiden

„Das 5:0 ist vollkommen verdient“ – Stiers Kampfansage an T05

Einmal in Rage ergänzte der SCV-Übungsleiter zudem: Ich habe auch das Gefühl, dass einige Spieler beratungsresistent sind. Es sind immer wieder dieselben Fehler und da muss ich mich auch hinterfragen, warum ich da nicht mal die Reißleine ziehe oder etwas verändere. Es sind vielleicht nicht alle Lösungen unsererseits immer die perfekten Lösungen, aber man kann sie umsetzen“, so Ebbers, der danach deutlich formulierte: „Wenn einige Spieler lieber was eigenes machen wollen, dann sind sie in der Sportart falsch. Wir verlieren vollkommen verdient 5:0.“ BU-Zepterschwinger Marco Stier hingegen zeigte sich in seiner Spielidee bestätigt. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, wie sie heute gespielt haben. Wir haben nur in deren Hälfte verteidigt und sie zu vielen Fehlern gezwungen. Wir haben Vicky nicht den Hauch einer Chance gelassen. Wenn man ganz ehrlich ist, dann hätte es auch höher als 5:0 ausgehen können“, so Stier, der anfügte: „Es war sehr, sehr harte Arbeit, dass wir so spielen können. In meinem Dreijahresplan wollten wir verinnerlichen und da sind wir aus meiner Sicht schon einen Schritt weiter. Ich denke nicht, dass wir eine Mannschaft sind, die in die Oberliga gehört. Wer mich kennt, der weiß, dass ich so hoch wie möglich will.“ Deutliche Worte richtete der 35-Jährige auch an Die Kreuzkirche. Stier: „Teutonia muss sich jetzt warm anziehen. Wir wollen sie jagen und werden sie sicherlich auch noch bekommen. Ich habe gesehen, dass Teutonia auch verloren hat. Das heute war ein BigPoint-Spiel.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.